Einfaches Lamellenwechselsystem Deprag Schulz reduziert Wartungsaufwand am Druckluftmotor – KEM
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Deprag Schulz reduziert Wartungsaufwand am Druckluftmotor

Einfaches Lamellenwechselsystem
Deprag Schulz reduziert Wartungsaufwand am Druckluftmotor

Druckluftmotor Deprag Schulz lamellen
Deprag Schulz hat den Basic Line Druckluftmotor mit QuickVChange Lamellenwechselsystem entwickelt Bild: Deprag Schulz
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Die Ingenieure der Deprag Schulz GmbH u. Co., Amberg, haben den Basic Line Druckluftlamellenmotor mit dem QuickVChange Lamellenwechselsystem entwickelt, durch das Wartungszeit eingespart wird.

Inhaltsverzeichnis

1. Regelung von Druckluftmotoren
2. Verschleiß der Lamellen im Druckluftmotor
3. Ölfreier Betrieb möglich
4. Anwendungsbereiche

 

Mittels Innensechskantschlüssel und Pinzette können abgenutzte Lamellen durch neue ersetzt werden. Längere Stillstandszeiten der Anlage sind ausgeschlossen, da der Lamellenwechsel ohne Demontage direkt an der Maschine erfolgen kann.

Regelung von Druckluftmotoren

Druckluftmotoren sind einfach zu regeln und finden bezüglich ihrer vielfältigen Eigenschaften ein breites Einsatzspektrum. Der genannte Lamellenmotor ist zudem durch die sich ändernde Drehzahl bei Lastveränderung gekennzeichnet. Liegt eine völlige Entlastung vor, arbeitet der Druckluftmotor im Leerlauf. Steht eine geringe Last entgegen, also ein geringes Drehmoment an der Motorspindel, liegt die Arbeitsdrehzahl des Motors nahe der Leerlaufdrehzahl – steigt das Drehmoment an, verringert sich die Arbeitsdrehzahl. Die maximale Leistung erreicht der Antriebsmotor bei 50 % der Leerlaufdrehzahl. In diesem Bereich arbeitet er besonders energieeffizient.

Je nach Anwendung lässt sich die Drehzahl durch die Regelung der Luftmenge entsprechend durch Zu- oder Abluftdrosselung verringern. Bei der Abluftdrosselung reduziert sich die Drehzahl ohne die Leistung bzw. das Drehmoment des Pneumatikantriebs nennenswert herabzusetzen. Die Drosselung der Zuluft hingegen wird verwendet, um neben der Drehzahl zusätzlich die Leistung bzw. das Drehmoment zu reduzieren.

Die Drehzahl lässt sich aber auch über den Betriebsdruck regulieren. Die technischen Daten der Druckluftmotoren basieren auf einem Betriebsdruck von 6 bar. Jeder dieser Motoren kann beliebig zwischen 4 und 6,3 bar eingesetzt werden, um die Leistungsstärke entsprechend an die jeweilige Anwendung anzupassen. Die Herabsetzung des Betriebsdrucks um 1 bar bewirkt eine Drehmomentreduzierung um 17 %. Wird der Druckluftmotor bei 4 bar betrieben, reduziert sich das Drehmoment um 33 %. Dreht der Luftmotor zu schnell oder ist zu leistungsstark, dann kann durch die Veränderung der Luftmenge, des Betriebsdrucks oder einer Kombination aus beiden die Drehzahl angepasst werden. Soll der Motor bei einem niedrigeren Betriebsdruck betrieben werden, empfiehlt sich der Einsatz von Zwangsanlauflamellen.

Der Druckluftmotor ist zudem umsteuerbar und somit für Links- oder Rechtslauf geeignet.

Verschleiß der Lamellen im Druckluftmotor

Die Abnutzung der Lamellen resultiert hauptsächlich aus dem Arbeitsprinzip des Motors: der im exzentrischen Zylinder umlaufende Rotor wird in Bewegung gesetzt. Die Lamellen, die sich in den Schlitzen des Rotors befinden, werden mittels Fliehkraft an die Wand des Rotorzylinders gepresst, die Arbeitskammern gebildet und gegeneinander abgedichtet. Durch die Expansion der verdichteten Zuluft wird die Druckenergie in kinetische Energie umgewandelt und der Motor dreht. Zwischen den Lamellen und der Rotorzylinderwand entsteht Reibung – die Lamellen verschleißen nach längerem Betrieb.

Ölfreier Betrieb möglich

Ein ölnebelgeschmierter Betrieb verbessert grundsätzlich auch die Gesamtlebensdauer von Druckluftmotoren. Das Optimum bezüglich Leistung und Lebensdauer wird bei 1–2 Tropfen Öl auf 1m³ Luftverbrauch erreicht. Die Qualität der Zuluft sollte der Norm ISO 8573–1 entsprechen. Dennoch können alle Basic Line Motoren auch ölfrei betrieben werden. Neben kürzeren Wartungsintervallen ist bei der Auslegung des Druckluftmotors eine 10–20 %ige Leistungsminderung mit einzuberechnen.

Anwendungsbereiche

Für Anwendungen im explosionsgeschützten Bereich ist der Druckluftmotor durch seine Wirkungsweise prädestiniert: die Entspannung der Druckluft kühlt die Reibungswärme ab – eine Überhitzung und somit das Zünden von Gasen ist ausgeschlossen. Gemäß Richtlinie DIN EN ISO 80079–36:2016 muss dennoch die Eignung des Druckluftmotors für den Einsatz im explosionsgefährdeten Bereich nachgewiesen werden. Die Baumusterprüfbescheinigung einer unabhängigen Prüfstelle versichert dem Anwender den unbedenklichen Einsatz der Baureihe BASIC LINE nach ATEX II 2G Ex h IIC T4 Gb X und ATEX II 2D Ex h IIIC T130 °C Db X.

Die Baureihe ist in den Leistungsklassen 200 W, 400 W, 600 W, 900 W und 1,2 kW in einem großen Drehzahlbereich erhältlich. Alle Basic Line Druckluftmotoren sind mit einer Passfederwelle ausgestattet. eve

Kontakt
Deprag Schulz GmbH u. CO.
Carl-Schulz-Platz 1 | 92224 Amberg
Tel.: +49 9621 371–0
E-Mail: info@deprag.de
Website: www.deprag.com

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