Geschäftsführer alpha Getriebebau GmbH, Igersheim Gast der KEM: Karl-Heinz Schwarz – KEM
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Gast der KEM: Karl-Heinz Schwarz

Geschäftsführer alpha Getriebebau GmbH, Igersheim
Gast der KEM: Karl-Heinz Schwarz

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Ein weltweit exzellenter Partner für hochwertige Getriebesysteme ist alpha getriebebau aus dem Taubertal. Führend und als Trendsetter z. B. bei spielarmen Planetengetrieben setzt man im Bereich der mechatronischen Antriebssysteme auf Integration, Miniaturisierung und Intelligenz. Hierüber und zu den damit erreichten alpha-Erfolgen – u. a. 25 Prozent jährliches Wachstum seit 1990 – gab Geschäftsführer Karl-Heinz Schwarz Auskunft.

Das Interview führte Horst Böhland, Red. KEM

KEM: Herr Schwarz, die alpha getriebebau GmbH wurde vom geschäftsführenden Gesellschafter der Unter-nehmensgruppe Wittenstein, Herrn Manfred Wittenstein, gemeinsam mit Manfred Bastian bereits 1984 gegründet. Mit beiden Herren teilen Sie sich seit 1996 die Geschäftsführung bei alpha. Welches ist dabei Ihr Partner?
Schwarz: Seit meinem Eintritt in das Unternehmen bin ich im Bereich Vertrieb tätig, ab 1994 als Gesamtvertriebsleiter. Heute bin ich in der Unternehmensgruppe Wittenstein und bei alpha als Geschäftsführer für den weltweiten Vertrieb und Marketing zuständig.
KEM: Der alpha-Erfolg hat seine Wurzeln im ersten spielarmen Planetengetriebe nach eigenem Konstruktionsprinzip, präsentiert auf der Hannover-Messe 1983. Welches Blut dieses Urvaters fließt noch heute in den alpha-Kernprodukten?
Schwarz: 1983 haben wir ein altes Getriebeprinzip für hoch präzise und extrem dynamische Anwendungsfälle neu konzipiert. Damit sind wir hinsichtlich Technik, Wirkungsgrad, Gleichlaufeigenschaften, Zuverlässigkeit und Qualität von Anfang an neue Wege gegangen. Dieses Blut nährt uns in allen neuen Hard- und Software-Produkten noch heute.
KEM: alpha hat sein Produktportfolio u. a. um Servo-Winkelgetriebe, komplette Antriebseinheiten und Planetenaufzugsmaschinen mit integriertem Servomotor erweitert. Sind das Abfallprodukte Ihrer spektakulären IMI-Strategie oder Reaktionen auf den Markt?
Schwarz: Beides! Es ist Teil unserer Firmenphilosophie, die Lebensgrundlage für zukünftige Generationen zu erhalten und den Umgang mit knappen Ressourcen effizienter zu gestalten: Wirkungsgrade von Produkten und Prozessen müssen ständig verbessert werden, die Leistungsdichte von Produkten muss steigen, neue Technologien und Verfahren sind dafür in bestehende Prozesse zu integrieren. Das bedeutet Integration, Miniaturisierung und Intelligenz – also unsere IMI-Stategie. Ergebnis dieser IMI-Stategie sind kleinere, leichtere und effizientere Produkte mit höherem Kundennutzen.
KEM: In diesem Sinne legt Ihre Software „cymex (Cyber Motion Explorer) 2“ per Mausklick komplette Antriebsstränge aus Motor – Getriebe – Applikation aus und bringt bis zu 80 Prozent Zeitersparnis. Wie das, und, enthält die hinterlegte Datenbank auch Fremdprodukte?
Schwarz: Die cymex-Software als Resultat langjähriger Forschung mit unzähligen Testreihen ist ein sehr wichtiger Teil unseres Value Based Selling. Sie bietet dem Kunden absolute Auslegungssicherheit und Berechenbarkeit der Life-Cycle-Kosten des gesamten Antriebsstranges. Alpha-Produkte kommen vorwiegend dort zum Einsatz, wo Ausfälle oder Getriebeschäden, gleich welcher Art, katastrophale Auswirkungen haben könnten. So muss beispielsweise bei der Wafer- oder CD-Herstellung in Reinräumen absolute Leckagefreiheit garantiert werden. Das ermöglichen alpha-Getriebe. Hinzu kommt, dass die Auslegung mit cymex gegen-über konventioneller Auslegung und herkömmlicher Arbeitsweise verblüffend einfach und unglaublich schnell ist.
Neben einer Datenbank mit ca. 2 800 Fremd-Motoren enthält cymex bisher nur alpha-Getriebe, da wir nur diese Getriebe (FuE-Quote: zehn bis zwölf Prozent) sehr genau kennen und für sie garantieren. Das Integrieren von Fremdprodukten in cymex ist grundsätzlich möglich, aber für alpha problembehaftet, denn wir geben mit der cymex-Auslegung Garantien über eine Lebensdauer, die bis vor kurzem undenkbar waren.
KEM: Diese einzigartige Engineering-Möglichkeit ermöglicht bereits für 90 bis 95 Prozent aller Antriebsstränge die richtige Lösung. Was bietet alpha darüber hinaus im Engineering den Kunden-Konstrukteuren?
Schwarz: Für jede Art der Bewegung und kompliziertere, mit cymex nicht greifbare Auf-gabenstellungen, unterbreiten unsere Ingenieure – durch ihre Kernkompetenz in der An-triebstechnik – dem anfragenden Kunden eine maßgeschneiderte Lösung. Dafür werden wir aufgund unseres guten Rufes und überzeugenden Know-hows meist und rechtzeitig in die Problemstellungen beim Kunden selbst einbezogen.
KEM: Der Service entscheidet oft bei der Lieferantenauswahl. Wie hat sich alpha hier aufgestellt?
Schwarz: Der Service von alpha hat eine Spitzenstellung in unserer Branche. Wir übernehmen in allen Bereichen, in denen wir Getriebe verkaufen, die Verpflichtung, unseren Kunden in allen Fragen der Antriebstechnik zur Seite zu stehen. Für einen Top-Service betreiben wir neun Tochterunternehmen und über 50 Vertretungen in 50 Ländern auf allen Kontinenten. Sollte es bei einer vorhandenen Störfallrate von 2‰ doch zu einem Ausfall kommen , sind wir innerhalb weniger Stunden weltweit vor Ort beim Kunden.
KEM: Damit gewährt alpha für seine Produkte doch eine „weltweite Sicherheit“. Dafür ist doch diese weltweite Verkaufs- und Service-Organisation allein nicht ausreichend?
Schwarz: Natürlich nicht! Der partnerschaftliche Verkauf und Service ist nur eine Seite der Medaille. Die andere Seite sind die alpha-Produktqualität und die beschriebene Auslegung mit cymex. Durch beide garantieren wir dem Kunden sei-ne vereinbarte Lebensdauer. Früher nur für unsere Mitarbeiter und Vertreter bestimmt – sind heute bereits mehrere Tausend cymex-CD-ROMs weltweit bei unseren Kunden im Einsatz.
KEM: Geht alpha den Weg vom Getriebe- zum Systemlieferanten weiter, welche Rufe hört Karl-Heinz Schwarz aus dem Markt?
Schwarz: Das Getriebe steht nach wie vor im Mittelpunkt unse-rer Geschäftstätigkeit. Allerdings entsprechen wir immer öfter dem Wunsch unserer Kunden nach einem one-stop shopping. Beispiele dafür sind das Liefern von mechanischen Elementen wie hochgenauen Ritzel-Zahnstangen oder Zahnriemenantrieben, möglichst fertig montiert und mit exzellentem Service vor Ort. Ein anderer Trend ist der Einsatz unseres TPM, ein in Leistungsdichte und Dynamik optimiertes Getriebemotorpaket, das überall dort zum Einsatz kommt,wo konventionelle Motor-Getriebekombinationen nicht ausreichende Performance bieten können.
(Fotos: Frank Herrmann)
Ausführliche Informationen
CD-ROM cymex-Software
KEM 400
SP-High-Speed-Getriebe
KEM 401
Getriebemotor TPM
KEM 402
Internet
alpha getriebebau in Zahlen
– Geschäftsgebiet:spielarme Planeten-getriebe, Servo Winkel-getriebe, komplette Antriebseinheiten, Software
– Umsatz: 140 Mio. DM (2000); 50 ProzentExport
– Wachstum: über 25 % jährlich
– Mitarbeiter: 550 (davon 140 Neuein-stellungen 2000)
– neun Tochterunternehmen; über 50 Vertre-tungen in 40 Ländern auf allen Kontinenten
„Unsere SP-High-Speed-Getriebe machen Serviceeinsätze in der Halbleiterindus-trie überflüssig“
„140 neue Mitarbeiter im Jahre 2000 sind Investition in weiteres Know-how und in die Zukunft“
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