Sicherheitsschalter und -zuhaltungen für den sicheren Betrieb der Maschine

Wahlmöglichkeiten nutzen

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Mechanisch oder berührungslos? Schalten oder auch zuhalten? Das sind zwei von vielen Fragen, die sich der Konstrukteur stellen muss, wenn er ein Schaltgerät für die Stellungsüberwachung einer Schutztür auswählt. Ständig wächst die Vielfalt der angebotenen Systeme, Geräte und Wirkprinzipien.

Exklusiv in KEM Der Autor: Christian Heller, Leiter Produktmanagement, K.A. Schmersal GmbH & Co. KG, Wuppertal

Es gibt viele Möglichkeiten, die Stellung von Schutztüren an Gefahrenbereichen zu überwachen. Neben den „guten alten“ Sicherheitsschaltern mit getrenntem Betätiger und den ebenfalls altbekannten Positionsschaltern mit Sicherheitsfunktion kann sich der Konstrukteur z.B. für berührungslos wirkende Sicherheitssensoren entscheiden, die in verschiedensten Bauformen angeboten werden. Oder er verlagert die Überwachungsfunktion ins Scharnier und vereinfacht damit die Montage der Sicherheitstechnik.
Im Trend: Berührungslos wirkende Sicherheitsschalter
Nach wie vor im Trend ist der Einsatz von berührungslos wirkenden Schaltgeräten, d. h. von Sicherheitssensoren. Sie bieten die Vorteile, dass sie dank glatter Oberflächen gut zu reinigen sind und sich vor allem bei kompakter, quaderförmiger Bauweise gut in die Umgebungskonstruktion integrieren lassen. Deshalb gehörte der Nahrungsmittelmaschinenbau zu den ersten Anwenderbranchen dieser Bauart von Sicherheits-Schaltgeräten, die kontinuierlich erweitert wird. Auf der SPS IPC Drives hat Schmersal mit dem RSS 260 eine neue Baureihe vorgestellt, die extrem kompakt gebaut und vielseitig einsetzbar ist. Durch verschiedene Targets lässt sie sich bestmöglich an die baulichen Gegebenheiten anpassen.
Als Alternative steht auch eine berührungslos wirkende Sicherheitszuhaltung zur Verfügung. Sie erzeugt die nötige Zuhaltekraft nicht mit einem mechanischen Riegel, sondern elektromagnetisch: ein elegantes Prinzip, das sich in der Praxis bewährt und sich ebenfalls durch eine einfache Montage auszeichnet. Bei einer Variante dieser Sicherheitszuhaltung mit der Bezeichnung MZM 100 kann der Anwender die Rastkraft, d. h. die nicht sicherheitsgerichtete Zuhaltekraft, einfach per Target einstellen.
Anfahren von drei Seiten
Dass es auch bei der Mechatronik immer noch neue Ideen und ganz neue Gerätebaureihen gibt, hat Schmersal schon im vergangenen Jahr gezeigt. Die Sicherheitszuhaltung AZM 300 nutzt ein neuartiges Zuhaltesystem in Form eines Drehkreuzes. Das schafft die Voraussetzung für ein universelles Anfahren von drei Seiten, sodass ein und dasselbe Modell an Drehtüren mit Links- und Rechtsanschlag sowie an Schiebetüren eingesetzt werden kann. Zudem lässt sich die Rastkraft durch Drehen des Kreuzes um 180o verstellen. Zusätzliche Anbauteile wie Türanschlag oder Rastelement entfallen, da diese Funktionen in die Zuhaltung integriert wurden.
Codierung mit RFID-Technologie
Ähnlich wie beim MZM 100 lässt sich die Rastkraft des AZM 300 an die Wünsche des Anwenders anpassen. Beiden Sicherheits-Schaltgeräten gemeinsam ist auch die Auswahlmöglichkeit zwischen drei Arten der Codierung von Schaltgerät und Betätiger. In der Grundversion akzeptiert der Sensor jedes geeignete Target. Eine zweite Ausführung akzeptiert nur das Target, das beim ersten Einschalten eingelernt wurde. Schließlich ist noch eine dritte Variante lieferbar, bei der sich der Anlernvorgang beliebig oft wiederholen lässt. Somit kann der Anwender die für ihn am besten geeignete Codiervariante und damit das angemessene Niveau der Manipulationssicherheit wählen.
Alternative: Sicherheitsfunktion im Scharnier
Vor allem dann, wenn Bauraum knapp ist oder wenn die Öffnung der Schutztür frei von Schaltgeräten bleiben soll, empfiehlt sich der Einsatz eines Sicherheits-Scharnierschalters. Diese besondere Bauform von Sicherheits-Schaltgeräten wird an der Scharnierseite einer drehbaren Schutztür angebracht. Sie ersetzt ein konventionelles Scharnier und übernimmt gleichzeitig die Stellungsüberwachung der Schutztür.
Auch hier gibt es eine neue Baureihe, die sich u. a. durch die freie Einstellbarkeit des Schaltwinkels über den gesamten Arbeitsbereich auszeichnet. Der Anwender des TESK – so heißt das neue Schaltgerät – kann zwischen verschiedenen Kontaktvarianten mit bis zu vier Kontakten wählen, und für den Einsatz an rahmenlosen Schutztüren z. B. aus PC und PMMA steht eine Version mit verlängertem Scharnier zur Verfügung. Auch doppelflüglige Türen können mit dem TESK überwacht werden. In jedem Fall profitiert der Maschinenhersteller und auch der Betreiber der Maschine von hoher Manipulationssicherheit: Die Schutztürabfrage ist für den Bediener unzugänglich im Innern des Scharniers untergebracht.
Die hier vorgestellten Neuheiten zeigen: Der Anwender hat die Wahl, wenn er Schutzeinrichtungen konfiguriert und das geeignete Sicherheits-Schaltgerät auswählt. Er ist gut beraten, diese Wahlmöglichkeiten zu nutzen. I

Info & Kontakt
Schmersal Christian Heller Leiter Produktmanagement Tel.: 0202 6474-883 cheller@schmersal.com.
www.schmersal.com Direkt zur Sicherheitszuhaltung mit
einstellbarer Rastkraft
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