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Fernwartungsrouter sichern die Qualität in der Produktion

Service für die Lebensmittelindustrie

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In der vollautomatisierten Fertigung mit eng getakteten Prozessen und möglichst geringen Lagerbeständen ist Verfügbarkeit bares Geld. Kommt es irgendwo in der Kette zu Störungen, dann muss man schnell reagieren. Fernwartung leistet hier einen wertvollen Beitrag. Beim Lebensmittelhersteller Zeppelin Systems kommen die Fernwartungsrouter eWon Cosy von Wachendorff Prozesstechnik zum Einsatz.

Helmut Halmburger, Produktmanagement Industrielle Kommunikation, Wachendorff Prozesstechnik

Ob Nudeln, Salzstangen oder Weihnachtsplätzen – Grundlage all dieser Köstlichkeiten ist ein perfekter Teig, der in die richtige Form gebracht, gekocht oder gebacken wird. Im Gegensatz zur heimischen Küche reichen für die industrielle Fertigung Rührschüssel und Mixer bei Weitem nicht aus. Die richtige Dosierung der einzelnen Zutaten, ihre perfekte Durchmischung und die optimale Temperatur gelingen nur mit ausgefeilter Verfahrenstechnik und leistungsfähigen Steuerungen. Ein Unternehmen, das sich schon seit vielen Jahren mit der automatisierten Teigherstellung beschäftigt, ist die Zeppelin Systems, die an mehreren deutschen Standorten Engineering-Lösungen für die industrielle Fertigung von Mischerzeugnissen aller Art entwickelt.
Einer dieser Standorte ist Rödermark bei Frankfurt. Hier werden seit 130 Jahren Maschinen für die Backwarenherstellung gefertigt und auch heute macht dieser Bereich neben Anlagen für Milchprodukte oder Süßwaren einen Großteil der Aufträge aus. Aber auch im Non-Food-Bereich ist das Unternehmen zuhause. So entwickelt und baut Zeppelin Systems Anlagen für die Glasherstellung, Kunststoffherstellung und -verarbeitung, für die chemische Industrie und ebenso für die Gummi- und Reifenherstellung. „Letzten Endes geht es immer um das Einlagern und Fördern von Schüttgütern, das Mischen, Wiegen und Transportieren“, erklärt Eloy Martinez, der sich als Projektleiter am Standort Rödermark vorrangig um die Modernisierung von bestehenden Anlagen kümmert. In dieser Eigenschaft hat er mit Kunden aus der ganzen Welt zu tun.
Kunden in aller Welt
Zeit ist bei den meisten Anwendungen ein kritischer Faktor, denn vor allem im Foodbereich geht es um verderbliche Erzeugnisse. Kommt es zu einer Störung oder einem Stillstand der Anlage, dann könnte sich die Konsistenz so verändern, dass die Mischungen für den weiteren Prozess unbrauchbar werden oder sogar die Rohrleitungen verstopfen. Extrem ist diese Gefahr in der Glasindustrie – hier kann der Ofen nicht einfach abgefahren werden, denn das aushärtende Glas lässt sich dann nur noch mit großem Aufwand entfernen. Schneller Service ist darum für die Kunden von Zeppelin Systems oberstes Gebot. Kein Wunder, dass man darum heute auf zuverlässige und leistungsfähige Fernwartungssysteme setzt.
„Wir hatten anfangs mehrere Geräte und Systeme getestet“, erzählt der Projektleiter. Das Rennen macht seitdem der Fernwartungsrouter eWon Cosy von Wachendorff Prozesstechnik: „Die Funktionalität war hier einfach die Beste“, führt Martinez aus. Der große Vorteil: „Man beim Kunden weder an der SPS noch am Firmennetzwerk etwas ändern.“ Ganz unterschiedliche eWon-Router finden sich im Wachendorff-Portfolio, sodass Martinez hier immer die passende Variante wählen kann. Oft reicht schon das Einstiegsmodell eWon Cosy 141, das mit Vierfach-Switch und MPI/Profibus onboard bereits alle wichtigen Funktionen mitbringt. Dort, wo keine Internetverbindung zur Verfügung steht, nutzt Martinez den Router eWon Cosy 131, um über Mobilfunk die erforderlichen Daten austauschen.
Fernzugriff bei Bedarf freigeben
Obwohl zu jeder Anlage von Zeppelin die Fernwartungsmöglichkeit über eWon angeboten wird, gibt es gelegentlich Vorbehalte seitens der Kunden. Gerade große Konzerne haben manchmal Angst um ihre Rezepturen und möchten sich gar nicht nach außen öffnen. Sie nehmen lieber Zeitverluste in Kauf und lassen bei Bedarf einen Techniker anreisen. Wieder andere möchten nur im Notfall den Datenaustausch ermöglichen. Für diese Anwender bieten die Router die Möglichkeit, einen Schlüsselschalter an der Anlage anzubringen. Der Kunde kann dann den Fernzugriff nach Bedarf freigeben und behält somit die vollständige Kontrolle. Für eine höhere Akzeptanz der Fernwartung sorgt nach Erfahrung von Martinez vor allem das Sicherheitskonzept der eWon-Router, die mit OpenVPN-Technologie und hohen Authentifizierungs-/Verschlüsselungsstandards (SSL/TLS RSA-2048, HMAC-SHA1) aktuelle Anforderungen erfüllen. Die Art des Zugriffs auf die an den Router angeschlossenen Geräte kann detailliert definiert werden. Das Serviceportal Talk2M bietet zusätzlich die Möglichkeit einer zentralen Benutzer- und Geräteverwaltung. Über Talk2M werden auch alle Zugriffe dokumentiert – der Anlagen-/Maschinenbetreiber kann also zu 100 % nachvollziehen, welcher Benutzer wann Zugriff hatte. „In den ersten Jahren hat die kostenfreie Version von Talk2M, also Talk2M Free+, für uns völlig ausgereicht“, erzählt Martinez. Allerdings hat das Unternehmen jetzt auf die leistungsfähigere Pro-Version umgestellt. „Wir haben inzwischen so viele Anlagen und Mitarbeiter, dass wir mehrere, manchmal auch gleichzeitige Zugänge benötigen“, erklärt er das Upgrade.
Vorteile der Fernwartung
Bestehen Endkunden auf eigenen Systemen statt auf eWon-Routern in Verbindung mit Talk2M, dann läuft das leider nicht immer reibungslos: „Manche haben bereits eigene proprietäre Lösungen im Haus, die auch wir für den Fernzugriff auf unsere Anlagen verwenden sollen“, erklärt Eloy Martinez. „Das ist aus Sicht des Kunden einfacher und wir folgen diesem Wunsch. Allerdings blockieren sich diese Systeme manchmal gegenseitig. Das fällt im Netzwerk des Kunden nicht auf. Wenn unser Service aber Anlagen unterschied-licher Kunden über denselben Server betreut, dann kann es sein, dass der Datenaustausch mit einzelnen Anlagen verhindert wird“.
Gelöst hat der Projektleiter das über eine aufwändige virtuelle Serverlandschaft. 48 virtuelle Maschinen dienen dazu, die Anlagen der Kunden über unterschiedliche VPN-Clients zu erreichen, sodass sich die verschiedenen Systeme nicht mehr in die Quere kommen. „Würden alle Endkunden die eWon-Router nutzen, dann wäre das Handling einfacher“, lacht Martinez. Manchmal wünschen Kunden zunächst keine Fernwartung – wenn dann aber ein akutes Problem auftritt, ändern sie ihre Meinung. „Wir haben schon einen eWon-Router per Express um die halbe Welt geschickt“, berichtet Eloy Martinez. Fernwartungsrouter von Wachendorff sind einfach zu installieren und zu parametrieren ist, sodass das auch der Betriebselektriker des Kunden erledigen kann. eWon-Router werden auch weiterhin zu jeder Anlage von Zeppelin Systems mit angeboten und immer mehr Kunden erkennen, wie vielfältig die Vorteile sind. ge
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