Digitalisierung

TAE-Vorstand Schollenberger will dynamischere Weiterbildung

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Werner Schollenberger, M.Sc., Vorstand, Technische Akademie Esslingen (TAE) Bild: TAE
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Industrie 4.0 oder vielmehr die Digitalisierung im Ganzen fordern auch neue Weiterbildungskonzepte. Aufbauend auf seiner langjährigen Industrieerfahrung will Werner Schollenberger, Vorstand der Technischen Akademie Esslingen (TAE), noch intensiver auf die Bedürfnisse von Mitarbeitern und Unternehmensleitungen eingehen. Seine Devise lautet: Zuhören und dynamisch das bewährte Angebot anpassen.

Interview: Michael Corban, Chefredakteur KEM Konstruktion

KEM Konstruktion: Herr Schollenberger, viele Unternehmen erkennen inzwischen das disruptive Potenzial der Digitalisierung. Kann das über lange Jahre gewachsene Weiterbildungsangebot der TAE damit Schritt halten?

Werner Schollenberger: Auf alle Fälle – indem wir natürlich das bewährte Programm in Feldern wie Automatisierung, Elektrotechnik und Maschinenbau beibehalten, uns gleichzeitig aber eine ganzheitliche Sichtweise erarbeiten und unser Angebot agiler, flexibler und modularer gestalten. Wir wollen unsere Kunden dabei unterstützen, einen großen Schritt vom Ingenieur 2.0 zum Ingenieur 4.0 zu machen – das erfordert insbesondere, den Blick ‚über den Tellerrand‘ zu wagen und zu erkennen, dass ein moderner Systementwurf mehr als die Summe der Einzelteile ist und das disziplinübergreifende Arbeiten und Denken voraussetzt. An dieser Stelle muss und kann das Angebot der TAE übrigens deutlich über die teilweise sehr guten Angebote einzelner Unternehmen hinausgehen. Verständlicherweise steht dabei ja häufig ein konkretes Produkt im Fokus – Digitalisierung geht aber weit über die einzelne Komponente hinaus. Schlagworte wie Agilität und Design Thinking beschreiben dies gut, müssen aber mit Leben gefüllt werden.

KEM Konstruktion: Vorreiter hinsichtlich solcher Methoden ist sicherlich die Softwareindustrie, in der die Projektziele permanent angepasst werden – wie führen Sie gestandene Elektrotechniker und Maschinenbauer an diese Themen heran?

Schollenberger: Indem wir das ‚miteinander Entwickeln‘ in den Vordergrund stellen – und damit übrigens auch verdeutlichen, dass weiterhin der Mensch im Mittelpunkt steht und nur er die Herausforderungen der Digitalisierung meistern kann. Konkret geht es zunächst darum, jeden einzelnen Teilnehmer abzuholen, aufbauend auf seinem individuellen Wissensstand. Zuhören ist hier entscheidend! Darauf aufbauend können wir dann dynamisch unser bewährtes Angebot anpassen – man könnte auch sagen: agiler gestalten. Wichtig ist zudem, Menschen und Unternehmen an das multidisziplinäre Arbeiten im Team heranzuführen. Schwierigkeiten tauchen hier auch an Stellen auf, an denen man sie nicht erwartet. So ist etwa im Bereich der kollaborativen Robotik klar, dass Mechanik, Elektrotechnik und Software Hand in Hand arbeiten müssen – was häufig fehlt, ist erstaunlicherweise in allen Disziplinen das Wissen über die Robotik. Sind die Ziele definiert, sind deswegen auch Hands-on-Elemente sehr hilfreich. Dazu spielen wir den Ball zurück in die Teams und lassen sie – wiederum miteinander! – die Aufgabe lösen. Das Deligieren von Aufgaben macht dagegen keinen Sinn.

KEM Konstruktion: Lassen Sie uns noch kurz klären, an welcher Stelle wir den Ingenieur 3.0 übersprungen haben – Ihr Motto ist ja der Sprung von 2.0 zu 4.0?

Schollenberger: Lassen Sie es mich so formulieren – das ist teilweise dem Slogan geschuldet, gleichzeitig aber auch ein Signal, dass nicht jeder 50jährige da ist, wo er sein könnte; die Weiterbildung also etwas ‚hinkt‘. Um dies aber noch einmal klar zu formulieren: In allen Berufen und in jeder Altersklasse verändert sich das Umfeld rasant – für ‚alle‘ bleibt deswegen die dynamische Weiterbildung das Mittel der Wahl, um ‚dran‘ zu bleiben und den Wandel mitzugestalten. Die TAE bietet sich hier als Partner an, indem auch sie ihr bewährtes Angebot ebenso dynamisch weiterentwickelt!

www.tae.de

Direkt zum Angebot der TAE im Bereich Digitalisierung:

hier.pro/g81S9

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