Isolieren mit dünnen Blechen, Hohlkammerfolien oder Aluminiumverbundsystemen

Hauch mit Struktur

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Ob Dünnblech-Lösungen aus Aluminium und Edelstahl, Hohlkammer-Folien zur Hitzeisolierung oder Aluminium-Verbundsysteme – nicht die Materialdicke ist entscheidend, sondern die Struktur, beispielsweise Mikroperforation oder Kalottenprägung.

In seinem Bänder-Service-Center erstellt der Zulieferer Diedrichs Aluminium- und Edelstahl-Coils in kundenspezifische Dünn- und Fleinblech-Zuschnitte. Das Besondere daran sind ihre geringen Materialdicken von nur 0,02 bis 1,5 mm sowie die spezielle Strukturierung der Oberflächen: Sie verfügen über eine Mikroperforation oder eine profilierte Oberfläche (beispielsweise Kalotten-Prägung) und werden als ein- und doppellagige Fertigprodukte oder Halbzeuge geliefert.

Kosten senkendes Verschachteln
Die Größe der gestanzten und geprägten Folien oder Platten kann bis 1500 mm x 2000 mm (L x B) reichen. Neben einfachen Grundformen wie Rechteck oder Trapez kann auch jede gewünschte Geometrie als Formplatine realisiert werden. Dabei ist Diedrichs nach eigenen Angaben in der Lage, aufgrund einer speziellen Produktionstechnik, selbst außergewöhnliche Stanzteile und Zuschnitte so zu verschachteln, dass das vom Coil laufende Blechband optimal genutzt wird. Das minimiert den Verschnitt, schont die Ressourcen und führt zu einem niedrigen Endpreis.
Erfordert es die Anwendung, können die gestanzten Alumi- nium- und Edelstahl-Dünnbleche auch mit weiteren technischen Merkmalen veredelt werden: Durch eine Mikroperforation erhalten die Formteile schalldämpfende Eigenschaften, durch eine spezielle Kalotten-Prägung leiten sie hohe Temperaturen ab und werden beide Merkmale kombiniert, entstehen multifunktionale Platinen oder Folien. Derartige Lösungen kommen zum Beispiel in der Energietechnik, in der Elektronik, im Fahrzeugbau oder bei der Herstellung von Küchengeräten zum Einsatz.
Darüber hinaus bietet Diedrichs die Möglichkeit, die im Bänder-Service-Center gefertigten Folien mehrlagig – also etwa mit einer Zwischenlage aus Vlies, Kork oder Papier – auszuführen sowie mit einer Selbstklebeschicht zu versehen.
Die Folie, die es in sich hat
Die mehrlagigen Sandwich-Folienpakete vom Typ „Foilsula- tion“ aus dünnen Aluminium- oder Edelstahlfolien können als thermische Isolierung universell eingesetzt werden. Je nach Anwendungsfall und Kundenwunsch werden die Folien als 2D-Flächenteil oder als 3D-Formteil geliefert. Das flexible Multilayer-System besteht aus mehreren – bis 0,05 mm dünnen – Lagen aufeinander geschichteter Aluminium- oder Edelstahlfolien. Da die einzelnen Lagen seitlich versetzte Kuppel- oder Pyramidenprägungen aufweisen, entsteht im Inneren der Folienpakete ein homogenes Gefüge aus Hohlräumen, das zum einen isoliert und zum anderen hohe Temperaturen gleichmäßig und schnell ableitet. In Aluminium ausgeführt, eignet sich Foilsula- tion für Einsatztemperaturen von bis zu 500 °C. Für höhere Temperaturen bis 1000 °C gibt es eine Edelstahl-Variante.
Thermische Isolation bis 1000 °C
Die Lieferform von Foilsulation richtet sich nach den thermischen, geometrischen und konstruktiven Anforderungen des Anwenders. Die Hitze isolierenden Hohlkammer-Folien gibt es sowohl als Halbzeug, als anwendungsspezifisches 2D-Präzisionsstanzteil für Flächen-Verkleidungen – bei Bedarf mit Sicken zum Falten – sowie als kundenspezifisches dreidimensionales, passgenaues Formteil zum Verschalen Hitze führender Bauteile. Entsprechend der vom Kunden gewünschten Isolationswerte fällt Foilsulation unterschiedlich dick aus, denn die Anzahl der geschichteten Folienlagen definiert die Isolierwirkung.
Großen Anklang finden die Sandwich-Folien im Automobilbau, wo sie beispielsweise zur Nivellierung von Temperaturspitzen an motor- und abgastechnischen Bauteilen eingesetzt werden. Aber auch im Gehäusebau, in der Energietechnik und in der Kraftwerkstechnik wird Foilsulation inzwischen in wachsendem Maße angewendet. Weitere Einsatzgebiete sieht man bei Diedrichs auch im allgemeinen Maschinen- und Anlagenbau sowie in der Energie- und Heiztechnik. Überall wo Hitze empfindliche Komponenten gegen Hitze führende Bauteile abgeschirmt werden müssen, erweisen sich die Hohlkammer-Folien als eine gute Lösung.
Hauptwirkfaktor von Foilsulation ist – neben der speziellen Hohlkammer-Konstruktion – die hohe Wärmereflexion und niedrige Wärmeemission insbesondere von Aluminium. In einer weiterentwickelten Variante wirkt Foilsulation über die thermische Isolierung hinaus auch als Schallabsorption. Erreicht wird dieser zusätzliche Effekt durch das Einarbeiten einer ausgeklügelten Mikroperforation. Diese wiederum empfiehlt sich auch für Anwendungen, bei denen ein Ausgasen organischer Stoffe erforderlich ist – wie etwa bei keramischen Isolierungen.
Schalldämpfung und CO2-Reduktion vereint
Die „Silopal“-Mehrschichtsysteme von Diedrichs kommen im Automobilbau in zahlreichen Anwendungen zum Einsatz. Mal dienen sie als thermische Isolierung, mal zusätzlich als Schallabsorption. Nun übernehmen die vielseitigen Aluminium-Folien auch eine zentrale Rolle bei der Herstellung strömungsoptimierter Unterboden-Verkleidungen für Pkw.
Sie ermöglichen die kostengünstige Herstellung von Unterboden-Verkleidungen aus thermoplastischen Kunststoffen, mit denen sich der cw-Wert von Pkw drastisch reduzieren lässt. Das Entscheidende daran:
Dank der hitzeisolierenden Silopal-Beschichtung können besonders groß dimensionierte Verkleidungselemente realisiert werden, die den Unterboden des Fahrzeugs nahezu komplett verschalen.
Strömungsoptimierung senkt Emissionen
Bei Silopal handelt es sich grundsätzlich um mehrschichtige Aluminium-Polymer-Siegelfolien. Speziell entwickelt zur Wärmeabschirmung thermoplastischer Unterboden-Verkleidungen wurde das halbseitige Dünnschicht-Silopal. Es besteht lediglich aus einer 0,03 bis 0,5 mm dicken Alumi- niumfolie mit einer einseitig aufgetragenen Siegelschicht von 0,007 mm und lässt sich absolut formschlüssig auf die Innenseite der Unterboden-Abdeckung „aufbügeln“. Die Oberfläche der Aluminiumfolie kann glatt, genoppt oder kalottiert ausgeführt werden und isoliert den Kunststoff thermisch. Außerdem erhält die Folie zum Zweck der Schalldämpfung eine spezielle Mikroperforation. Wie schon von den Motorraum-Blenden bekannt, schützt Silopal die Unterboden-Abdeckung überall dort vor Überhitzung, wo die Temperaturbeständigkeit der thermoplastischen Kunststoffe an ihre Grenzen stößt. Mit Aluminium-Siegelfolien können großflächig geschlossene und dauerhaft formbeständige Unterboden-Verkleidungen realisiert werden, die die Aerodynamik der Fahrzeuge extrem verbessern. Dadurch wird der Kraftstoffverbrauch und somit der CO2-Ausstoß gesenkt.
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