Eisenguss

KEM vor Ort bei Claas Guss

Claas Guss
Mirko J. Schulze, Konstruktionsberatung Claas Guss
Anzeige
Der Name Claas Guss GmbH ist ein Begriff für Eisenguss. Gegründet bereits 1890, hat sich dieses Unternehmen einen festen Platz als technisch versierte Gießerei hierzulande erworben. Als Ausnahme in der Branche veranstaltet Claas Guss „Konstruktionstage.“ Im Rahmen der diesjährigen Veranstaltung sprach KEM-Chefredakteur Herbert Neumann mit dem Beauftragten für die Konstruktionsberatung Mirko J. Schulze. Aktuelle Arbeiten des Hauses Claas Guss beschäftigen sich mit Themen wie z. B. 3D-CAD, Simultaneous Engineering, FE-Berechnung und Gießereiprozess-Simulation. Also quasi aus Anwendersicht ein Spiegelbild der Themen, welche die CAE-Branche als Anbieter gerne in den Vordergrund stellt.

KEM: Simultaneous Engineering in der Gießerei: Ist die Forderung nach verkürzter time to market die Entstehungsursache?

Schulze: Die Forderung nach Simultaneous Engineering wird von unseren Kunden gestellt. Sie erwarten eine konstruktionsbegleitende Unterstützung bei der Produktentwicklung von der Idee bis zum einbaufertigen Teil. Diese Unterstützung realisiert Claas Guss unter Zuhilfenahme von 3D-CAD und der durchgängigen Nutzung entsprechender Information bzgl. Simulationstechniken. Hinter dem Ruf nach Simultaneous Engineering steckt der Wunsch unseres Kunden nach einer verkürzten time to market für sein Produkt. Nach einer McKinsey-Studie schmälert ein um sechs Monate verkürzter Marktauftritt die zu erwartenden Gewinne um ein Drittel. Daher die Motiva-tion der Kunden.
KEM: Was bedeutet lokale Werkstoffeigenschaften? Praxisbeispiele?
Schulze: Bei der Produktentwicklung gilt heute immer noch die Aussage, dass die gegossenen Bauteile über ihren gesamten Querschnitt konstante mechanische Eigenschaften haben. Davon geht der Konstukteur bei der Auswahl entsprechender DIN-Werte für sein Bauteil aus, also konstante Werte für E-Modul, Streckgrenze und Zugfestigkeit. Reale Gussprodukte weichen jedoch je nach Wandstärke und Herstellungsprozess von diesen Konstanten ab. Mit dem Einsatz heutiger Simulationswerkzeuge gelingt es Claas Guss aber, die lokalen mechanischen Werkstoffeigenschaften prozess- und geometrieabhängig zu quantifizieren, nicht nur zu qualifizieren. Diese Werkstoffeigenschaften entstehen in der Praxis z.B. durch unterschiedliche Abkühlgeschwindigkeiten in Abhängigkeit der Wanddicken oder durch Nutzung unterschiedlicher Kernsande.
KEM: Welche Erfahrungen besitzt Claas Guss bzgl. Aussagekraft und sinnvoller industrieller Nutzung von CAE-Simulationswerkzeugen?
Schulze: Die Aussagekraft von CAE-Simulationswerkzeugen steht und fällt mit der Definition der Randbedingungen der zu untersuchenden Prozesse. In einer technisch gut aus-gerüsteten Gießerei werden alle Prozesse bzgl. Gießtemperatur, Wärmekapazität, Wärme-übertragung der beteiligten Stoffe beschrieben. Je genauer dies gelingt, desto aussagekräftiger sind auch die Simulationsergebnisse. Die Kenntnis über die Stabilität des Gießprozesses im virtuellen Bereich gestattet es dem Gießer, eine optimierte Prozessentwicklung zu gestalten und auch praktisch auszuführen. Diese Simulationswerkzeuge werden bei Claas Guss auch im Sinne einer Prozess FMEA – (Fehler Möglichkeiten und Einfluss-Analyse) genutzt.
E KEM 267
„Mit CAE-Simulationswerkzeugen verkürzen sich die Produkt- und Prozessentwicklungszeiten von Monaten auf Wochen“
Anzeige

Emerson: Pneumatik 4.0

Smartenance

Pneumatik 4.0 bei Emerson im Überblick

Video aktuell

Step into the state-of-the-art Samsung Audio Lab to see how they develop loudspeakers, soundbars, and other audio products using multiphysics simulation.

Aktuelle Ausgabe

Newsletter

Jetzt unseren Newsletter abonnieren

Top-Thema Spannvorrichtungen

Spannvorrichtungen

Alles über Spannvorrichtungen und welches Einsparungspotenzial sie bieten

Top-Thema Schaltschränke

Alle Infos über den Schaltschrankbau mit seinen Komponenten, Geräten und deren Verdrahtung

Kalender

Aktuelle Termine für Konstrukteure

Webinare & Webcasts

Technisches Wissen aus erster Hand

Whitepaper

Hier finden Sie aktuelle Whitepaper

Anzeige
Anzeige

Industrie.de Infoservice

Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de