Pneumatik/Digitalisierung

Smart Pneumatic Monitor bringt Industrie 4.0 in die Praxis

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Am Aventics-Standort Laatzen: Dr. Peter Saffe, Vice President Strategic Sales (l.), und Dr. Frank Theilen, Vice President Digital Transformation Bild: wyrwa-fotografie/Konradin Mediengruppe
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Wie sich Digitalisierung auf die aktuelle Pneumatik-Performance auswirkt, was das fürs Engineering bedeutet – aber auch, wie sich die Emerson-Akquisition mit neuen Branchenanforderungen in der Aventics-Entwicklung widerspiegeln kann, indem Industrieautomatisierung und Prozessautomatisierung stärker zusammenwachsen, erläutern die Aventics-Manager Dr. Peter Saffe, Vice President Strategic Sales und Dr. Frank Theilen, Vice President Digital Transformation, gegenüber KEM Konstruktion.

Interview: Nico Schröder, Korrespondent KEM Konstruktion

KEM Konstruktion: Auf welcher Stufe der Digitalisierung verorten Sie Ihre Pneumatik? 

Dr. Peter Saffe: Wenn man über den Bereich der Pneumatik spricht, sind wir bei Aventics State of the Art. Und weil wir die Themen natürlich mit unseren größeren Kunden zusammen entwickelt haben, erleben wir heute, dass wir teilweise die erste wirkliche IIoT- oder Industrie-4.0-Anwendung beim Kunden darstellen. Wir haben Kunden, die unsere Systeme – wie den Smart Pneumatic Monitor – einbauen und sagen: Jetzt machen wir endlich auch Industrie 4.0. Denn geredet wird viel. Aber tatsächlich eine Anwendung zu haben, die man dann auch zeigen kann, bei der man nachweisen kann, dass es auch etwas bringt, hier sind wir anderen deutlich voraus.

Dr. Frank Theilen: Ein wesentlicher Punkt ist hierbei Offenheit im Sinne gemeinsamer Arbeit mit Kunden an digitalen Lösungen. Wir warten nicht, bis ein Kunde sagt, er braucht etwas und entwickeln dann nach Auftrag, sondern wir suchen gerade bei den innovativen Themen den Dialog zu bestehenden Kunden, sodass wir deren Ansatzpunkte zu künftigen Lösungen verstehen. Wir sprechen auch mit Dienstleistern, um zu schauen, ob wir gemeinsam Lösungen im Umfeld von Industrie 4.0 entwickeln können. Also wir öffnen uns sozusagen an bestimmten Stellen und gewinnen damit an Schnelligkeit.

KEM Konstruktion: Mitte Juli ist der Abschluss der Akquisition von Aventics durch Emerson bekannt gegeben worden. Emerson – tätig in den Bereichen Automatisierung und in der Leistungsoptimierung von Geschäfts- und Wohngebäuden – sieht die Übernahme als Investment, um seine Kompetenz in der Verbesserung des Anlagenbetriebs durch Digitalisierung, Sensorik und Überwachung des Anlagenzustands auszubauen. Werden sich neue Funktionen aufgrund neuer Branchenanforderungen in Ihren Entwicklungen widerspiegeln?

Saffe: Wir haben in den vergangenen Jahren insbesondere im Bereich Digitalisierung und Internet of Things relativ viel investiert, weil es für uns wichtig gewesen ist, das Unternehmen weiterhin zukunftsfähig auszurichten. Umso mehr haben wir uns gefreut, dass gerade dieses Thema durch den neuen Investor so stark bewertet wurde. Also man hat uns relativ schnell und früh gesagt: Ihr seid sehr gut im Bereich Digitalisierung und Industrie 4.0 – das wollen wir ausbauen. Das ist natürlich immer etwas, das man gerne hört. Es ist Voraussetzung für Erfolg, dass in die Zukunft investiert wird. Wir können Digitalisierung im Bereich Industrieautomatisierung heute schon auf innovativem Level leisten. Das ist unser Zuhause. Interessant wird es jetzt sein, inwieweit die Technologien, die wir im Bereich Industrieautomatisierung haben, nun in Richtung Prozessautomatisierung zusammenwachsen. Wenn die beiden Anwendungsgebiete nun letztlich zusammenwachsen, wird es äußerst interessant.

Theilen: Ein wesentlicher Mehrwert kommt über die zusätzliche Kompetenz. Wenn wir nun neue Produkte entwickeln, kann die Emerson-Seite, mit der wir zusammenwachsen, ihr Know-how einbringen. Und wenn wir an die Entwicklung und Fertigung denken, haben wir die Möglichkeit, weitere Kompetenzen und Kapazitäten aufzubauen.

KEM Konstruktion: Welches Potenzial an Produktivität und Wirtschaftlichkeit können Kunden dann von Ihren Digital-Produkten erwarten?

Saffe: Das ist genau die Frage. Wir können dem Kunden natürlich keine Geräte verkaufen, nur um ihm sagen zu können, du kannst jetzt Industrie 4.0. Das ist vielleicht mal ganz nett, wenn man seinem Chef sagen will: Wir machen das jetzt auch. Aber es muss ein Mehrwert dabei entstehen, und wir beliefern ja in der Regel den OEM. Das heißt, der Maschinenhersteller muss seinen Kunden darstellen können, warum wir jetzt besser sind. 

KEM Konstruktion: Welche Argumente liefern Sie den OEMs in erster Linie? 

Saffe: Wir haben drei Themen, von denen wir sagen, dass wir beispielsweise durch die Anwendung des Smart Pneumatics Monitors besser werden. Das erste ist die Verfügbarkeit. Verfügbarkeit ist ganz wichtig. Ein Auto, das nicht fährt, ist sein Geld nicht wert. Das gilt auch im Maschinenbau. Benutzerfreundlichkeit ist das zweite Thema. Ich komme einfach an einen schnelleren Datenaustausch, ich bin in der Lage, mein System besser zu verstehen und ich kann Prozesse visuell besser darstellen. Das funktionierte früher nicht, weil die Daten gar nicht verarbeitet werden konnten. Also allein durch die komprimierte Zusammenfassung der Daten eines Systems lassen sich in der Regel schon wertvolle neue Erkenntnisse gewinnen. Das dritte Thema ist Energieeffizienz.

KEM Konstruktion: Wie wichtig ist es tatsächlich, energieeffizient arbeiten zu können?

Theilen: Luft – das klingt so, als wäre das Medium immer da. Wenn bei gesamten Anlagen aber über das Thema Leckage gesprochen wird, kommen schnell größere Summen zusammen. Da gibt es auf Kundenseite häufig auch einen Business Case.

Saffe: Genau, also messen wir in der Regel Leckage, Luftverbrauch und Druckverläufe. Wir können aus den sogenannten Anomalitäten, die auftreten, entsprechende Rückschlüsse ziehen. Das fängt alles erst an. Das ist gigantisch.

KEM Konstruktion: Haben Sie ein Beispiel aus der Praxis?

Saffe: Wir haben gerade eine Anwendung bei einem Zulieferer für den Automobilbereich gehabt, in der wir den Smart Pneumatic Monitor installieren konnten. Der Kunde konnte im Zeitverlauf seine Luftverbräuche sehen und ist überrascht gewesen, weil er die Verbräuche vorher nicht genau kannte. Wir haben zum Beispiel festgestellt, dass manche Ventile, die installiert waren, doppelt so groß waren wie nötig. Kein Mensch hat das bisher gemessen, weil das Messen einfach zu aufwändig gewesen ist. Nun gelangt der Kunde zu Downsizing-Möglichkeiten. Die Anwendung wird letztlich sparsamer und der Kunde bekommt die Möglichkeit der Überwachung während des Betriebs, um festzustellen, ob und an welcher Stelle Leckagen auftreten. Hinzu kommt, dass Druckverläufe anpassbar werden. 

Theilen: Es ist insgesamt der richtige Ansatz, zu schauen, wie wir den Kunden mit all seinen erfassten Daten helfen können, hieraus nützliche Informationen zu erhalten.

KEM Konstruktion: Als Basisprodukt vernetzter Anlagen und digitaler Prozessvernetzung positionieren Sie das bereits angesprochene Industrie-4.0-Gateway Smart Pneumatics Monitor (SPM). Wie funktioniert das Modul und welche Vorteile haben die Anwender?

Theilen: Unser Smart Pneumatics Monitor wertet als Industrie-4.0-Element Sensorsignale aus – und zwar verbunden mit unserer Feldbuslösung AES. Hierüber lassen sich Zustandsinformationen ablesen. So können wir Rückschlüsse über das Dämpfungsverhalten bekommen und das wiederum lässt Rückschlüsse auf den Verschleiß zu. Im Sinne von Predictive Maintenance werden Ausfälle voraussagbar. Durch unsere Erfahrung und unser Wissen haben wir insgesamt die Möglichkeit, eine verlässliche Voraussage zu treffen, wann Teile getauscht werden müssen. Diese dezentralen Informationen – beispielsweise über Leckagen – laufen über standardisierte Kommunikationswege wie OPC UA oder MQTT und werden weiterverarbeitet.

KEM Konstruktion: Funktioniert das SPM-Gateway mit Komponenten anderer Hersteller – Stichwort Interoperabilität?

Saffe: Grundsätzlich arbeiten wir mit einer Software und einer Elektronik, die nicht weiß, welche weiteren Geräte im System sind. Wenn wir das Gerät einsetzen, wollen wir es aber möglichst zusammen mit unseren Komponenten einsetzen, denn dann wissen wir genau, was passiert, können auch unsere Komponenten überwachen und haben letztendlich das gesamte System im Griff. Man kann das auch mit anderen Produkten koppeln. Wir machen das in gewisser Weise ja gerade selbst durch die neue Zugehörigkeit zu Emerson. Es sind neue Pneumatikprodukte, die wir jetzt ankoppeln. Also auch Produkte von Asco Numatics arbeiten mit dem SPM zusammen. Wir testen, programmieren und sorgen dafür, dass die Daten und Informationen zusammenpassen.

KEM Konstruktion: Wie werden Sie als Zulieferer Kompatibilitätsansprüchen und Standards gerecht, um Insellösungen zu vermeiden?

Theilen: Als B2B-Lieferant ist es unser Ansinnen, mit offenen Standards oder mit Industriestandards zu arbeiten, sodass wir in gängige Konstellationen passen. Und überall dort, wo es eben darum geht, auch Industriestandards zu definieren, wirken wir möglichst mit. Es geht nicht darum, etwas Proprietäres zu schaffen, wo nur unsere Kompetenzen angeschlossen werden. Wir müssen die Entwicklung unserer Produkte derart gestalten, dass Anwender über standardisierte Schnittstellen zugreifen können. Das ist an der Stelle ganz wichtig.

Saffe: Wenn wir in Richtung Zukunft schauen, erwarten wir eben, dass Sensoren beispielsweise selbst zu IoT-Komponenten werden. Es geht also noch stärker um Integrationsfähigkeit, die dann zu einer Verkleinerung, zu einer Vervollständigung von einzelnen Komponenten führt.

KEM Konstruktion: Welche weiteren Komponenten bieten Sie für das Zusammenspiel mit dem SPM an, um Industrie 4.0 möglichst einfach zu implementieren?

Saffe: Derzeitig ist das SPM das zentrale Gerät. Wir versuchen natürlich immer, es im Kontext mit unseren anderen Geräten einzusetzen. Bei OEMs, die wir seit Jahren dauerhaft beliefern, kennen wir die Anwendungen relativ genau. Hier wissen wir, was die einzelnen Ventile und Zylinder machen. Also versuchen wir mit dem SPM und anderen Komponenten die Systeme so zu optimieren, dass wir für den Kunden eine merkliche Verbesserung erreichen. Wir haben konkrete Fälle, wo uns Kunden beispielsweise beauftragen, Energie einzusparen oder den Prozess zu beschleunigen. Je mehr Sensorik wir nun auswerten können, umso besser können wir die Kundenanforderungen erfüllen. Mehr über die Prozesse zu erfahren, ist hochinteressant – für beide Seiten.

KEM Konstruktion: Wie regeln Sie die Datenverwaltung und -verarbeitung mit Ihren Kunden, also wer hat an welcher Stelle Zugriff und sinnvoller Weise Einblick in die erhobenen Daten?

Theilen: Grundsätzlich sind Kunden aktuell recht offen Im Detail unterscheidet es sich aber von Kunde zu Kunde. Man kann nun natürlich darüber nachdenken, künftig spezielle Services oder Beratungsleistungen anzubieten, die das Wissen über die Verläufe berücksichtigt. Das ist aber unabhängig davon, wo die Daten konkret liegen. Üblicherweise liegen die Daten beim Kunden.

Saffe: Das wird noch ein hochinteressantes Thema. Wir haben zum Beispiel einen OEM im Maschinenbau, der weiß wirklich von sämtlichen Maschinen, die er in den letzten zehn Jahren gebaut hat, an welcher Stelle der Welt sich diese befinden. Der wird natürlich ein hochgradiges Interesse daran haben, zu wissen, was seine Maschinen eigentlich machen. Zum Beispiel sehen, aha, jener Betreiber dreht den Druck zu hoch oder ein anderer lässt die Maschine immer zu schnell laufen. Das heißt also, das Interesse des Maschinenherstellers, mehr über die Anwendung seiner Maschine zu erfahren, ist hoch. Und ich glaube auch nicht, dass man uns als Lieferanten dieses Wissen einfach überlassen wird. 

KEM Konstruktion: Ist das ein Ziel?

Saffe: Das ist nicht unser Ziel. Wir wollen letztendlich unseren Kunden helfen, ihre Pneumatiksysteme zu verbessern und deren Maschinen wettbewerbsfähiger zu gestalten. Wir sehen uns nicht als Big Brother, der alles überwacht. Natürlich haben wir Fälle gehabt, in denen es Reklamationen gab, weil bei einer Anlage beispielsweise der Druck oder weil die Feuchtigkeit zu hoch gewesen sind. Wir bekamen also eine Reklamation und wussten nicht, wie unser Teil eingesetzt worden ist. Wenn der OEM also nachweisen kann, wie das Gerät gearbeitet hat, dann hat man natürlich sofort eine sachliche Diskussion an der Stelle. Aber das Interesse, die Daten zu verwalten und zu verarbeiten, wird beim Maschinenhersteller liegen.

Theilen: Ja, das denke ich auch. 

Saffe: Hier wollen wir uns gar nicht einmischen. Das ist derzeitig nicht unser Geschäftsmodell. Was in zehn Jahren ist, weiß man nicht.

KEM Konstruktion: Denken Sie als Zulieferer in Richtung zusätzliche Services, die sich vermarkten lassen?

Theilen: Unter Gesichtspunkten von Predictive Maintenance denken wir darüber nach. Wir haben konkrete Vorstellungen und diskutieren sehr offen mit den Kunden, um den Bedarf ganz klar herauszuarbeiten.

Saffe: Diagnosesysteme haben wir seit vielen Jahren für bestimmte Kunden umgesetzt. Das heißt Diagnose im Sinne, dass angezeigt wird, wenn Fehler auftreten oder wenn Geräte ausgetauscht werden können. Nur das Thema wird jetzt eben noch stärker digitalisiert und übers Netz ausgetauscht. Wir sind aber heute noch nicht so weit, dass das alles voll automatisiert ist. Das beginnt gerade erst.

KEM Konstruktion: Erfahren die Themen Energie-effizienz (Stichwort: ISO 50001) und Diagnose unter den verfügbaren Möglichkeiten von Digitalisierung einen neuen Höhepunkt?

Theilen: Den Höhepunkt haben wir noch nicht erreicht. Also das, was wir jetzt haben, ist die Infrastruktur, um diese Dinge umzusetzen. Der nächste Schritt ist es, aus diesen Daten zu lernen. Der Höhepunkt kommt über das Wissen, wie Dinge funktionieren, wie sie zusammenhängen – und wie man daraus einen Mehrwert ziehen kann.

KEM Konstruktion: Welchen Weg in Richtung Smart Data gehen Sie mit Ihren Kunden aktuell?

Theilen: Wenn Kunden beispielsweise Interesse am Smart Pneumatics Monitor haben, setzen wir uns mit dem Kunden zusammen und überlegen, wie der Mehrwert genau aussehen kann. Kunden haben häufig keinen konkreten Blick darauf, welches Potenzial smarte Produkte mitbringen.

Saffe: Wenn wir nur abbilden würden, was der Kunde ohnehin schon erwartet, wäre das zu wenig. Jedes Smartphone kann heute mehr als sich Kunden hätten träumen lassen. Also ich meine, Hersteller müssen weiter sein als das, was der Kunde eigentlich will. Das heißt, wenn wir mit Kunden über die Anwendung des Smart Pneumatics Monitors sprechen, ist es in der Regel so, dass der Kunde von den Möglichkeiten überrascht ist. Ein Kunde denkt ja nicht Tag und Nacht in Pneumatik. Wir wachen morgens um sieben auf, denken Pneumatik und wenn wir abends um zehn schlafen gehen, denken wir noch immer Pneumatik. Also wir denken in Schaltungen, wir denken in Funktionen. Der Kunde denkt in seiner Anwendung. Der Kunde denkt zum Beispiel: Ich muss diese Flasche langziehen. Was da auf der Pneumatikseite passiert, um so eine Flasche langzuziehen, weiß er oft gar nicht. Für uns ist das ein geregelter Druckaufbau über die Zeiten und ein geregeltes Volumen. Wunderbar. Für den Kunden ist das eine lang gezogene Flasche. Das heißt, wir denken ja in pneumatischen Prozessen und sind damit in der Lage, mit unseren Kunden entsprechend zu kommunizieren und Lösungen zu finden.

KEM Konstruktion: Welche Rolle messen Sie der Maschinensicherheit mit Blick auf Pneumatik bei?

Saffe: Leider wird Pneumatik an der Stelle manchmal unterschätzt. Pneumatik, wenn man sie nicht beherrscht, kann gefährlich werden. Das merken Sie, wenn Sie mal versuchen, einen 100er Zylinder festzuhalten – Sie merken, dass das eben nicht ohne weiteres geht. Das heißt, Maschinensicherheit in der Pneumatik bedeutet, dass man weiß, was passiert. 

KEM Konstruktion: Welche pneumatischen Funktionen und konstruktiven Merkmale verknüpfen Sie aktuell also mit Maschinensicherheit?

Saffe: Es gibt zwei Themen, die an der Stelle wichtig sind. Zum einen sicheres Entlüften. Das hört sich vielleicht trivial an, ist es aber nicht. Denn wenn Sie in einer Pneumatikanlage an einer Stelle unkontrollierten Druck haben, ist das ein potenzielles Risiko. Das heißt, wenn zum Beispiel eine Notaussituation oder ein Maschinenstillstand eintritt oder ein mechanischer Fehler in der Maschine im Zusammenhang mit der Pneumatik auftaucht, ist es wichtig, den Luftdruck abzubauen. Wenn kein Druck da ist, kann eigentlich nicht mehr viel passieren. Also das wichtigste ist sicheres Entlüften, wofür wir auch Schaltungen anbieten. Das zweite Thema ist sicheres Anhalten. Wir bieten zum Beispiel Bremsen an, die Zylinder sicher festhalten und dafür sorgen, dass ein Zylinder sich nicht mehr bewegen kann – egal ob noch Druck oder Unterdruck da ist. Es geht in erster Linie darum, die Luft sicher aus dem System heraus zu bekommen und danach ungewollte Bewegungen zu vermeiden.

Theilen: Über die Sensordaten – Schlagwort Predictive Maintenance – sind wir heute in der Lage, Schwachstellen in der Maschinensicherheit zu erkennen. Über entsprechende Überwachungstools hat der Maschinenbetreiber die Möglichkeit einzugreifen, bevor eine Maschine stillsteht oder ausfällt.

KEM Konstruktion: Welche Möglichkeiten bieten Sie, um Engineering-Prozesse möglichst frühzeitig zu unterstützen und individuelle Kundenwünsche umzusetzen?

Saffe: Da wir beratungsintensive Produkte haben, stellen wir unseren Kunden Hilfsmittel zur Verfügung, um die richtigen Produkte auswählen zu können. Beispielsweise bieten wir seit mehr als 20 Jahren kostenfreie Engineering-Tools wie Produktkonfiguratoren, Luftverbrauchsrechner oder Schaltplansoftware online an. Die Kunden können kostenfrei damit arbeiten. Sie können bei uns eine Ventilkonfiguration in drei Minuten online erstellen. Und es ist tatsächlich so, dass die Kunden an der Stelle verwöhnt sind. Das Internet ist das Tool, das am meisten zum Informationsaustausch genutzt wird. Alles andere steht dahinter.

Theilen: Neben diesen Onlineangeboten bieten wir einen speziellen Request-Kanal. Wenn Kunden individuelle Wünsche haben, dann haben sie über diesen Weg die Möglichkeit, Kontakt mit uns aufzunehmen und direkt mit dem Team zu sprechen, das mit einem Problembereich vertraut ist. Das ist ein zentraler Punkt, um Innovationen umzusetzen – eben auch die Möglichkeit zu bieten, Produkte in Pilotprojekten zu entwickeln.

KEM Konstruktion: Wie sind Sie hinsichtlich digitalem Engineering und agiler Teams aufgestellt?

Theilen: Was den normalen Engineering-Prozess betrifft, bieten wir alles von CAD bis CAM. Das ist Standard für die Industrie. Außerdem nutzen wir seit Jahren 3D-Fertigungsverfahren, um zu testen und technologisch am Ball zu bleiben. Es ist eine Technologie, die begleiten wir in diesem Sinne, aber wir setzen keinen starken strategischen Fokus darauf. Agiles Projektmanagement nutzen vorzugsweise in der Arbeit zwischen zwischen Fachbereichen und IT. Neben den IIoT Themen arbeiten wir im Kontext von Digital Engineering und einer internen Reporting Factory mit agilen Methoden.

Zusatzcontentverweis SEO

((Wiederholung allgemeine Website))

Details zu…
hier.pro/…
((Wiederholung Infokasten))

((ggf. hier auch Messehinweis aus Infokasten wiederholen – Messe dann mit Jahreszahl!))


Dr. Peter Saffe, Vice President Strategic Sales, Aventics GmbH
Bild: wyrwa-fotografie/Konradin Mediengruppe

„Wir können Digitalisierung im Bereich Industrieautomatisierung heute schon auf innovativem Level leisten. Das ist unser Zuhause.“

 


Dr. Frank Theilen, Vice President Digital Transformation, Aventics Services Germany GmbH
Bild: wyrwa-fotografie/Konradin Mediengruppe

„Unser Smart Pneumatics Monitor wertet als Industrie-4.0-Element Sensorsignale aus – und zwar verbunden mit unserer Feldbuslösung AES.“


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Zum Unternehmen

Emerson (NYSE: EMR) gab heute den Abschluss des Erwerbs von Aventics bekannt, einem weltweit führenden Anbieter von intelligenten Pneumatiktechnologien, die Anwendungen in der Maschinen- und Fabrikautomation antreiben. Die Akquisition wird die Reichweite des Unternehmens auf dem wachsenden Markt für Fluidautomation in Höhe von 13 Milliarden US-Dollar deutlich erhöhen und die Präsenz von Emerson im Bereich der Automatisierungstechnik in Europa festigen.




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