Komponenten instand setzen: Runderneuerung von Drahtwälzlagern bei Franke
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Komponenten instand setzen: Runderneuerung von Drahtwälzlagern bei Franke

Refurbishing von Drehverbindungen
Komponenten instand setzen: Runderneuerung von Drahtwälzlagern bei Franke

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(bec) Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung sind auch im Maschinenbau wichtige Themen. Maschinen und Komponenten instand zu setzen, anstatt sie zu verschrotten, ist in vielen Fällen der bessere Ansatz, um Effizienz und Rentabilität einer Produktionsanlage zu erhalten oder gar zu steigern. Franke-Drahtwälzlager unterstützen den Anwender dabei.

Stephan Kuhn, Leiter technischer Vertrieb, Franke GmbH, Aalen

Drehverbindungen mit integrierten Drahtwälzlagern besitzen eine lange Lebensdauer. Doch selbst wenn das Drahtwälzlager das Ende seiner Lebensdauer erreicht hat, können die aufwendig gefertigten Gehäuseteile weiter verwendet werden. Sie sind den Beanspruchungen des Lagers nicht unmittelbar ausgesetzt und daher oftmals noch in gutem Zustand.

Bis zu 60 % günstiger als eine Neuanschaffung

Oftmals genügt ein Austausch einzelner Komponenten wie Laufringe, Wälzkörper und Käfig, um das Lager wieder vollständig funktionsfähig zu machen. Das spart Zeit und Kosten und ist ein wertvoller Beitrag zur Erhaltung von Ressourcen und zur Schonung der Umwelt.

Insbesondere bei aufwendigen Gehäuseteilen mit komplizierter Geometrie oder aus exklusiven Werkstoffen wie beispielsweise Edelstahl, zahlen sich solche Runderneuerungen schnell aus. Schon bei Standarddrehverbindungen lassen sich durch den Wechsel des Drahtwälzlagers bis zu 60 % Kosten gegenüber einer Neuanschaffung des kompletten Lagers einsparen.

Speziallager von Franke – maßgeschneidert auf die jeweiligen Anforderungen

In den Archiven der Franke GmbH, Aalen, sind die speziellen geometrischen Beschaffenheiten aller je gefertigten Drahtwälzlager gespeichert. Seit vielen Jahren in digitalen Datenbanken, zuvor in handschriftlichen Dokumentationen. Die technischen Spezifikationen selbst von Drehverbindungen aus den späten 80er-Jahren des letzten Jahrhunderts können herangezogen werden, um das zu erneuernde Drahtwälzlager 1:1 zu ersetzen.

So funktioniert der Refurbishing-Service

Nähern sich Franke-Drehverbindungen im Einsatz dem Ende der veranschlagten Lebensdauer, wird das Lager ausgebaut und zur Begutachtung an den Hersteller gesandt. Dort erfolgt eine erste Sichtprüfung und Einschätzung der Möglichkeiten zur Runderneuerung.

Wenn der äußere Zustand des Lagers eine Überarbeitung rechtfertigt, wird das Lager geöffnet und in seine Einzelteile zerlegt. Schon in diesem Stadium erkennen die Franke-Spezialisten, das vorhandene Recycling-Potenzial und können dem Anwender einen Kostenvoranschlag unterbreiten.

Gibt der Kunde sein O. K., werden die Teile gereinigt und vermessen. Dann wird ein neues Lagerelement aus Laufringen, Wälzkörpern und Käfig gefertigt und in die bestehenden Gehäuseteile eingesetzt. Nach der Montage wird das Lager nach aktuellen Qualitätsstandards untersucht und absolviert bei Bedarf Testläufe auf geeigneten Prüfständen. Werden alle Spezifikationen zuverlässig erfüllt, geht das Lager an den Nutzer zurück. Dort kann es wieder eingebaut werden und für Bewegung sorgen, als wäre nichts gewesen.

Nachhaltig, qualitätssicher und kompetent

Zertifizierte Abläufe und Prozesse gewährleisten zu jedem Zeitpunkt ein Höchstmaß an Qualitätssicherheit und Zuverlässigkeit. Das gilt in gleichem Maße für Neuprodukte und für Instandsetzungen. Als Entwicklungspartner geben die Franke-Ingenieure und -Berater vor Ort gerne darüber Auskunft, welche Möglichkeiten es im Einzelfall gibt, um Drahtwälzlager kostengünstig instand zu setzen. Gerade in der heutigen Zeit kostensparender und nachhaltiger Güterherstellung gewinnt der Gedanke, Bewährtes zu reparieren, anstatt immer wieder neu anzuschaffen, mehr und mehr an Bedeutung. Drahtwälzlager von Franke sind dafür geradezu ideale Komponenten.

Franke-Leichtbaulager aus 3D-gedruckten Bauteilen

Praxisbeispiel: Refurbishing eines Lagers zur Glasverarbeitung

Eine Franke-Drehverbindung mit Kugelkranzdurchmesser 400 mm wird in anwenderspezifischer Ausführung in einer Maschine zur Glasbearbeitung eingesetzt. Die Drehverbindung ist Umgebungseinflüssen wie beispielsweise Glasstaub und Hochdruckreinigungsmitteln ausgesetzt. Trotz spezieller Abdichtung der Gehäuseteile ist der Verschleiß des Lagerelements nicht zu vermeiden. Ein Austausch der Laufringe und Wälzkörper würde das Lager wieder instand setzen.

  • Bestandsaufnahme:
    Die Drehverbindung wird im montierten Zustand vom Anwender angeliefert und bei Franke zur Ist-Aufnahme auf dem Prüfstand vermessen. Das Lager wird demontiert, um den Zustand des Lagerelements und des Drahtbetts zu untersuchen.
  • Befundung:
    Das Drahtbett aller umschließenden Gehäuseteile ist zwar leicht eingelaufen, muss jedoch nicht nachgearbeitet werden. Die Laufringe des Lagerelements zeigen leichte Abdrücke der Wälzkörper. Ergebnis der Befundung: Die Drehverbindung kann durch einen Austausch des Lagerelements vollständig instand gesetzt werden.
  • Feedback an den Anwender:
    Der Anwender erhält den Befundbericht zusammen mit einem Angebot. Im Gespräch ergibt sich sein Wunsch nach einer zusätzlichen Schmierbohrung zur einfacheren Wartung des Lagers. Diese zusätzliche Überarbeitung wird zusammen mit der Instandsetzung realisiert.
  • Instandsetzung:
    Das passende Lagerelement wird hergestellt, die Schmierbohrung im Gehäuse angebracht und das fertig montierte Lager an den Anwender verschickt. Zuvor wird im Außenring des Lagers das Datum der Runderneuerung eingeprägt, damit eine spätere Zuordnung möglich wird.
  • Anwender-Feedback:
    Der Anwender baut das Lager ein und nimmt es in Betrieb. In kurzer Zeit hat er eine neuwertige Drehverbindung erhalten und dabei Kosten und wertvolle Ressourcen gespart.

Detaillierte Informationen zum Refurbishing von Drehverbindungen:
hier.pro/l2Ywo

Kontakt:
Franke GmbH
Obere Bahnstraße 64
73431 Aalen
Tel.: 07361 920–0
E-Mail: info@franke-gmbh.de
Website: www.franke-gmbh.de


Beim Drahtwälzlager rollen die Wälzkörper nicht auf massiven Ringen, sondern auf filigranen Drähten
Bild: Franke

INFO

Mit Drahtwälzlagern bewegen

Auf der Suche nach einer besonders raumsparenden Konstruktion erfand Erich Franke im Jahr 1936 einen neuen Lagertyp: das Drahtwälzlager. Der entscheidende Unterschied zwischen einem gewöhnlichen Kugellager und einem Franke-Drahtwälzlager liegt in den Laufringen. Beim Drahtwälzlager rollen die Wälzkörper nicht auf massiven Ringen, sondern auf filigranen Drähten. Die Flexibilität dieses Prinzips erlaubt es den Anwendern, freier und einfacher zu konstruieren, um bessere Produkte zu entwickeln.

Damit ermöglichen die Drahtwälzlager eine perfekte Trennung von Form und Funktion. Die äußere Form des Lagers kann den Anforderungen der Nutzer angepasst werden, das Drahtwälzlager in seinem Inneren übernimmt unabhängig davon die Funktion und sorgt für die Aufnahme der auftretenden Kräfte.

Angepasst an die Anforderungen der Anwender, entstehen bei Franke Speziallager, die in keinem Katalog zu finden sind: superleise Präzisionslager für Computertomografen oder Gepäckscanner genauso wie ultraleichte Lager aus dem 3D-Drucker oder Lager mit integriertem Antrieb. Die Lager finden sich in der Medizintechnik, in Strickmaschinen oder in Werkzeugwechslern. Sie bestücken Leiterplatten in Höchstgeschwindigkeit oder drehen zu tausenden riesige Solarpanel dem Lauf der Sonne hinterher. Hergestellt werden sie in Durchmessern von 60 bis 2000 mm.

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