Die CAD-Software Solidworks 2019 beschleunigt Konstruktionsprozesse

CAD-Software

Neue Funktionen im Solidworks Lösungsportfolio

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Es hat schon Tradition, dass Solidworks im Herbst einen Ausblick auf die nächste Version gibt. Früher drehte sich dabei alles um 2D- und 3D-CAD. Inzwischen ist rund um die CAD-Software eine Vielzahl von Werkzeugen verfügbar. Darin sind unter anderem Tools für die 2D- und 3D-Konstruktion, Simulation, die elektrische Konstruktion, das Produktdatenmanagement, die technische Kommunikation enthalten, bis hin zu einem Online-Marktplatz für Fertigungsdienstleistungen.

Stefan Graf, Freier Fachjournalist, Darmstadt

Inhaltsverzeichnis

1. Beschleunigung für große Baugruppen
2. Vereinfachen und Schützen
3. Vom Design zur Fertigung
4. Kostenschätzung innerhalb von Sekunden

 

Mit der Version 2019 wurde für die rund 5,8 Millionen Anwender weltweit, etwa 100.000 Nutzer davon in Deutschland, ein Produktpaket geschnürt, das vor allem die Produktentwicklung – bis hin zur Fertigung – beschleunigen, vereinfachen und auch automatisieren soll. Das trifft bei den Kunden durchaus auf Zustimmung, denn Anwender sind oft stark mit Aufgaben belastet und Entscheider wünschen sich kürzere Entwicklungszeiten sowie eine höhere Wertschöpfung.

Solidworks hat bei der Weiterentwicklung daher den Fokus auf beschleunigte Prozesse und eine höhere Produktivität gelegt. Ein wesentlicher Punkt ist hier eine konsequent umgesetzte Assoziativität über alle Produkte und Funktionen hinweg. Das bedeutet, dass Änderungen – beispielsweise in der Mechanik (CAD) – automatisch auch in anderen Bereichen, wie etwa für die Elektrik/Elektronik (E-CAD) übernommen werden. Innerhalb der Produktfamilie ist damit eine Konstruktion über die Funktionsgrenzen hinaus immer auf dem aktuellen Stand. Und das ohne das Zutun des Bedieners.

Beschleunigung für große Baugruppen

Wie hoch die Performance einer CAD-Software ist, zeigt das Handling großer Baugruppen. Solidworks hat hier rundum Verbesserungen vorgenommen. Wie leistungsstark die neue Version nun ist, wurde während einer Pressekonferenz im Oktober anhand eines Teleskops gezeigt. Rund 20.000 Teile umfasste die Baugruppe des Zehn-Meter-Teleskops Maunakea Spectroscope Explorer (MSE) bereits, das neue Wege für wissenschaftliche Entdeckungen aufzeigen soll. Ohne Ruckeln konnte die gesamte Konstruktion bewegt, gedreht und vergrößert oder verkleinert werden. Die produktionsfertige Version des Teleskops soll am Ende sogar über 100.000 Teile umfassen. Die Version 2019 bietet neben neuen Features auch erweiterte Funktionen, etwa zur „Prüfung großer Konstruktionen“ an, die Anwendern eine größere Flexibilität für die schnelle Abfrage oder Änderung von Modellen ermöglichen soll. Der CAD-Hersteller verwendet hierfür eine neue Grafikarchitektur für Teile und Baugruppen. Diese Architektur bietet eine reaktionsfähigere Echtzeitanzeige, insbesondere bei großen Modellen. Sie nutzt zudem moderne OpenGL-Technologie (4.5) und hardwarebeschleunigte Wiedergabe zur Aufrechterhaltung einer hohen Detailgenauigkeit und Framerate beim Schwenken, Zoomen oder Drehen großer Modelle. Hierfür waren vor einigen Jahren noch hochpreisige Workstations notwendig.

Darüber hinaus können Produktentwicklungsteams nun auch mit Mitarbeitern außerhalb des Teams einfacher kommunizieren, indem sie Teile und Baugruppen direkt mit Markierungen einfach per Stift versehen, diese mit dem Modell speichern und als PDF exportieren.

Vereinfachen und Schützen

Zur schnellen Vereinfachung von Baugruppen dient ein Defeature-Werkzeug, das ebenfalls verbessert wurde und jetzt bessere Steuerungsmöglichkeiten bietet, um stark vereinfachte Baugruppen zu generieren. Der Anwender wählt hierzu Teile und einzelne Körper aus. Mit einer Kontur vom Passungstyp kann er danach die Richtung der Silhouette berechnen. Ist er mit der Vereinfachung zufrieden, kann das Defeature-Modell in einem neuen Dokument mit einer „Verknüpfung“ zum Original gespeichert werden. Alternativ können Komponentenanbieter das Modell direkt in 3D Content Central hochladen, um es über das Web mit Millionen von Designern und Ingenieuren zu teilen. Wieviel von der eigentlichen Konstruktion preisgegeben wird, entscheidet der Konstrukteur. Insbesondere im Austausch mit Geschäftspartnern bleibt das Know-how beim Urheber.

Vom Design zur Fertigung

„Time to Market“ ist noch immer ein vielzitierter Begriff. Hierzu gehört – neben einer zügigen Produktentwicklung der möglichst nahtlose Übergang zur Fertigung. Mit der Funktion „MBD“ (modellbasierte Definition) können Anwender der Fertigungsabteilung alle Details ihres Konstruktionsplans direkt im 3D-CAD-Modell übermitteln, ohne separate 2D-Zeichnungen erstellen zu müssen. Sie hilft bei der Definition, Organisation und Veröffentlichung von Produkt- und Fertigungsinformationen (PMI), darunter 3D-Modelldaten in branchenüblichen Dateiformaten. Soll eine PDF- oder eDrawings-Datei archiviert werden, kann diese automatisch direkt aus dem 3D-Modell erstellt werden, wodurch sich die Konstruktionszeit erheblich verkürzt.

Kostenschätzung innerhalb von Sekunden

Auch für die Kalkulation der Fertigungskosten gibt es Unterstützung: Die Werkzeuge in Solidworks Costing liefern sehr schnell Kostenschätzungen für bestimmte Elemente, darunter Blech, Maschinenbearbeitung, Schweißkonstruktion, Druckgussteile, Kunststoffteile und 3D-Drucke. Mit diesen Daten können Konstrukteure und Ingenieure ihre Konstruktionen kontinuierlich mit Kostenzielen abgleichen und Hersteller können ihre Angebotserstellung automatisieren. eve

www.solidworks.com

Ein Überblick über die neuen Funktionen:
hier.pro/Vcaza

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