Im Interview: Gunther Schulz, geschäftsführender Gesellschafter bei Rodriguez Mehrwert mit Value Added Products von Rodriguez - KEM

Im Interview: Gunther Schulz, geschäftsführender Gesellschafter bei Rodriguez

Mehrwert mit Value Added Products von Rodriguez

„Die Eigenfertigung ermöglicht es uns, flexibel und schnell zu reagieren.“ Gunther Schulz, geschäftsführender Gesellschafter der Rodriguez GmbH Bild: Rodriguez
„Die Eigenfertigung ermöglicht es uns, flexibel und schnell zu reagieren.“ Gunther Schulz, geschäftsführender Gesellschafter der Rodriguez GmbH Bild: Rodriguez
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Vom Wälzlager-Importeur zum Spezialisten für anwenderspezifische Systemlösungen: Die Rodriguez GmbH hat in den letzten 30 Jahren eine klare Wandlung vollzogen. KEM Konstruktion befragte den geschäftsführenden Gesellschafter Gunther Schulz zu Investitionen in den Maschinenpark, Wachstumspotenzialen und Entwicklungszielen.

Interview: Dr.-Ing. Ralf Beck, Redakteur KEM Konstruktion

KEM Konstruktion: Herr Schulz, Rodriguez hat als klassisches Handelsunternehmen begonnen, fertigt inzwischen aber auch selbst. Wie kam es dazu?

Schulz: Seit der Gründung im Jahr 1984 ist Rodriguez ein Handelsunternehmen, das mit dem Ein- und Verkauf amerikanischer und europäischer Wälzlager sein Geld verdient. Mit Beginn der 90er-Jahre haben wir als Partner des US-amerikanischen Unternehmens Thomson Lineartechnikprodukte in unser Produktportfolio aufgenommen. Der Startschuss für die Eigenfertigung erfolgte etwa zeitgleich und war nötig, um im Hinblick auf kundenspezifische Lösungen flexibler und handlungsfähiger zu sein.

KEM Konstruktion: Wie ist Ihr Maschinenpark inzwischen aufgestellt?

Schulz: Im Bereich der Präzisionslager können wir zum Beispiel Großwälzlager mit Außendurchmessern bis 1400 mm oder auch die immer stärker nachgefragten Dreheinheiten mit kleinerem Durchmesser ab 15 mm fertigen. In der Lineartechnik ist es dank moderner CNC-Drehmaschinen möglich, Wellen und Kugelrollspindeln mit einem Außendurchmesser bis 100 mm zu bearbeiten. Der Maschinenpark inklusive Werkzeugen und Messmittel sowie das Know-how der Mitarbeiter sind ganz auf das Hartdrehen von Werkstücken ausgerichtet.

KEM Konstruktion: Ein Schwerpunkt im Portfolio von Rodriguez liegt auf den anwenderspezifischen Systemlösungen. Können Sie das Konzept dahinter kurz erläutern?

Schulz: Die Systemlösungen (Value Added Products, VAP) basieren auf unseren hochwertigen Wälzlagern und Lineartechnikkomponenten, kombiniert mit einem umfassenden Rundumservice für die Lagermechanik. Rodriguez übernimmt gemäß den jeweiligen mechanischen und steuerungstechnischen Rahmenbedingungen die Auswahl der geeigneten Komponenten sowie die Entwicklung und Konstruktion der Baugruppe. Somit ist gewährleistet, dass die Lösungen auch wirklich sämtliche Anforderungen erfüllen. Für den Kunden entfällt der administrative Aufwand beim Einkauf, die Prozesskosten sinken und er kann sich auf seine Kernkompetenzen konzentrieren. Zudem lässt sich die Konstruktion der betreffenden Baugruppen oft verbessern und vereinfachen, indem Funktionen integriert werden – zum Beispiel Verzahnungen, Nuten mit Steuerfunktion, Halterungen, Laschen sowie integrierte Laufflächen bei Welle und Gehäuse. So werden insgesamt weniger Bauteile benötigt und Schnittstellen lassen sich reduzieren. Die Anwender profitieren von kleineren Toleranzen und einer vereinfachten Montage. Insgesamt ergibt sich durch unsere kundenspezifischen Systemlösungen ein klarer Mehrwert für unsere Kunden.

KEM Konstruktion: Gibt es in diesem Bereich noch Wachstumspotenzial?

Schulz: Absolut. In den nächsten drei Jahren rechnen wir für den Bereich VAP mit Wachstumsraten von bis zu 25 %. Die Systemlösungen sind ein maßgeblicher Baustein der Unternehmensstrategie und werden stark dazu beitragen, unsere Umsatzziele zu erreichen.

KEM Konstruktion: Wo geht die Reise hin für Rodriguez, welche Entwicklungen sehen Sie für die nächsten zehn Jahre?

Schulz: 2016 hatte Rodriguez ein erfolgreiches Geschäftsjahr und auch für das laufende Jahr erwarten wir wieder eine positive Entwicklung. Das ist eine schöne Bestätigung dafür, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Insofern wird sich an der generellen Ausrichtung von Rodriguez nichts ändern. Unser Portfolio mit der Aufteilung in die Bereiche Lineartechnik, Präzisionslager und Value Added Products (VAP) macht Sinn und wird von den Kunden gut angenommen. Grundsätzlich verfolgen wir das Ziel, den Anteil der Eigenfertigung am Umsatz zu steigern, und dazu gehört auch der weitere Ausbau des Sortiments. Derzeit steht aber vor allem die Erhöhung der Produktivität und Flexibilität im Vordergrund. Denn Zuverlässigkeit und kurze Lieferzeiten sind gerade im Bereich unserer Value Added Products eine Voraussetzung für den Erfolg.

www.rodriguez.de


„Die Eigenfertigung ermöglicht es uns, flexibel und schnell zu reagieren.“

Gunther Schulz, geschäftsführender Gesellschafter der Rodriguez GmbH
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