Startseite » Allgemein »

Digitalisierung der Arbeitswelt

„Global Evolving Workforce“
Digitalisierung der Arbeitswelt

Anzeige
Dell und Intel haben die Ergebnisse ihrer Studie „Global Evolving Workforce“ vorgestellt. Sie untersucht die aktuellen Trends in der Arbeitswelt vor dem Hintergrund der technologischen Entwicklung. Im Rahmen der Umfrage wurden fast 5 000 Mitarbeiter von Unternehmen in zwölf Ländern befragt. Die Ergebnisse der Studie ,,Global Evolving Workforce“ umfassen zahlreiche Informationen für Unternehmer, IT-Manager und Personalfachkräfte vor allem für die Rekrutierung, Förderung und Bindung von Mitarbeitern.

Der Autor: Michael Rufer, Pressesprecher bei Dell , Frankfurt am Main

Wo und wann auch immer sie arbeiten, verwenden Mitarbeiter heute meist mehrere Geräte statt nur einem. Die Hälfte der Desktop-Anwender arbeitet auch mit anderen Geräten, und diejenigen, die für die Arbeit entweder ein Tablet oder ein 2-in-1-Notebook benutzen, verwenden diese stets in Verbindung mit weiteren Devices. Der Einsatz von Tablets und 2-in-1-Systemen nimmt zu. Das sind Ergebnisse einer aktuellen Studie ,,Global Evolving Workforce“ von Dell und Intel. Sie identifiziert eine Reihe von Trends , die zeigen, wo und wie Mitarbeiter die Auswirkungen digitaler Technologien auf das persönliche und berufliche Leben sehen. Außerdem werden Vorhersagen über die weitere Entwicklung der Automatisierung getroffen. Grundsätzlich erwarten Mitarbeiter von ihren Arbeitsgeräten vor allem Performance; für 81 % der Befragten ist sie das wichtigste oder zweitwichtigste Kriterium (in Deutschland 74 %).
Das Büro bleibt der zentrale Arbeitsplatz
Der Ort, an dem gearbeitet wird, hat ebenfalls Einfluss auf die Art der verwendeten Geräte. Für 62 % der Mitarbeiter ist der Desktop-PC das wichtigste Gerät am Arbeitsplatz (in Deutschland 66 %). Wird aber zu Hause gearbeitet, sind Laptops genauso oft wie Desktops im Einsatz. Für private Zwecke bevorzugen die Mitarbeiter mobile Systeme, beispielsweise Notebooks, Tablets oder 2-in-1-Geräte.
Mitarbeiter arbeiten zwar an verschiedenen Orten, dennoch bleibt das Büro der primäre Ort der Arbeit. 97 % der Angestellten verbringen zumindest einige Zeit im Büro (Deutschland 95 %). Weltweit gaben 35 % der Befragten an, im Durchschnitt zwei Stunden pro Woche an öffentlichen Orten zu arbeiten. Außerdem arbeiten Mitarbeiter durchschnittlich vier Stunden pro Woche an externen Standorten, beispielsweise im Büro von Kunden. Weitere fünf Stunden pro Woche arbeiten sie von zu Hause aus und 29 Stunden pro Woche im Büro.
Allerdings sind im Büro Ablenkungen ein Thema. Im Innendienst Beschäftigte meinten zwar, am besten in einem Büro an ihrem Schreibtisch arbeiten zu können (76 %), aber 48 % gaben an, dabei häufig unterbrochen zu werden (Deutschland 44 %). Fast 20 % tragen im Büro Kopfhörer (Deutschland 10 %), und der Anteil verdoppelt sich bei denjenigen, die sich häufig gestört fühlen. Das Büro scheint bei der Kommunikation jedoch keine Hilfe zu sein, denn 51 % der Mitarbeiter kommunizieren häufig per Instant Messaging oder E-Mail mit Kollegen, die sich physisch in ihrer Nähe befinden, anstatt direkt mit ihnen zu sprechen (Deutschland 39 %).
Produktivität von Büro- und Remote-Arbeitern
52 % der Befragten der Studie ,,Global Evolving Workforce“ glauben, dass Mitarbeiter im Home Office genauso produktiv oder sogar produktiver arbeiten als die Mitarbeiter im Büro (Deutschland 49 %). Von denjenigen, die tatsächlich zu Hause arbeiten, meint auch die Hälfte, hier produktiver sein zu können als im Büro (Deutschland 42 %).
Es gibt klare Vorteile für die Arbeit zu Hause: 30 % der im Home Office Tätigen sagen, sie bekommen mehr Schlaf (Deutschland 21 %), 40 % fahren weniger Auto (Deutschland 9 %) und 46 % empfinden weniger Stress (Deutschland 36 %). Aber es ist auch nicht alles rosig im Home Office: Auch hier gibt es Ablenkungen, beispielsweise durch Ehepartner, Kinder, Eltern und Haustiere. Für die Fitness ist das Home Office kein so guter Platz: 20 % der Mitarbeiter gaben an, dass sie, wenn sie von zu Hause aus arbeiten, weniger trainieren (Deutschland 12 %), und 38 % essen mehr nebenbei (Deutschland 34 %).
Arbeits- und Privatleben vermischen sich
Technische Innovationen erlauben es Mitarbeitern, flexibler zu entscheiden, wann und wo sie ihren beruflichen Verpflichtungen nachkommen. 64 % der Befragten nehmen zumindest hin und wieder außerhalb der Geschäftszeiten Arbeit mit nach Hause. Bei Arbeitnehmern in den Schwellenländern wird zunehmend erwartet, zu Hause erreichbar zu sein: 83 % von ihnen gaben an, dass sie zu Hause geschäftliche E-Mails lesen. Im Vergleich dazu sind es in den entwickelten Ländern 42 % und in Deutschland 38 %.
Führungskräfte verwischen die Grenzen zwischen Arbeit und Privatsphäre mehr als andere Arbeitnehmer. 64 % von ihnen geben an, private Technologie für die Arbeit zu nutzen, gegenüber 37 % bei anderen Arbeitnehmern. Allerdings nutzen 67 % der Führungskräfte während der Arbeit persönliche Apps oder Software oder besuchen privat Websites, während es bei anderen Arbeitnehmern nur 49 % sind.
Mehr als die Hälfte der Mitarbeiter verwendet derzeit private Geräte zu Arbeitszwecken beziehungsweise erwartet, dies künftig zu tun. 43 % der Befragten arbeiten mit privaten Geräten, ohne dass das Unternehmen davon weiß; Smartphones und Notebooks werden dabei am häufigsten verwendet.
Zufriedenheit von Mitarbeitern lässt sich beeinflussen
Jeder vierte Mitarbeiter gab an, dass er in Betracht ziehen würde, eine neue Position zu übernehmen, wenn dort Technologie zur Verfügung gestellt würde, die seinen Anforderungen entspricht (Deutschland 18 %). Vor allem Mitarbeiter in Führungspositionen und in Schwellenländern machen einen Verbleib beim aktuellen Arbeitgeber oder einen Wechsel von der Verfügbarkeit optimaler Technologie abhängig.
46 % der im Rahmen der Studie ,,Global Evolving Workforce“ befragten Arbeitnehmer gaben an, dass Technologie ihre Produktivität erhöht und sie in die Lage versetzt hat, schneller zu kommunizieren. Einige haben aber auch das Gefühl, dass sie durch Technologie in ihrer Produktivität und in ihrer Karriere behindert werden.
Weniger als die Hälfte der Mitarbeiter berichteten, dass die IT-Abteilung bei der Auswahl der Technologie ihre Meinungen berücksichtigt (in Deutschland 32 %). In den Schwellenländern haben die Befragten eher das Gefühl, Einfluss auf die Entscheidungen der IT zu haben.
Die Zukunft der Technologien am Arbeitsplatz wird optimistisch eingeschätzt
Im Allgemeinen sind die Mitarbeiter hinsichtlich der Zukunft des Technologieeinsatzes am Arbeitsplatz optimistisch, was sich im Rahmen der Studie ,,Global Evolving Workforce“ zeigt. Sie glauben, dass deren Weiterentwicklung Vorteile und neue Möglichkeiten für die Beschäftigten mit sich bringen wird. Sie glauben jedoch nicht, dass sich die Art und Weise, wie die Menschen arbeiten, grundlegend ändern wird. Sie nehmen beispielsweise an, dass in Zukunft die Spracherkennung die Tastatur verdrängen wird (92 %), dass Tablets die Notebooks vollständig ersetzen (87 %), dass alle Computer mit Gesten gesteuert werden (87 %) und dass Tastaturen und Mäuse generell obsolet werden (88 %).
Derartige Fortschritte werden den Menschen am Arbeitsplatz aber nicht ersetzen. So denken nur 34 % der im Rahmen der Studie ,,Global Evolving Workforce“ Befragten, dass ihre Arbeit noch zu ihren Lebzeiten in vollem Umfang automatisiert werden wird. In Deutschland sind nur 25 % dieser Auffassung.
Durch Veränderungen des Arbeitsplatzes werden Aufgaben vermehrt zu Hause, bei Kunden, im öffentlichen Raum oder in Verkehrsmitteln erledigt, so dass die Mobilität Priorität erhalten hat. Dabei spielen mobile Technologien und alternative Interfaces eine immer größere Rolle. Notebooks, Tablets, Mobiltelefone, 2-in-1-Computer, Thin Clients und Desktop-Virtualisierung haben für eine beispiellose Vielseitigkeit in der IT gesorgt.
Um die unterschiedlichen Bedürfnisse der Mitarbeiter besser zu verstehen und die richtigen Umgebungen und Technologien für ein produktives Arbeiten zur Verfügung zu stellen, sollten Führungskräfte, IT-Verantwortliche und Mitarbeiter der Personalabteilung daher auf folgende Punkte achten:
Passende Arbeitsumgebung: Für die jeweiligen Aufgaben sind geeignete Technologien bereitzustellen, was den Einsatz mehrerer Geräte umfassen kann:
  • Reibungsloser Zugang: Mitarbeiter brauchen heute problemlosen Zugriff auf Unternehmensdaten und -Anwendungen von jedem Gerät, überall und zu jeder Zeit;
  • Sicherheit: Es muss sichergestellt werden, dass nicht nur alle BYOD-Geräte bekannt und geschützt sind, sondern auch, dass die Benutzer und ihr Zugang zu Informationen verwaltet und gesichert werden;
  • Unterschiedliche Umgebungen: Mitarbeiter brauchen mehr Flexibilität, um zu entscheiden, wann und wo sie ihre beruflichen Verpflichtungen erfüllen; Arbeitgeber müssen entsprechende Werkzeuge für die bevorzugten Umgebungen zur Verfügung stellen. I
Anzeige
Emerson: Pneumatik 4.0

Smartenance

Pneumatik 4.0 bei Emerson im Überblick

Video

Erinnern Sie sich noch an Messen in den Zeiten vor dem Auftauchen des Coronavirus? Hier ein Rückblick auf die letzte SPS in Nürnberg...

Aktuelle Ausgabe
Titelbild KEM Konstruktion Entwicklung Management 4
Ausgabe
4.2021
LESEN
ABO
Newsletter

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Jetzt unseren Newsletter abonnieren

Kalender

Kalender

Aktuelle Termine für Konstrukteure

Webinare & Webcasts
Webinare

Technisches Wissen aus erster Hand

Whitepaper
Whitepaper

Hier finden Sie aktuelle Whitepaper

Top-Thema Spannvorrichtungen

Spannvorrichtungen

Alles über Spannvorrichtungen und welches Einsparungspotenzial sie bieten

Top-Thema Schaltschränke

Alle Infos über den Schaltschrankbau mit seinen Komponenten, Geräten und deren Verdrahtung

Anzeige
Anzeige

Industrie.de Infoservice
Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de