Flammwidrige thermoplastische Verbundwerkstoffe von Lanxess
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Flammwidrige thermoplastische Verbundwerkstoffe von Lanxess

Composites mit Polyamid-6-Matrix
Flammwidrige thermoplastische Verbundwerkstoffe von Lanxess

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(bec) Die endlosfaserverstärkten thermoplastischen Verbundwerkstoffe der Marke Tepex der Lanxess AG, Köln, zeichnen sich durch eine hohe inhärente Flammwidrigkeit aus. Dies liegt u. a. an ihrem hohen Faseranteil. Sie bestehen deshalb bereits ohne Flammschutzadditive viele, für typische Anwendungen vorgeschriebene Flammschutztests. In einigen Einsatzfällen – wie etwa bei Gehäusen für Schaltschränke oder Komponenten von Hochvolt-Batterien für Elektrofahrzeuge – ist allerdings oft eine V-0-Einstufung im UL-94-Brandtest des US-amerikanischen Prüfinstituts Underwriters Laboratories Inc. obligatorisch.

Für solche Fälle hat Lanxess drei neue halogenfrei flammgeschützte Tepex-Varianten mit Polyamid-6-Matrix entwickelt. Die Konstruktionswerkstoffe sind das Material der Wahl, wenn eine V-0-Klassifizierung und zugleich eine sehr hohe Steifigkeit, Festigkeit und Energieabsorption der Bauteile gefordert sind. Die Tepex-Produkte werden bei der Lanxess-Tochtergesellschaft Bond-Laminates in Brilon entwickelt und hergestellt.

Drei Composite-Varianten erhältlich

Tepex Dynalite 102fr-RG600(x)/47% ist mit Rovinggeweben aus Glasfasern verstärkt. Diese können auch multiaxial orientiert und dadurch präzise auf die Lasteinleitungspunkte und Lastpfade im Bauteil abgestimmt werden. Der Verbundwerkstoff ist universell einsetzbar und eignet sich beispielsweise für Hochvolt-Bauteile der Batterie von Elektrofahrzeugen wie etwa Trennbleche, Endplatten und Steuergerätegehäuse.

Werkstoffentwicklungen von Lanxess für das Laserschweißen

Dagegen zielt Tepex Dynalite 102fr-FG290 auf Anwendungen im Elektro- und Elektronikbereich. Mit einer Verstärkung aus Glasfeingewebe ergibt es hochwertige, gut zu lackierende Oberflächen. Es bietet sich beispielsweise für kleine Gehäuse an, die die Norm DIN EN 45545-2 „Bahnanwendungen – Brandschutz in Schienenfahrzeugen“ erfüllen müssen.

Tepex dynalite 202fr ist mit Carbonfasern verstärkt und für mechanisch extrem beanspruchte Bauteile vorgesehen – wie etwa hochfeste Elektronikgehäuse. Es ist dabei z. B. eine Alternative zu Composites aus flammgeschütztem Polycarbonat, wenn deren Steifigkeit und Festigkeit nicht ausreichen.

Mechanische Eigenschaften wie bei Standardprodukten

Alle drei Konstruktionswerkstoffe stehen in Mengen für Großserienanwendungen zur Verfügung. Sie sind auch in Varianten erhältlich, die sich durch eine Carbontextileinlage im Composite oder eine metallische Oberflächenbeschichtung elektromagnetisch abschirmend verhalten. Die V-0-Einstufung nach UL 94 bezieht sich auf Probekörperdicken von 0,5 bis 3,5 mm.

Die Flammschutzadditive sind so gewählt, dass die mechanischen Eigenschaften der Verbundwerkstoffe nicht negativ beeinflusst werden und mit denen von entsprechenden Standardmaterialien vergleichbar sind. So liegen etwa die Biegefestigkeiten von Tepex Dynalite 202fr deutlich über 600 MPa. Alle Flammschutzpakete entsprechen der EU-Richtlinie Rohs (Restriction of the Use of certain Hazardous Substances in Electrical and Electronic Equipment) sowie der europäischen Reach-Verordnung (Registration, Evaluation and Authorisation of Chemicals, VO (EG) Nr. 1907/2006).

Über die drei neuen Produkte hinaus hat der Hersteller auch weitere halogenfrei flammgeschützte Tepex-Varianten mit Matrices auf Basis von Polycarbonat im Sortiment. Sie sind größtenteils nach UL-94-V-0-zertifiziert.

Detaillierte Informationen zu den flammwidrigen thermoplastischen Verbundwerkstoffen

Kontakt:
Lanxess AG
Kennedyplatz 1
50569 Köln
Tel.: 0221 8885–0
E-Mail: lanxess-info@lanxess.com
Website: www.lanxess.de
Website: www.tepex.de

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