Handling von Kleinladungsträgern Vakuumlösung von Schmalz verbessert Materialfluss bei ABB Schaffhausen - KEM

Handling von Kleinladungsträgern

Vakuumlösung von Schmalz verbessert Materialfluss bei ABB Schaffhausen

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Hebetechnik des Vakuumspezialisten Schmalz liefert bei ABB im schweizerischen Schaffhausen einen überzeugenden Auftritt: ABB setzt in seinem Logistikcenter auf die Vakuum-Schlauchheber JumboFlex. Seitdem hat sich das Handling von Kleinladungsträgern (KLT) deutlich verbessert.

Andreas Dölker, Leiter Unternehmenskommunikation, Schmalz, Glatten

Weltweit beschäftigt der Energie- und Automatisierungstechnikkonzern ABB etwa 135.000 Mitarbeiter, mehr als 6500 davon in der Schweiz. Der Standort in Schaffhausen mit rund 320 Mitarbeitern ging aus dem 1909 gegründeten Familienunternehmen Carl Maier & Cie hervor. 1992 erfolgte die Integration in den ABB-Konzern. In Schaffhausen bündelt ABB die Entwicklung, Produktion, Logistik und den Verkauf von Niederspannungs-, Personenschutz- und Gebäudeschutzgeräten sowie von Schaltern und Steckdosen. Bekanntestes Produkt ist der sogenannte FI-Schutzschalter. Unter Reinraumbedingungen entstehen in Schaffhausen die Kernelemente davon: Sensor und Schalter. ABB Schaffhausen fertigt diese in sehr großen Stückzahlen. Zum Kundenkreis zählen Steuerungsbauer, der Zweck- und Wohnungsbau und Hersteller von sogenannten Critical-Power-Anwendungen wie beispielsweise Solaranlagen oder Rechenzentren.
Vor einiger Zeit legte ABB am Standort Schaffhausen zwei Logistikcenter zusammen. Der große Vorteil für die Kunden: Fortan konnten alle georderten Artikel in nur einer Sendung und noch am selben Tag verschickt werden. Eine große Herausforderung war, auf dem bestehenden Platz ausreichend Lagerraum zu schaffen. Das Projektteam entschied sich schließlich für den Bau eines automatischen Kleinteilelagers (AKL). Breiten Raum nahm die Frage ein, wie Tausende von Produkten effizient und schnell ein- und ausgelagert werden konnten. Die Ziele waren hoch gesteckt: Die vorhandenen Kleinladungsträger sollten beim Ein- und Auslagern prozesssicher und feinfühlig gegriffen und ebenso schnell wie exakt positioniert werden. Darüber hinaus suchte ABB nach einer ergonomischen Lösung, die die Gesundheit der Mitarbeiter schonen sollte – schließlich bringen die beladenen Kisten ein Gewicht von bis zu 33 kg auf die Waage.
Für die Auswahl geeigneter Partner zur Umsetzung des Projekts nahm sich die Unternehmensleitung bewusst viel Zeit. „Das hat sich bei diesem anspruchsvollen Unterfangen bezahlt gemacht“, sagt Herbert Fichthaler, Production Engineer bei ABB Schaffhausen. Schon bald hatten die Schweizer den Vakuumspezialisten Schmalz aus Glatten im Schwarzwald auf dem Radar. Der Recherche im Internet folgten Besuche auf mehreren Messen, erste Kontakte wurden geknüpft. ABB fragte aber auch bei anderen Anbietern nach. Dabei stellte sich jedoch schnell heraus, dass diese die Ansprüche nicht erfüllten. „Wir haben einen Partner gesucht, der räumlich nahe und gleichermaßen technisch fit wie innovativ ist“, beschreibt Fichthaler.
Bis zu 50 kg rückenschonend und schnell bewegen
Schon beim ersten ausführlichen Termin mit den Verantwortlichen der Schmalz-Niederlassung in der Schweiz wurden die Problemstellung erörtert, Lösungsansätze diskutiert und Schnittstellen definiert. Schmalz empfahl schließlich den Einsatz des Vakuum-Schlauchhebers JumboFlex 50.
Mit diesem Schlauchheber lassen sich Güter bis 50 kg rückenschonend und in hoher Taktzahl bewegen. Sein Bediengriff ist ergonomisch geformt, liegt gut in der Hand und ermöglicht ein langes und ermüdungsfreies Arbeiten. Lasten lassen sich über die Ein-Hand-Steuerung mühelos heben, senken und lösen. Falls erforderlich, kann der Sauggreifer per Schnellwechselsystem einfach getauscht werden. Dies senkt die Nebenzeiten.
Um das AKL zu beschicken und auszulagern, setzt ABB zwei JumboFlex 50 mit Kistengreifern ein. Zusätzlich lieferte der Vakuumspezialist Wandschwenkkräne aus Aluminium. Sie sind sehr leichtgängig, laufen leise und vergrößern das Einsatzgebiet des Schlauchhebers signifikant. Ihr Leichtlauf sorgt für eine schnelle Arbeitsweise und erfordert wenig Kraft bei der Bedienung. Dank hochwertigen und verschleißarmen Komponenten aus Aluminium und Kunststoff muss die Anlage kaum gewartet werden.
Spezieller mechanischer Kistengreifer
Die Greifmechanik der Schlauchheber, so die Vorgabe von ABB, darf Kiste und Inhalt nicht beschädigen. Gemeinsam haben die Projektpartner einen mechanischen Kistengreifer für schonenden Transport entwickelt. Er fährt an nur vier Punkten in den Rahmen der Kiste und wird über einen „Kugelschreibermechanismus“ verriegelt und entriegelt. Sehr positiv wirkt sich die Ein-Hand-Bedienung aus. Die Kisten lassen sich sanft aufnehmen sowie gezielt und exakt ausgerichtet abstellen. „Mein Team arbeitet inzwischen sehr versiert mit den Hebehilfen“, schildert Fichthaler. Auf der Anlage befinde sich eine Waage und empfindliche Sensorik. Deswegen sei es wichtig, dass sich die KLT gut und leicht bewegen lassen. „Wir haben hohe Erwartungen an unsere Lieferanten und Geschäftspartner“ skizziert Fichthaler die Ansprüche von ABB. „Trotz kleiner Rückschläge hat Schmalz das Projekt zügig geplant und umgesetzt.“
Die Anlage von Schmalz arbeitet seit Mai 2015 und die Schweizer sind mit ihr voll und ganz zufrieden. Im Zweischichtbetrieb werden bei ABB an fünf Tagen in der Woche pro Tag etwa 1000 Kisten bewegt. Am Anfang sei die neue Art der Handhabung für die Mitarbeiter gewöhnungsbedürftig gewesen. Doch die Vorteile dieser Lösung hätten sich schnell gezeigt. „Heute lernen sich die Teammitglieder gegenseitig an, und nach 15 min Starthilfe arbeiten sie selbstständig. Ohne die Hebehilfen wären wir in unserem Logistikzentrum nicht mehr effizient“, lobt Fichthaler. Ein eventueller Ausfall der Schlauchheber könnte nur mit erheblich mehr Personal und hoher Belastung für die Mitarbeiter kompensiert werden. Hier bleibt der Logistikfachmann unterdessen gelassen. „Die Lösung von Schmalz läuft zuverlässig und wartungsarm.“
Aus Sicht von ABB Schaffhausen hat sich die Investition in die Vakuum-Schlauchheber gelohnt. In Kombination mit dem automatischen Kleinteilelager sehe man sich für die kommende Zeit gut gerüstet. Und die künftige Kooperation mit Schmalz? Dazu Fichthaler: „Die Herausforderungen sind gelöst, die Anlagen funktionieren einwandfrei. Für mich zählen Ergebnisse, und gemeinsam mit Schmalz haben wir unser Ziel erreicht.“ bec
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