Digitalisierung und Automatisierung der Prozesse

DPS Software zum Product Data Management – dem zweiten Hauptinformationsstrang

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PDM/PLM hat in den letzten Jahren ein wenig an Bedeutung verloren. Aus Sicht der DPS Software GmbH sehr zu Unrecht. Für sie ist die Digitalisierung und Automatisierung der Prozesse, nicht nur im Engineering, ohne dieses Tool kaum möglich.

Karl Obermann, freier Journalist, für die DPS Software GmbH, Leinfelden-Echterdingen

Inhaltsverzeichnis

1. Schnittstellen ermöglichen-flexible Verbindungen
2. Kurze Einweisung, schneller Einsatz
3. Solidworks PDM ist in zwei Ausbaustufen erhältlich
4. Die Mappentechnik

In der Anfangszeit hatte PDM (Product Data Management) hauptsächlich die Funktion, Zeichnungen und CAD-Modelle zu verwalten. Im Laufe der Zeit kamen immer mehr – auch kaufmännische – Aufgaben dazu. Heute setzen viele Unternehmen PDM/PLM (Product Lifecycle Management) als zweiten Hauptinformationsstrang parallel zu ERP (Enterprise Resource Planning) ein. „Workflows spielen eine immer wichtigere Rolle“ erklärt Friedrich Luger, Leiter Competence Center PDM bei der DPS Software GmbH in Leinfelden-Echterdingen, „Workflows sind im Prinzip die Basis für die Automatisierung, etwa als Freigabe-Workflows oder Änderungsworkflows. Dazu gehört beispielsweise auch, dass, sobald ein definierter Produktstatus erreicht ist, eine Reihe automatisierter Aufgaben ausgelöst wird, um komplette Prozesse zu starten und sie ohne Userinteraktion erfolgreich abzuschließen. Eine zentrale Rolle spielen Workflows auch bei der ereignisgesteuerten Kommunikation mit externen Systemen, beispielsweise für die automatisierte Bereitstellung von Daten für ein ERP-System.“

ERP-Kopplung ist dementsprechend auch ein Thema, das immer intensiver nachgefragt wird, wie der DPS-Fachmann in der täglichen Praxis sieht: „Als wir 2006 mit Solidworks PDM begannen, wurde vielleicht für eine von 20 PDM-Installationen eine PDM-ERP-Integration angedacht. Heute hat jedes zweite System einen ERP-Anschluss von Anfang an dabei. Und bei praktisch jeder Installation ist es das Ziel, im zweiten Schritt, zu so einer Kopplung zu kommen“.

Schnittstellen ermöglichen-flexible Verbindungen

Solidworks PDM hat die Integration vieler Autorensysteme zu bewältigen. Früher ging es rein um CAD, aber heute umfasst allein die Solidworks-Plattform mehr als ein Dutzend Anwendungen, die alle mit dem gleichen Basisdatensatz (dem 3D-Modell) arbeiten, deren Daten alle verwaltet werden müssen. Über das PDM-System können diese Daten direkt weiter genutzt werden. Gleichzeitig verfügt Solidworks über eine MS-Office-Integration und es werden auch CAD-Fremdsysteme unterstützt. Im Fall von Solidworks PDM handelt es sich dabei unter anderem um Autocad, Inventor, Solid Edge, Creo Parametric, Creo Elements, DraftSight und verschiedene E-CAD-Systeme. Neben CAD- und MS-Office-Dateien können außerdem auch alle gängigen Filetypen und Neutralformate verwaltet werden. Im Standardumfang werden bereits etwa 200 kostenlose Viewer mitgeliefert.

Dies alles muss von funktionierenden Schnittstellen bewältigt werden. Im Fall von Solidworks PDM steht zudem allen Anwendern ein API (Application Programming Interface) oder auch XML als Austauschformat zur Verfügung. „Wir verwenden standardmäßig das XML-Format für die Interaktion mit anderen Systemen, auch wenn es um die Anbindung von ERP-Systemen geht“, sagt Friedrich Luger.

Kurze Einweisung, schneller Einsatz

Auf dem ersten Blick sehen alle PDM-Systeme ähnlich aus. Gibt es noch wesentliche Unterschiede? „Ja, die gibt es“, erklärt der Leiter des Competence Centers und reklamiert für Solidworks PDM „eine sehr anwenderfreundliche Bedienung und auch Administration.“ Eine der wesentlichen Stärken von Solidworks PDM ist demnach die Bedienoberfläche. Sie ähnelt dem Windows Explorer, sodass sich Nutzer innerhalb weniger Stunden zurechtfinden sollen.

Eine weitere Särke sieht er in der leichten Administrierbarkeit des Systems. Das liege „an der sehr durchdachten Administratoroberfläche, die den Administrator bei allen Konfigurationsänderungen, bei der Erstellung von Datenkarten oder der Änderung und Erstellung von neuen Workflows durch eine grafische Oberfläche unterstützt. Das ist eine extrem wichtige Systemeigenschaft, insbesondere für unsere Kunden aus dem KMU-Bereich.“ Daraus resultiere wiederum, dass eine eintägige statt einer einwöchigen Schulung ausreiche. Und weil das System so einfach zu administrieren sei, mache in 90% aller Installationen ein Keyuser, also ein Konstrukteur, die Administration mit.

Solidworks PDM ist in zwei Ausbaustufen erhältlich

Solidworks PDM Standard nutzt als Datenbank die Microsoft SQL Server Express Edition und ist ein integraler Teil von Solidworks Professional und Premium. Es wird mit jeder dieser CAD-Lizenzen ausgeliefert. Die Standardversion ist für kleine lokale Arbeitsgruppen konzipiert (3 bis 5 User), die keine allzu hohen Anforderungen haben (beispielsweise ohne ERP-Anschluss, ein einfacher Workflow, keine API), deckt jedoch alle nötigen Basisfunktionen ab.

Solidworks PDM Professional basiert auf der Microsoft SQL Server Standard Edition und bietet erweiterte Möglichkeiten, die alles das umfassen, was in diesem Beitrag bereits beschrieben wurde. „Das System funktioniert mit einem Nutzer genauso, wie mit 1000 Anwendern“, erklärt Friedrich Luger. Auch eine Datenreplikation über mehrere Standorte und Kontinente hinweg, ist kein Problem und bei vielen international tätigen Kunden bereits seit Jahren im Einsatz.

Die DPS Software GmbH hat darüber hinaus eine ganze Reihe von Zusatzpaketen entwickelt, die nicht nur den Anwendern das Leben erleichtern und ihre PDM-Performance erhöhen sollen. „Primär nutzen wir diese Tools dazu, um mit unseren Kunden den digitalen Strukturwandel, Schritt für Schritt, umzusetzen,“ erläutert der Leiter des Competence Centers. Mehr Informationen dazu findet man auf der DPS-Homepage.

Die Mappentechnik

Wenn man sich einem PDM/PLM-System nähert, fällt einem sehr schnell die Mappentechnik auf. Mappen, die wie in der realen Welt einfach geöffnet, befüllt und wieder geschlossen werden können. Ein Unternehmen, das projektorientiert arbeitet, bildet damit seine Projektstruktur ab: Interne Kommunikation, externe Kommunikation, Zeichnungen, Berechnungsergebnisse und vieles mehr finden hier Platz und können schnell wiedergefunden werden.

Unternehmen, die produktorientiert arbeiten, nutzen dementsprechend ihre Produktstruktur. Entscheidend ist die Einfachheit, denn PDM wird nicht nur von Ingenieuren und Technikern genutzt, sondern auch von anderen Gruppen im Unternehmen. „Ja, es ist zwischenzeitlich sogar so, dass auf einen PDM-Nutzer im konstruktiven Umfeld (CAD-PDM) mittlerweile zehn PDM-Nutzer in anderen Unternehmensbereichen kommen“, berichtet Friedrich Luger.

Ein kleines Beispiel der Digitalisierung: Früher hat man am Ende der Konstruktion alle nötigen Arbeitsmaterialien gesammelt und dem entsprechenden Ansprechpartner in der Arbeitsvorbereitung übergeben. Mit PDM wurde alles in einer elektronischen Mappe zusammengeführt, die per Mausklick in die AV gesendet wurde. „Inzwischen geht man noch einen Schritt weiter“, so Friedrich Luger, „indem man die nachfolgenden Stellen, etwa die Arbeitsvorbereitung, auf den gleichen Datenbestand zugreifen lässt, den der Konstrukteur angelegt hat. Damit ist die Eindeutigkeit der Daten gesichert.“ Die Mitarbeiter der nachfolgenden Stellen erhalten lediglich noch eine Nachricht, dass ein bestimmter Datensatz bereitsteht und auch dies erfolgt automatisiert und über einen Workflow gesteuert. ik

Weitere Informationen zu Solidworks PDM Professional bei DPS Software:
hier.pro/AxT5B

Kontakt:
DPS Software GmbH
Esslinger Straße 7
70771 Leinfelden-Echterdingen
Telefon: +49 711-79 73 10-0
Fax: +49 711-79 73 10-29
E-Mail: info@dps-software.de
www.dps-software.de


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