Trumpf initiiert Standard Omlox für Ortung
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Trumpf initiiert Standard Omlox für Ortung

Ortung in der Smart Factory
Weltweit sicher durch die Fabrik per Omlox

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Unter der Bezeichnung Omlox haben mehrere Industrieunternehmen auf Initiative des Werkzeugmaschinenbauers Trumpf einen frei zugänglichen Ortungsstandard für die Vernetzung der Fabrik als Herzstück der Lieferkette entwickelt. Omlox ermöglicht das Lokalisieren von Gabelstaplern, fahrerlosen Transportsystemen sowie Drohnen innerhalb von Gebäuden – und soll eine millimetergenaue Ortung möglich machen. Prinzipiell wird damit auch in der Fabrikhalle eine Lokalisierung – als Basis jeglicher Vernetzung (connectivity) – so einfach, wie man es von der Ortung per GPS im Freien kennt.

Inhaltsverzeichnis

1. PNO leitet Weiterentwicklung von Omlox
2. Nutzung von Positionsdaten erhöht Transparenz
3. Robuste Technik für den Indoor-Einsatz
4. Unterstützer – Weltweite Nutzung als Ziel
 

Ziel von Omlox ist es, Ortungsdaten mittels eines Standards – und damit einer einheitlichen Schnittstelle – herstellerübergreifend zur Verfügung zu stellen. Daten verschiedener Lokalisierungstechnologien wie Ultrabreitband, RFID, 5G oder GPS lassen sich so zusammenführen. „Wir wollen Industriekunden den Einsatz von Hard- und Software verschiedener Hersteller erleichtern“, sagt Thomas Schneider, Entwicklungsgeschäftsführer bei der Trumpf GmbH + Co. KG in Ditzingen. „Das senkt Aufwand und Kosten, da Funktechnologien bislang oft nur für sich funktionieren.“ Mit Omlox sollen sich alle Ortsdaten in einem einheitlichen Koordinatensystem anzeigen lassen.

PNO leitet Weiterentwicklung von Omlox

Um die Weiterentwicklung des Standards für Ortungsdaten zu sichern, haben die Initiatoren die Profibus Nutzerorganisation e.V. (PNO) in Karlsruhe eingebunden. Sie verfügt aus der Tätigkeit im Bereich der Industriekommunikation über Feldbusse und Industrial Ethernet über die Erfahrung, offene und einfach nutzbare Standards voranzutreiben. „Bei Omlox sind bereits Schnittstellen definiert, an die sich alle Produkte anbinden lassen“, erläutert Karsten Schneider, Vorstandsvorsitzender der PNO. „Ähnlich wie USB im Büro nicht mehr wegzudenken ist, ermöglicht Omlox weltweit den Austausch von Ortungsdaten verschiedener Ortungslösungen.“ In Omlox sieht Schneider zudem eine sehr gute Ergänzung zu den bestehenden, Industrie-4.0-gerichteten Entwicklungsaktivitäten der PI-Technologien von Profibus & Profinet International (PI).

Als Technologie ist und bleibt Omlox aber – wie auch IO-Link – von Profibus und Profinet unabhängig. Die Arbeitskreise werden daher in ihren Aktivitäten eigenständig operieren, können sich allerdings bei Bedarf der Erfahrung der existierenden Arbeitskreise bedienen. Vorteile der Angliederung an die PNO ergeben sich insbesondere aus der Nutzung der etablierten, weltweit vernetzten Strukturen sowie aus dem bewährten Regelwerk für die Arbeit der Gremien. Ein Logo auf entsprechenden Produkten soll den Anwendern künftig signalisieren, dass Omlox unterstützt wird.

Nutzung von Positionsdaten erhöht Transparenz

Positionsdaten können in der Fabrik mit Omlox zukünftig wesentlich breiter genutzt werden – und „vorhandene Insel-Lösungen lassen sich in ein zukunftssichereres und offenes Gesamtsystem überführen“, betont Dr. Matthias Jöst von der Heidelberg Mobil International GmbH in Heidelberg, der als Committee-Leiter für Omlox bei PI die Weiterentwicklung koordiniert. Für Thomas Schneider, Entwicklungsgeschäftsführer bei Trumpf Werkzeugmaschinen wird auf diese Weise die Nutzung digitaler Anwendungen vereinfacht – „insbesondere die Logistik profitiert enorm und sorgt für Effizienzgewinne in der Fertigung“.

Robuste Technik für den Indoor-Einsatz

Aus technischer Sicht ist der mit Omlox einfach zu realisierende, kombinierte Einsatz verschiedener Ortungstechnologien zu begrüßen. Um Distanzen auch in Fabrikhallen zentimetergenau bestimmen zu können, müssen die Ortungslösungen unter anderem mit Metall zurechtkommen, das die Funkwellen ablenkt. Ultrabreitband (UWB) hat sich hier als besonders robuste Funktechnologie etabliert. Erst eine solch robuste Technik ermöglicht die effiziente Steuerung fahrerlose Transportsysteme oder Drohnen. Je einfacher und sicherer sich ihre Position im Raum berechnen lässt, desto einfacher ist die Navigation. Omlox ermöglicht hier ein Plug-and-Play analog der USB-Technologie.

Zu den Initiatoren von Omlox zählen die Softwareanbieter und IT-Dienstleister GFT, T-Systems und AWS, die Anbieter sensorbasierter Lösungen Sick und Pepperl+Fuchs, das Forschungsinstitut CEA Leti, der Anbieter für Indoor-Navigationsdienste Heidelberg Mobil und der Lokalisierungsanbieter BeSpoon. Mittlerweile unterstützen rund 60 Unternehmen das Vorhaben.

Details zur Technologie des Standards Omlox:
hier.pro/YrXg9

Kontakt:
Profibus Nutzerorganisation e.V.
Haid-und-Neu-Straße 7
76131 Karlsruhe
Tel. +49 721 9658-590
info@profibus.com
www.omlox.com


Unterstützer

Weltweite Nutzung als Ziel

Zu den inzwischen rund 60, den Standard Omlox unterstützenden Industriepartnern gehören Unternehmen aus ganz Europa, Asien und den USA. Das unterstützt das Ziel der Initiatoren, Industriekunden den Einsatz von Hard- und Software verschiedener Hersteller zu erleichtern.

Intensiv wurde die Entwicklung von den folgenden Unternehmen unterstützt:

  • Trumpf (Werkzeugmaschinen, Lasertechnik)
  • BeSpoon (UWB Lokalisierungsanbieter)
  • GFT (IT-Dienstleister und Softwareanbieter)
  • AWS (globaler Cloud Computing Anbieter)
  • T-Systems (herstellerübergreifender Digitaldienstleister)
  • Sick (Anbieter sensorbasierter Lösungen)
  • Pepperl+Fuchs (Explosionsschutz und industrielle Sensoren)
  • CEA Leti (Forschungsinstitut)
  • Heidelberg Mobil (Software für ortsbasierte-Dienste in Gebäuden)
  • WZL Aachen GmbH – Geschäftsbereich Automatisierung (Entwicklungs- und Applikationsunterstützung)
  • BridgingIT (Technologie- und Unternehmensberatung)
  • Squadrone System (Hersteller für Industriedrohnen)
  • Xetics (Smart Factory Software)
  • Zigpos (Lokalisierungsanbieter)
  • Swan (Projekthaus für SAP-Logistik)
  • Naise (Indoornavigationsanbieter für fahrerlose Transportsysteme)
  • Cleanfix (Reinigungsmaschinenanbieter)
  • Weptech (Systemhaus für Entwicklung und Fertigung mit Schwerpunkt wireless connectivity)
  • Siemens (Digital Industries)

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