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Lieber reich durch Nachmachen als arm durch Erfinden?

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Die Schweizer sind keineswegs die Erfinder des Brühwürfels, wenngleich heute der „Maggi-Würfel“ Synonymcharakter besitzt. Erfinder des Brühwürfels war vor rund 120 Jahren vielmehr die „Liebig’s Extract of Meat Company“ aus London, die schon seit fast 50 Jahren nicht mehr existiert. Das Schweizer Unternehmen Maggi – seit 1947 Bestandteil des weltgrößten Lebensmittelkonzerns Nestlé – veränderte den britischen „Liebig-Würfel“ aber ganz entscheidend: Statt Fleischextrakt wurde denaturiertes Pflanzeneiweiß verwendet. Das schmeckte ähnlich, war viel billiger, reduzierte damit den Verkaufspreis und ebnete so den Weg zum Welterfolg. Dieses Beispiel zeigt: Richtiges Imitieren kann erfolgreicher sein als Erfinden. Auch – oder gerade – in kleinen und mittelständischen Unternehmen. Wie Sie dabei vorgehen, verraten wir Ihnen hier.

Zeit- und Geldvorteile
Ähnliche Erfolgsgeschichten wie die des „Maggi-Würfels“ finden sich zuhauf: Von der Spiegelreflexkamera (Erfinder: Ihagee, Marktführer: Canon) über den Laserdrucker (Erfinder: Chester Floyd Carlson/Xerox, Marktführer: HP) und die Kreditkarte (Erfinder: Diners, Marktführer: Mastercard) bis zum Fastfood-Restaurant (Erfinder: White Castle, Marktführer: McDonalds) – fast immer hat das „abkupfernde“ Unternehmen das „erfindende“ in vielerlei Hinsicht überflügelt. Die Gründe liegen auf der Hand: Die Entwicklung eines Produkts oder einer Dienstleistung von der Idee bis zur Marktreife kostet Geld und Zeit. Beides fehlt dann für Marketing und Vertrieb. Hinzu kommt, dass viele Erfinder davon träumen, aus einer Garagenfirma ein Weltunternehmen zu formen, was aber nur den Wenigsten gelingt. Gestützt werden die Erfolge des „Nachahmers“ zusätzlich durch die geschickt zu umgehenden Fehler des Innovators bei der Markteinführung.
Schutzrechte beachten
Aber ist es wirklich so einfach, aus den Erfindungen anderer Kapital zu schlagen? Natürlich nicht, denn zumindest in der zivilisierten Welt existieren – sofern angemeldet – umfangreiche gewerbliche Schutzrechte. Clevere Nachahmer kupfern also nicht einfach ab, sie verbessern vorhandene Angebote, perfektionieren deren Funktion oder schaffen für den Verbraucher zusätzlichen Mehrwert. Denn das in jeder Beziehung optimale Produkt oder die beste Dienstleistung gibt es nicht. Reicht die „Schöpfungshöhe“ nicht aus, lässt sich immer noch mit dem Inhaber der Schutzrechte über Lizenzen verhandeln.
So finden Sie heraus, ob Sie in Ihrer Branche „Erfindungsschätze“ heben können:
  • 1. Analysieren Sie Produkte beziehungsweise Dienstleistungen Ihrer innovativen Wettbewerber und finden deren Schwächen heraus.
  • 2. Überprüfen Sie, ob Sie diese Schwächen ausschalten können.
  • 3. Wenn Sie über bessere Einkaufskonditionen für die Rohstoffe/Komponenten verfügen, verhandeln Sie über Lizenzen und reduzieren den Verkaufspreis.
  • 4. Besuchen Sie große Industriemessen wie die in Hannover und informieren sich über Innovationen in Ihrer Branche. Dann gehen Sie nach den Punkten 1 bis 3 vor.
  • 5. Veranstalten Sie mit Ihren Mitarbeitern pro Quartal ein „Brainstorming“, in dem es um Verbesserungsvorschläge und neue Ideen geht.
  • 6. Fragen Sie Ihre Kunden – beispielsweise in einem Newsletter – nach Verbesserungsvorschlägen und loben dafür kleine Belohnungen aus.
  • 7. Besuchen Sie regelmäßig die Website des Deutschen Patent- und Markenamts (www.dpma.de) und die der Schweizer Ideenbörse GmbH (www.idee.ch).
Und wenn Sie schon ein Produkt fast bis zum Prototyp entwickelt haben aber ein ganz spezielles Problem bisher nicht lösen konnten: Bei www.innocentive.com, der weltweit größten Website für Erfinder und Auftraggeber, können Sie gegen Honorar Köpfe rauchen lassen …
Die Becker von Buch Unternehmensberatung GmbH ist eine klassische Unternehmensberatung, die sich auf die Belange kleiner und mittelständischer Unternehmen spezialisiert hat. Seit der Gründung durch den geschäftsführenden Gesellschafter Johannes Ullrich Becker von Buch im Jahr 1991 hat sich das Unternehmen von vier auf derzeit über 290 Mitarbeiter und Partner kontinuierlich erweitert. Somit zählt Becker von Buch heute zu den größten Unternehmensberatungen für kleine und mittelständische Unternehmen im deutschsprachigen Raum. Durch die langjährige Erfahrung hat das Unternehmen sehr viel Know-how in den verschiedensten Branchen gesammelt, das den Klienten pragmatisch, schnell und kompetent vermittelt wird. Dieses Spezialwissen wird bestätigt durch die Auszeichnung zum „TOP CONSULTANT 2010“, welche von Prof. Dr. Fink und dem ehemaligen Bundesminister für Finanzen Hans Eichel (Mentor des Projektes) durchgeführt wurde. Die Becker von Buch Unternehmensberatung GmbH hat ihren Hauptsitz in Hannover, Deutschland, und hat 100%ige Tochtergesellschaften in Innsbruck, Österreich, und Zürich, Schweiz. Zusätzlich ist sie in mehreren deutschen und europäischen Großstädten mit Repräsentanz-Büros vertreten.
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