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IMD-Dekoration von Spritzguss wird individualisierbar

Leonhard Kurz auf der Fakuma 2021
Spritzguss verändert sich wie ein Chamäleon

Für die Fakuma 2021 kündigt Leonhard Kurz eine kleine Sensation an: direkt im Spritzgießprozess mit „IMD“ dekorierte Teile, die sich nachträglich individualisieren lassen. Diese Lösung ist für das Massenfertigungsverfahren neu und eröffnet wirtschaftliche wie auch designerische Vorteile. Live zu sehen in Messehalle A4, Stand 4122.

Leonhard Kurz zögert nicht, die neue Oberflächenlösung selbstbewusst als disruptiv anzukündigen. Unter dem Motto „Making every product unique“ will der Spezialist für Deko- und Funktionsschichten seine Innovation „IMD Unify“ live auf der Messe vom 12. bis 16. Oktober in Friedrichshafen vorführen. Damit angesprochen werden so unterschiedliche Branchen wie Automotive, Consumer Electronics und Home Appliances. Worum es geht: Die direkt im Spritzguss durch „In-Mold Decoration“ (IMD) veredelten Kunststoffteile lassen sich nachträglich mit „exzellenter Haftung und Langlebigkeit“ überdrucken.

Personalisierte Kleinstserien werden möglich

Das ist nicht selbstverständlich. „UV-Digitaldruckfarben haften auf einer herkömmlichen IMD-Postcure-Oberfläche nicht gut, was die nachträgliche Individualisierung von Produkten bislang sehr erschwert hat“, erklärt Nikolas Wagner, Head of Business Area Plastic Decoration. „Mit IMD Unify gehört dieses Problem der Vergangenheit an. Die neue Premium-Dekoration macht nun auch Klein- und Kleinstserien sowie die Personalisierung von Bauteilen für unsere Kunden wirtschaftlich.“ Das Geheimnis hinter der Entwicklung ist laut Wagner eine zusätzliche Ausstattung der IMD-Premium-Oberfläche, die ihr die besondere Eignung für den UV-Inkjet verleiht.

Auch Touch-Bedienoberflächen individualisierbar

Nicht nur in der Unterhaltungselektronik- und der Haushaltsgeräteindustrie sieht Wagner ein großes Potenzial für IMD Unify, für das ein Patent angemeldet ist. Der Trend gehe zunehmend zu smarten Geräten mit Touchbedienung und personalisiertem Design mit nahtlosen Oberflächen und ohne mechanische Tasten oder Schalter. IMD Unify bediene diese Trends: Besonders im Automotive-Bereich sei eine effiziente Individualisierung von Serien und Unikaten mehr denn je gefragt.

Die Kombination mit Backlighting und Shy-Tech-Effekten lasse sich dabei gleichermaßen realisieren wie der Einsatz von Touchsensoren in unterschiedlichen Integrationsvarianten – zum Beispiel durch Functional Foil Bonding oder Functional In-Mold-Labeling. Auch vollflächige Dekorationen können so abgebildet werden, erklärt Nikolas Wagner. Selbst eine 3D-Verformung von Bauteilen stelle in der Regel kein Problem dar. „Alles, was mit dem herkömmlichen IMD-Verfahren möglich ist, können wir auch mit IMD Unify umsetzen.“

Nachhaltigkeit inklusive

Gleichzeitig trägt die neue Veredelungsoption auch dem Nachhaltigkeitsstreben Rechnung. So ist die In-Mold-Dekoration einerseits per se effizienter und nachhaltiger als bisherige Verfahren, weil sie die Produktionsschritte Spritzguss und Dekoration in nur einer Bearbeitungsphase vereint. Zugleich leistet die neue Variante der Oberflächendekoration durch ihre verbesserte Haftung und Beständigkeit des Überdrucks einen Beitrag zur Langlebigkeit der Produkte. Außerdem, so wird bei Leonhard Kurz versichert, hat die Premium-Dekoration IMD Unify keinerlei Auswirkungen auf die Recyclingfähigkeit der Bauteile, die dem Kreislauf deshalb problemlos wieder zugeführt werden könnten.

Live auf der Messe zu sehen

Auf der Fakuma veranschaulicht Leonhard Kurz die Möglichkeiten der neuen Oberflächendekoration an einer Hybridmaschine des Tochterunternehmens Baier, die den Digitaldruck und das Heißprägen vereint. Gezeigt wird hier beispielhaft die nachträgliche Veredelung einer 3D-geformten automobilen Türzierleiste sowie die Individualisierung einer Waschmaschinenblende durch Digitalüberdruckung live am Stand.

Ljubisa Drinic, Geschäftsführer der Baier Maschinenfabrik: „Wir freuen uns, den Messebesuchern direkt vor Augen führen zu können, wie wir mit IMD Unify eine Endperformance des Bauteils erzielen, die in unseren Kernmärkten bislang beispiellos ist.“ Der Wechsel von Dekoren und Bauteilen in der Maschine lasse sich dabei sehr schnell realisieren. Auch das soll live gezeigt werden. (os)

Leonhard Kurz Stiftung & Co. KG
Schwabacher Str. 482
90763 Fürth
Tel.: +49 911 7141–0
www.plastic-decoration.com

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