Erstes E-Taxi für tropische Megastädte ist startbereit

EVA: Testfahrt in Singapur

Die Auslässe der Klimaanlage befinden sich über dem Kopf der Fahrinsassen. Zusätzlich gibt es in den Rückenlehnen und den Sitzflächen kleine Ventilatoren, die warme Luft vom Oberkörper wegsaugen
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Es hat eine große Reichweite, seine Batterie kann schnell geladen werden, und es bietet dem Fahrgast hohen Komfort: Das elektrische Taxi EVA hat seine erste offizielle Testfahrt absolviert. Konzipiert wurde das Fahrzeug speziell für tropische Megastädte.

In der Metropole Singapur sind die Straßen überfüllt. Dichter Verkehr sorgt für hohe Luftverschmutzung und Lärmbelästigung. Elektroautos wären eine Lösung für diese Probleme. Wegen der hohen Kosten besitzen jedoch nur wenige Menschen dort ein eigenes Auto. Daher arbeiten Forscher der Technischen Universität München (TUM) und der Nanyang Technological University (NTU) in Singapur seit 2011 an einem Taxi mit Elektroantrieb. EVA ist speziell auf die Anforderungen der tropischen Stadt zugeschnitten. Bereits 2013 hatten die Wissenschaftler einen Prototyp auf der 43. Tokio Motor Show vorgestellt. Nun fand die erste offizielle Testfahrt an der NTU Singapur statt.
Große Herausforderungen bei der Konzeption des Autos waren für die rund 30 wissenschaftlichen Mitarbeiter und Experten sowie 40 Studierende vor allem dessen Reichweite und die Ladegeschwindigkeit des Akkus. Die Batterie von „EVA“ kann innerhalb von 15 Minuten so weit aufgeladen werden, dass das Taxi eine Distanz von mindestens 200 Kilometern zurücklegen kann.
Das Auto ist 4,32 m lang, es misst vom Boden bis zum Dach 1,68 m und ist 1,79 m breit (ohne Seitenspiegel). Um Gewicht zu sparen, besteht die Fahrgastzelle fast ausschließlich aus karbonfaserverstärktem Kunststoff. Die sogenannte Zonenklimaanlage ist ebenfalls energieeffizient. Jeder Sitz im Auto hat seine eigene Zone, in der die Kühlung individuell geregelt werden kann.
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