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Innovative Ideenschmiede

Inspiration Lab
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Industriefolie im Designer-Kleid? Klebstoff, der durch Farbwechsel seinen Härtegrad verrät? Schwämme aus Pflanzenresten? Der Multitechnologiekonzern 3M hat mit seinem neuen Inspiration Lab, einer Denkfabrik am Standort Neuss, dem Erfindergeist ein anregendes Umfeld gegeben. Ziel des Inspiration Lab ist es, bestehende Technologien zu rekombinieren, um sie so für neue Kundenlösungen nutzbar zu machen.

Die Autorin: Imke Jendrosch, Innovationskommunikation, 3M

Stephan Rahn, Leiter der Unternehmenskommunikation und des Innovations-Marketing, sowie Sebastian Schroers, Senior Spezialist für Innovations-Marketing, haben in den letzten Wochen ihren Arbeitsplatz verlegt: Sie verbringen inzwischen mehr Zeit mit ihren Kunden im neuen Inspiration Lab als an ihren Schreibtischen. „Das Inspiration Lab, dessen Kern aus einer Collaboration-Software und den vielfältigen digitalen Instrumenten besteht, ist Technologie pur“, so Stephan Rahn.
Tatsächlich erinnert die Örtlichkeit ein bisschen an eine Raumschiffkapsel. Interessenten und Kunden von 3M, die aus den verschiedensten Branchen kommen, treffen sich in der inspirierenden Location, um gemeinsam Gedanken auszutauschen und Ideen zu entwickeln. „Die Atmosphäre und die ganz andere Art der Zusammenarbeit ist neu und spannend“, bestätigt Sebastian Schroers: „Auch unsere Gesprächspartner sind angetan von diesem Weg, gemeinsame Projekte zu entwickeln.“
Das Inspiration Lab, in das 3M einen sechsstelligen Eurobetrag investiert hat, wurde offiziell im September dieses Jahres eröffnet. Die Besonderheit des Inspiration Lab liegt vor allem in der Interaktivität und Erlebbarkeit von Technologien und Produkten. Kreativität und Forschergeist werden dadurch angeregt, mit dem Ziel, pfiffige Problemlösungen für die Kunden zu generieren. Das Inspiration Lab bietet eine außergewöhnliche Plattform und den kreativen Freiraum, um für Kundenlösungen in ganz neuen technologischen Dimensionen zu denken.
Der Austausch von Ideen, Gedanken und Fragen wird unterstützt durch Multimedia-Instrumente, durch neue Methoden des kreativen Denkens und durch haptische Elemente: Während des Gesprächs lassen sich Produkte oder Teile davon in die Hand nehmen, um ihre Form und Funktion zu erspüren, um ihren Nutzen und die sich dahinter verbergenden Technologien selbst zu erleben.
Tiefer gehende Informationen in Form von Filmen, Bildern und Grafiken erscheinen automatisch auf einem großen Bildschirm. Sie ermöglichen das Eintauchen in branchenfremde Welten und inspirieren zu neuen Lösungswegen. Ziel ist es, Kundenprobleme besser zu verstehen und möglichst viele Lösungsansätze zu entwickeln. Diese werden gemeinsam mit dem Kunden im nachfolgenden Schritt bewertet. Nur an den vielversprechendsten Ansätzen wird nach dem Tag im Inspiration Lab auch weiter gearbeitet.
Virtuelle Reise durch die 3M-Technologiewelt
Vor der Tour wählen Kunden und 3M-Experten aus einem Pool von mehr als 50 Interessensgebieten an einem speziellen Touchscreen jene Technologien aus, über die sie gemeinsam diskutieren wollen. Eine Software, die für das Inspiration Lab entwickelt wurde, zeigt anschließend alle relevanten Informationen dazu auf und beschreibt einen individuellen Tourplan durch die zehn verschiedenen Stationen des Labs. Die danach folgende Stunde verbringen die Beteiligten mit einer Reise durch die 3M- Technologiewelt.
Damit sich Kunden und Technologie-Scouts voll auf den Dialog konzentrieren können, werden alle während der Tour aufgerufenen Informationen im Hintergrund digital gesammelt. Diese Übersicht ist die Grundlage für die darauffolgende Sitzung im sogenannten Collaboration Room. Das ist ein in sich geschlossener Raum innerhalb des Inspiration Lab, der dank seiner futuristischen Erscheinung eher wie ein Innovations-Raumschiff aussieht als wie ein Think Tank – eine perfekte Umgebung, um Ideen weiterzuentwickeln und zu einem konkreten Projekt reifen zu lassen.
Wenn Menschen im Inspiration Lab zusammenkommen, geschieht das zunächst völlig ergebnisoffen. Erste Workshops zeigen, dass keiner das Lab ohne neue Erkenntnisse oder Ideen wieder verlässt. Ein Beispiel: Vor kurzem kamen Wissenschaftler und Mitglieder des Managements eines Energie-Unternehmens in das 3M Inspiration Lab. Ihnen fiel auf, dass der sogenannte Ampel-Klebstoff von 3M der Schlüssel zur Lösung einer ihrer aktuellen Fragestellungen im Unternehmen sein könnte.
Dahinter verbirgt sich eine spannende Technologie, die bei 3M in Neuss von Dr. Adrian Jung entwickelt wurde. Dabei geht es um eine optische Antwort auf die Frage, wann der Klebstoff optimal zur Verarbeitung bereit ist und wann verklebte Maschinenteile für die maximale Belastung wieder zur Verfügung stehen. Grün signalisiert beispielsweise das Ende des Prozesses; ein klares Plus für die Sicherheit in der Anwendung des Produktes.
„Den Ampel-Klebstoff hatten wir zu Beginn der Gespräche als mögliche Lösung gar nicht im Fokus. Die Idee kam uns erst, als wir uns gemeinsam mit dem Kunden von Lösungen aus branchenfremden Welten inspirieren ließen“, sagt Paul Wienen, verantwortlich für das New Business Development E&E Western Europe.
Ohne Grenzen im Kopf
Es ist das erklärte Ziel von 3M, im Inspiration Lab Fragestellungen in den Mittelpunkt zu stellen, die den Horizont erweitern. „Die Kunst, Probleme zu lösen, besteht darin, sich keine Grenzen im Kopf zu setzen. Alles ist erst einmal möglich“, sagt Imke Jendrosch, Managerin für Innovationskommunikation.
„Uns geht es darum, über bekannte Lösungen hinaus zu denken.“ So könnte es sich beispielsweise lohnen, das System der intraoralen Scanner, das in der Zahnmedizin angewendet wird, auf andere Bereiche auszudehnen. Etwa dort, wo es auf eine präzise Abbildung dreidimensionaler Strukturen und auf genaue Diagnosen ankommt. Ein weiteres Beispiel ist das Littmann-Stethoskop von 3M. Die Technologie darin wird heute auch in Headsets eingesetzt, um störende Geräusche zu unterdrücken – eine Anwendung weit weg von der Medizin. Klebelösungen und Leichtbaumaterialien machen Autos und Flugzeuge immer leichter. Und aus den Abfällen der Tequila-Pflanze Agave stellt 3M Reinigungsschwämme her.
Das sind nur wenige Beispiele von vielen, die den Erfindergeist unterstreichen: Dazu braucht es nicht immer ein inspirierendes Labor. Doch hilft es, wenn man aus einer Quelle mit 45 Technologieplattformen schöpfen kann. I
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