Fluidtechnik

Miniaturhydrauklik und elektro-fluidische Systeme von The Lee Company

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Hydraulische Miniaturkomponenten und elektrofluidische Systeme bilden das Geschäftsfeld, in dem The Lee Company erfolgreich ist. Im Interview mit KEM Konstruktion erläutert William W. Lee, CEO und President, Kompetenzen und wichtige Innovationstreiber des Unternehmens.

Interview: Nico Schröder, Korrespondent KEM Konstruktion, Augsburg

KEM Konstruktion: Herr Lee, welche Markttrends im Bereich der Fluidtechnik treiben Ihr Engineering voran?

William W. Lee: Im Grunde ist es ja ein Haupt-Trend, der das Engineering seit unserer Gründung antreibt: Miniaturisierung – eben die Forderung nach mehr Funktionalität bei kleinerem Bauraum und geringerem Gewicht. Hinzu kommen die industriellen Anforderungen an die Qualität. Um Zuverlässigkeit zu gewährleisten, durchlaufen unsere Komponenten eine hundertprozentige Prüfung und Inspektion.

KEM Konstruktion: Ihr Unternehmen hat sich auf Präzisions-Mikrohydraulik und elektro-fluidische Systeme spezialisiert. Was macht Ihre Kompetenz dabei aus?

Lee: Wir produzieren seit über siebzig Jahren Miniaturkomponenten und wissen, wie man diese Komponenten eben so entwickelt, dass sie die Größe und das Gewicht der Endprodukte maßgeblich verringern und die Qualität sowie Leistungsfähigkeit gleichzeitig steigern. Unsere Kompetenz beruht also stark auf unserem jahrzehntelangen Entwicklungs- und Fertigungswissen. Letztlich sind unsere Komponenten in der Regel deutlich kleiner als Wettbewerbskomponenten, wobei sie die gleichen Funktionen erfüllen können.

KEM Konstruktion: Welches Produktportfolio bieten Sie?

Lee: Wir bieten ein Produktportfolio, das anspruchsvolle Anforderungen in verschiedenen industriellen Anwendungen erfüllt – von Verschlusselementen, Düsen, verschiedenen Ventilen und Druckkomponenten über Magnetventile bis hin zu Dosierpumpen. Tausende unserer mikrohydraulischen Konstruktionen sind zuverlässig im Einsatz: ab 2,5 mm Durchmesser, ab 0,1 g und für Betriebsdrücke bis etwa 550 bar.

KEM Konstruktion: Lee Company ist 1948 gegründet worden und mit Lösungen für Aerospace groß geworden. Ist die Luft- und Raumfahrtindustrie noch immer Ihr stärkster Markt?

Lee: Es handelt sich nach wie vor um einen äußerst dynamischen Markt. Die Luft- und Raumfahrtindustrie macht heute knapp die Hälfte unseres Umsatzes aus. Darüber hinaus arbeiten wir in Industrien wie der Mobil- und Industriehydraulik, der Medizintechnik, Automotive, Formel 1 oder im Segment der Ölförderung – um nur einige zu nennen.

KEM Konstruktion: Als Marktsegment hat die Luft- und Raumfahrt traditionell starkes Innovationspotenzial. Bildet dieses Marktsegment eine Art Leitlinie für andere Produkte Ihres Portfolios?

Lee: Ja, denn für die verschiedenen Industrien, in denen wir arbeiten, setzen wir auch die Qualitätsstandards mit an, die für die Luft- und Raumfahrtindustrie gelten. Wir nehmen sie als Grundlage für verschiedene Anwendungen, in denen unsere Produkte eingesetzt werden. Insofern ist der ganze Bereich Luft- und Raumfahrt sicherlich auch der attraktivste Markt, in dem wir arbeiten – eben weil er ein sehr hohes Innovationspotenzial mit sich bringt und hohe Anforderungen an die Unternehmen und Produkte stellt, die in den jeweiligen Projekten zusammenarbeiten. Gerade so entwickeln wir uns als Unternehmen weiter. Jedes Marktsegment hat allerdings seine Besonderheiten. In Automotive geht es beispielsweise um enorme Stückzahlen, die wir zu bewältigen haben. Im Bereich Medizin wiederum fertigen wir Kunststoffformteile, die perfekt sein müssen.

KEM Konstruktion: Welchen Stellenwert hat der 3D-Druck in Ihrem Geschäft?

Lee: Wir nutzen 3D-Druck nicht um unsere Produkte herzustellen, aber wir beobachten die Entwicklungen, denn unsere Produkte können im 3D-Druck angewendet werden. Entsprechend wollen wir sicherstellen, dass unsere Produkte in 3D-Druckverfahren einwandfrei funktionieren.

KEM Konstruktion: Die Herstellung von Lee-Produkten erfolgt fast ausschließlich in-house. In welcher Weise konzentrieren Sie sich in der eigenen Produktion auf Industrie 4.0 beziehungs-weise aufs Industrial Internet of Things (IIoT)?

Lee: Wir sind wirklich innerhalb unserer Fertigung darauf fokussiert. Fast die gesamte Herstellung, die maschinelle Bearbeitung, das Formverfahren, die Montage und Erprobung finden in unseren beiden Produktionsstätten in Westbrook und Essex, Connecticut/USA, statt. Beide Standorte sind mit modernen Fertigungsanlagen sowie hochentwickelten computergesteuerten Fertigungskontrollsystemen ausgestattet. Aspekte von Industrie 4.0 nutzen wir also, wenn wir Robotik und Automation sowie die Nachverfolgungs- und Kontrollprozesse betrachten.

KEM Konstruktion: Was sind aktuelle Wachstumstreiber?

Lee: Die Märkte – vor allem Luft- und Raumfahrt – sind sehr gut. Die Unternehmen investieren weiterhin. Das ist auch in dem für uns wichtigen Automotive-Markt der Fall. Und auch die Ölförderung ist auf einem stabilen Level, was gut für uns ist.

KEM Konstruktion: Mit welchem Wachstum rechnen Sie?

Lee: Vergangenes Jahr hatten wir ein außergewöhnliches Wachstum von 15 Prozent. Vor allem die Verschluss-Stopfen liefen gut. Für dieses Jahr erwarten wir ein Wachstum im hohen einstelligen Bereich.

KEM Konstruktion: Welchen Umsatz haben Sie geplant?

Lee: Wir entwickeln uns gerade in Richtung 400 Millionen USD. Vor einigen Jahren haben wir 300 Millionen USD überschritten.

www.theleeco.com

The Lee Company
2 Pettipaug Road
PO Box 424 Westbrook
CT 06498
Tel: 860-399-6281
Fax: 860-399-7037

www.lee.de

LEE Hydraulische Miniaturkomponenten GmbH
Am Limespark 2
65843 Sulzbach
Tel.: 06196 – 77369-0
Fax: 06196 – 77369-69
E-Mail: info@lee.de
Geschäftsführer: Jürgen Prochno

Details zum „Technical Hydraulic Handbook“ (12. Auflage)

http://hier.pro/IEvla


William W. Lee ist CEO und President von The Lee Company.
Bild: Nico Schröder/Konradin Mediengruppe

„Wir sind immer auf der Suche nach dem perfekten Produkt, das zuverlässig arbeitet.“

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