Drucksensoren und Grenzschalter von Vega Grießhaber sind flexibel einsetzbar
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Drucksensoren und Grenzschalter von Vega Grießhaber sind flexibel einsetzbar

Messtechnik für Hygiene-Anwendungen
Drucksensoren und Grenzschalter von Vega Grießhaber sind flexibel einsetzbar

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Welche Chancen sich der Prozessmesstechnik durch die Digitalisierung bieten, erklärt Florian Burgert, Produktmanager bei der Vega Grießhaber GmbH in Schiltach und branchenverantwortlich für die Lebensmittelindustrie, im Interview mit KEM Konstruktion. Zudem nennt er technische Details zu den Kompaktserien an Drucksensoren Vegabar und Grenzschaltern Vegapoint, die das Unternehmen seit kurzem im Programm führt.

Interview: Johannes Gillar, stellvertretender Chefredakteur KEM Konstruktion

KEM Konstruktion: Vega hat vor kurzem die Kompaktserien an Drucksensoren Vegabar und Grenzschaltern Vegapoint vorgestellt. Können Sie uns einige technische Details zu den neuen Geräten verraten?

Burgert: Optimiert wurde die neue Geräteserie für hygienesensible Standardanwendungen, wie das Isolieren von pharmazeutischen Wirkstoffen, Mischen von Fertiggerichten oder das Abfüllen von Getränken. Daher verfügen die neuen Geräte über universelle Hygieneanschlüsse. Gleichzeitig möchten wir die Anwendung so einfach wie möglich gestalten. Dies gelingt uns unter anderem dank IO-Link. Damit ist die Inbetriebnahme sehr einfach. Die standardisierte Punkt-zu-Punkt-Kommunikation ermöglicht im Fall der Fälle auch einen schnellen Sensortausch. Zudem bringen wir mit der 360°-Schaltzustandsanzeige sprichwörtlich „Farbe ins Spiel“.

Auf einen Blick sieht man – dank Leuchtring – ob der Messvorgang reibungslos läuft, ob der Sensor schaltet oder ob eine Störung an der Messstelle vorliegt. Übrigens lassen sich die neuen Messgeräte-Serien auch über das Smartphone oder Tablet aus der Ferne konfigurieren. Dies ist vor allem für Reinräume oder hohe Tanks sehr komfortabel. Die Sensoren und Grenzschalter sind so flexibel einsetzbar, einfach zu bedienen und erfüllen dennoch alle Anforderungen an das Hygienic Design.

KEM Konstruktion: Sie adressieren mit den beiden Geräteserien Hygieneanwendungen. Welche Anforderungen beziehungsweise Standards müssen sie erfüllen, um in diesem Bereich eingesetzt werden zu können?

Burgert: Die medienberührenden Materialien der Sensoren müssen die geltenden Standards für Europa, die USA und China erfüllen. Für Europa gilt die Verordnung EG 1935/2004. Diese besagt, dass Materialien und Gegenstände so hergestellt sein müssen, dass es bei der Lebensmittelproduktion nicht zu Wechselwirkungen mit Lebensmitteln kommt, sie dürfen durch die Materialien nicht verunreinigt und die Gesundheit der Endverbraucher darf nicht gefährdet werden.

Auch die Regularien der US-amerikanischen FDA erfüllt die neue Geräteserie. Nur Unternehmen, die FDA-konform arbeiten, dürfen den US-Markt bedienen. Und auch GB-4806-Standards, also die Vorgaben und Grenzwerte der Volksrepublik China im Umgang und der Freigabe von Materialien und Produkten mit Lebensmittelkontakt, meistern unsere neuen Geräte. Darüber hinaus gelten die gängigen Hygienestandards nach EHEDG und 3A. Unsere Sensoren sind nach diesen Hygiene-Standards zertifiziert.

KEM Konstruktion: Vega setzt bei seinen Produkten und Lösungen auf Modularisierung, unter anderem mit dem intelligenten Baukastensystem der Geräteplattform Plics. Können Sie uns einige Details zu dieser Plattform nennen und welche Rolle der Plattformgedanke generell spielt?

Burgert: Alle Geräte der Plics-Familie lassen sich einheitlich bedienen, was den Schulungsaufwand für unsere Anwender reduziert. Wer die Bedienung einmal gelernt hat, kann einen Füllstandsensor genauso in Betrieb nehmen, wie einen Drucksensor. Die Bedienung unserer Sensoren erfolgt ganz einfach über die Vega Tools-App per Smartphone, eine Bediensoftware für Feldgeräte (zum Beispiel PACTware) am Laptop und/oder direkt vor Ort über das Anzeige- und Bedienmodul Plicscom. Die Plics-Idee wird seit vielen Jahren in den unterschiedlichsten Anwendungen weltweit geschätzt.

Übrigens ist das Plicscom abwärtskompatibel und lässt sich für alle bereits installierten Plics-Sensoren, die seit 2002 auf dem Markt sind, weltweit nutzen, ganz ohne Software-Update am Sensor. Die optionale Bluetooth-Funktion ermöglicht es, den Sensor aus einer Entfernung von circa 25 Metern drahtlos zu parametrieren und zu konfigurieren. Diesen Plattformgedanken haben wir natürlich auch bei der Entwicklung der neuen Geräteserie übernommen.

KEM Konstruktion: Die Industrie befindet sich mitten in der digitalen Transformation. Welche Chancen bieten sich der Prozessmesstechnik durch die Digitalisierung?

Burgert: Sensoren sind Augen und Ohren der Digitalisierung und damit die Grundlage von Industrie-4.0-Anwendungen. Ohne präzise Messwerte sind keine weiterführende Analysen, zum Beispiel vorausschauende Wartung oder eine detaillierte Optimierung der Prozesse, möglich. Die Digitalisierung ist damit auch eine Chance, bestehende Anlagen effizienter nutzen zu können und damit fit für die Zukunft zu machen. Dies spüren wir auch bei den Anwendern, die ein tieferes Verständnis für ihre Prozesse erhalten möchten. Aber letztendlich muss jede dieser derzeit diskutierten neuen Technologien sicher und praktikabel sein. Vor allem muss sie einen echten Nutzen bringen. Nicht alles, was technologisch machbar ist, stellt sich in der Praxis als sinnvoll und wirtschaftlich heraus.

Details zu den Drucksensoren Vegabar von Vega Grießhaber


Kontakt:

Vega Grieshaber KG
Am Hohenstein 113
77761 Schiltach
Tel.: +49 7836 50–0
E-Mail: info.de@vega.com
Website: www.vega.com

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