Startseite » Digitalisierung »

FabOS ist ein ein offenes, verteiltes, echtzeitfähiges und sicheres Betriebssystem für die Produktion

Heterogene Systemlandschaften verwalten
Fraunhofer IPA entwickelt Betriebssystem FabOS mit

Betriebssystem_FabOS,_Blick_in_Produktion
Die IT-Landschaft in der Produktion setzt sich häufig aus Systemen verschiedener Anbieter zusammen und ist schwierig zu verwalten. Mit dem Betriebssystem FabOS lässt sich ungenutztes Potenzial ausschöpfen. Bild: Studio Dagdagaz/stock.adobe.com

An 26 Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Unternehmen entsteht derzeit ein offenes, verteiltes, echtzeitfähiges und sicheres Betriebssystem für die Produktion namens FabOS. Das Betriebssystem beinhaltet ein Service Lifecycle Management, über das sich heterogene Systemlandschaften zentral und teilautomatisiert verwalten lassen. Dadurch verbessert sich beispielsweise die Ausführungsqualität von Software-Services, weil das Service Lifecycle Management die Anforderungen und Ressourcenfähigkeiten aufeinander abstimmt.

Matthias Schneider und Benjamin Götz von der Abteilung Digitale Werkzeuge in der Produktion am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA koordinieren das Forschungsprojekt, das im Rahmen des Innovationswettbewerbs »Künstliche Intelligenz als Treiber für volkswirtschaftlich relevante Ökosysteme« des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert wird. Ihre Projektpartnerinnen und -partner steuern acht weitere Exponate bei, die unterschiedliche Teilaspekte dieses offenen, verteilten, echtzeitfähigen und sicheren Betriebssystems für die Produktion vorstellen. Darunter

  • ein Demonstrator, der Geräte mit heterogenen Kommunikationsschnittstellen durch OPC-UA zusammengeführt, sie in ein echtzeitfähiges Netzwerk einbindet und die Echtzeitfähigkeit anhand einer Motion-Control-Anwendung demonstriert. Das reduziert den Aufwand bei der Integration neuer Geräte und erhöht die Flexibilität bei der Auswahl der Systemkomponenten.
  • ein Demonstrator, der selbstständig Freiformteile erkennt. Ein Algorithmus gleicht Bauteile, mit denen er teilweise zum ersten Mal konfrontiert wird, mit hinterlegten Bauplänen ab. Er muss also nicht für jedes neue Bauteil eigens trainiert werden.
  • ein Demonstrator, der sich auf die Interaktion verschiedener netzwerkfähiger Geräte und Maschinen fokussiert. Er zeigt erste Ansätze für die Datengenerierung und den Informationsfluss in einer Prozesskette mit dezentralen Sensorsystemen und Computerressourcen sowie unterschiedlichen Visualisierungstechnologien.

Besonders der letztgenannte Demonstrator zeigt, dass der breite Einsatz von Künstlicher Intelligenz überhaupt erst durch die konsequente Integration von Geräten und die Vereinheitlichung ihrer Datenmodelle über Systemgrenzen hinweg mit FabOS möglich wird.

Die IT-Landschaft in der Produktion setzt sich in vielen Fällen aus Systemen ganz verschiedener Anbieter zusammen und ist dementsprechend schwierig zu verwalten. Genau deshalb sind auch die vorhandenen Rechen- und Speicherressourcen oft nicht voll ausgelastet oder liegen sogar brach. Mit FabOS lässt sich dieses ungenutzte Potenzial voll ausschöpfen. (eve)

Hannover Messe 2022: Halle 5, Stand F54



Hier finden Sie mehr über:
Systems Engineering im Fokus

Ingenieure bei der Teambesprechung

Mechanik, Elektrik und Software im Griff

Video

Mitfahrt in einem Testfahrzeug für das Autonome Fahren...

Aktuelle Ausgabe
Titelbild KEM Konstruktion Entwicklung Management 6
Ausgabe
6.2022
LESEN
ABO
Newsletter

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Jetzt unseren Newsletter abonnieren

Webinare & Webcasts
Webinare

Technisches Wissen aus erster Hand

Whitepaper
Whitepaper

Hier finden Sie aktuelle Whitepaper

Top-Thema Spannvorrichtungen

Spannvorrichtungen

Alles über Spannvorrichtungen und welches Einsparungspotenzial sie bieten


Industrie.de Infoservice
Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de