Heraeus Noblelight Infrarotsystem

Strahler vereinfachen Polymerbeschichtung

Polymerbeschichtung
Bild: Heraeus Noblelight
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Ein Infrarotsystem von Heraeus Noblelight hat die Energiekosten bei der Beschichtung von Karton für Lebensmittelverpackungen im Werk Stroud der Olympic Varnish Company Ltd. drastisch gesenkt. Zusätzlich konnte der der Ausschuss reduziert werden, der bisher durch unvorhergesehene Bandstopps entstand war. Olympic Varnish beschichtet eine Vielzahl von Verpackungen für Lebensmittel, von Sandwiches, Kuchen und Backwaren, bis hin zu Fisch und Pizza. Dabei werden Polymerbeschichtungen so aufgebracht, dass sie als Doppelbarriere fungieren. Sie verhindern einerseits, dass von außen etwas eindringt und andererseits das Auslaufen von Fett oder Flüssigkeiten aus dem Inneren.

Die Beschichtungslinie im Werk Stroud verfügt über drei Beschichtungsstationen, in denen die Polymerschichten und, falls nötig, auch zusätzlicher Farbdekor aufgetragen werden. Es ist wichtig, dass der Karton nach jeder Beschichtung getrocknet wird. Früher wurde dies mit dampfbeheizten Heißlufttrocknern in der Beschichtungslinie durchgeführt. Das war jedoch energieintensiv, da die Trockner während jedes Arbeitsschrittes auf Temperatur gehalten werden mussten. Bei einem ungeplanten Bandstillstand verursachte die Heißluft so Hitzeschäden an allen Kartons, die sich dann in den Trocknern befanden.

Infrarotwärme erwies sich als Lösung. Drei mittelwellige Infrarot-Module wurden vor den bestehenden Trocknern installiert. Diese mussten nicht entfernt werden, sie werden jetzt allerdings nur noch mit unbeheizter Luft aus der Umgebung versorgt. Das neue IR-Trocknungssystem bietet mehr Flexibilität bei der Beschichtung, da die IR-Heizelemente schnell ein- und ausgeschaltet werden können. Dadurch sind die Energiekosten deutlich gesunken. Die Energiemenge lässt sich anpassen, da die IR-Module normalerweise zwischen 30 und 60 % der vollen Leistung laufen, je nach der Art des Kartons und dem Gewicht der Beschichtung. Darüber hinaus wurde ein System installiert, das einen Kartonstau auf dem Band erkennt und die Heizgeräte schnell abschaltet.

Infrarotstrahler bieten den Vorteil, Wärme zielgerichtet anwendbar zu machen: Wärme nur dort, wo sie gebraucht wird und nur solange sie für den Prozess nötig ist. Die Energieübertragung erfolgt kontaktfrei, anders als mit einer Heißdampfanlage, in der Übertragungsmedien wie Dampf und Luft benötigt werden. Infrarotmodule sind kompakt gebaut, sodass sie leicht in bestehende Anlagen integriert werden können, um dort als Booster zu fungieren. Durch die Möglichkeit, Infrarotstrahler schnell an- oder auszuschalten, wird Energie effizient eingesetzt, Zeit gespart und letzten Endes werden die Produktionskosten gesenkt. Heraeus Noblelight bietet die gesamte Palette der Infrarotstrahlung vom nahen Infrarot NIR bis zur mittelwelligen Carbon Technologie CIR, führt Versuche mit den Materialien durch und berät bei der Auswahl der optimalen Strahler für den jeweiligen Prozess. bec

www.heraeus-noblelight.com

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