Zusammenarbeit

Eplan Syngineer verbindet E-Technik, Mechanik und SPS-Software

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In Zeiten von Industrie 4.0 müssen Engineering-Disziplinen zusammenwachsen. Doch wie lassen sich bestehende Abteilungsgrenzen überwinden? Syngineer – ein Tool von Eplan und Cideon sorgt dafür, dass alle Projektbeteiligten jetzt ‚miteinander reden‘. Das Werkzeug ermöglicht die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit von Mechanik, Elektrotechnik und SPS-Software. Mit ihm lassen sich genau die Informationen bereitstellen, die der jeweilige Kollege für seine Arbeit benötigt. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie dadurch Aufwände für die Abstimmung entfallen, was spart Zeit, reduziert Fehler und somit zu einem schnelleren Projektablauf führt.

Birgit Hagelschuer, Pressesprecherin Eplan, Monheim am Rhein

Inhaltsverzeichnis

1. Intuitive Bedienung
2. Prozesse optimieren ist Pflicht
3. Fazit

Kennen Sie noch die Zeiten, als das Thema ‚Integration‘ mit der Schaffung einer Schnittstelle als erfolgreich abgeschlossen galt? Doch ist dieser technische Austausch von Daten ausreichend? Im Zeitalter von Industrie 4.0 wird die Qualität und Verfügbarkeit von Daten zum Gradmesser des Unternehmenserfolgs. Mit Syngineer haben Eplan und Cideon Mitte 2017 eine Lösung auf den Markt gebracht, welche die Projektteams im Engineering zusammenbringt. Dabei handelt es sich um eine innovative Cloud-Lösung. Sie steht für einen neuen Ansatz zur Vereinfachung und Beschleunigung der Zusammenarbeit zwischen mechanischer und elektrischer Konstruktion und SPS/Software. Eine direkte Integration in CAD-Systeme wie beispielsweise Autodesk Inventor und Eplan Electric P8 ermöglicht eine gemeinsame Sicht auf sämtliche Aufgaben und Informationen während der Entwicklung von Maschinen und Anlagen. Anwender von Eplan erhalten mit Syngineer einen zusätzlichen Navigator in ihrer gewohnten Arbeitsumgebung. Mit diesem sind sie abteilungsübergreifend mit ihren Kollegen aus der mechanischen Konstruktion vernetzt. So können sie sich gegenseitig schnell und einfach Informationen zur Verfügung stellen. Auch nachträgliche Änderungen im Entwicklungsprozess und deren Status werden sichtbar. Die verbesserte Kommunikation vermeidet Nacharbeit, die häufig in letzter Minute anfällt und dadurch kostspielig ist. Projektverantwortliche haben immer den vollständigen Überblick und können auch nachträgliche Kundenanforderungen für alle Teams transparent bereitstellen.

Intuitive Bedienung

Aus der Syngineer-Integration heraus können beispielsweise Mechanik-und Elektrokonstrukteure bequem im jeweils eigenen Expertensystem arbeiten und sich über die aktuellen Engineeringthemen abstimmen. Ebenso lässt sich nachvollziehen, in welchem Bearbeitungszustand sich ein Projekt oder eine Aufgabe gerade befindet. Per Drag & Drop können Detailinformationen – z.B. Hersteller oder Artikelnummer – direkt aus dem Engineering-System bereitgestellt werden. Zusätzlich werden solche Informationen automatisiert in Form einer Sensor-Aktor-Liste zusammengefasst. Dies eröffnet Potenziale – Kunden sparen bis zu 30 % der Arbeitszeit und erzielen gleichzeitig einen weiteren Vorteil: Die Qualität der Dokumentation wird nicht durch etwaige Tippfehler beeinflusst.

Dabei ist die Anwendung einfach: „Die Verbindung zwischen den CAD-Systemen und Eplan Electric P8 mittels Syngineer lässt sich schnell einrichten und intuitiv nutzen. Somit ist es bereits nach einer kurzen Einweisung möglich, die Kollegen automatisiert darüber in Kenntnis zu setzen, wenn beispielsweise ein Motor in der Konstruktion nachträglich geändert wurde“, erklärt Max Lützel, Leiter Consulting Syngineer bei Eplan. Weiterer Wettbewerbsvorteil durch Cloud-Technologie: Auch externe Partner, Kunden oder Lieferanten lassen sich sehr einfach in den Engineering-Prozess einbeziehen. Auch können zusätzliche Abteilungen (wie Einkauf, Fertigung, Projektmanagement) oder externe Partner auf Wunsch bequem auf die notwendigen Informationen zugreifen – beispielsweise über einen Windows-Client oder per Internet Browser.

Prozesse optimieren ist Pflicht

Die Erfahrung der Syngineer-Consultants zeigt: Vom Mittelständer bis hin zum Großunternehmen haben Unternehmen häufig die gleichen Herausforderungen: Die Zusammenarbeit und der Informationsaustausch zwischen den Fachabteilungen verläuft nicht reibungslos. Vielfach erfährt der Anwender nicht oder erst viel zu spät von Änderungen, die in der mechanischen Konstruktion vorgenommen wurden. Und in der Fertigung wundert man sich dann, warum die CAD-Zeichnung und der Schaltplan nicht zusammenpassen. Dieses Vorgehen führt häufig zu Mehraufwand und im ungünstigsten Fall zu Lieferverzögerungen.

Ein Beispiel: Erst in der Fertigung fällt auf, dass die Abstimmung zwischen Mechanik-Konstruktion und Elektrotechnik nicht funktioniert hat. Das Problem: Der Liefertermin einer Maschine/Anlage drängt. Häufig wird dann schnell improvisiert nach dem Motto ‚Bohr hier, noch mal ein Loch herein‘. Oder: ‚Nimm ein Kabel, das 10 cm länger ist.‘ Die Folge: Die elektrotechnische Dokumentation ist fehlerhaft. Daraus resultiert: Wird ein ähnlicher Auftrag bearbeitet, setzt man häufig auf dem alten Projekt auf und macht erneut die gleichen Fehler. Des Weiteren sind Probleme bei der Inbetriebnahme oder bei späteren Serviceeinsätzen bereits vorprogrammiert, da die Engineering-Dokumentation nicht übereinstimmt oder neue Anforderungen vor Ort nur mühsam weiterkommuniziert werden können.

Fazit

Syngineer macht Schluss mit solchen Szenarien. Engineering-Informationen lassen sich disziplinübergreifend austauschen und die einzelnen Teams behalten leicht den Überblick über Änderungen der Kollegen. jg

www.syngineer.de

Details zum Engineering-Tool Syngineer von Eplan und Cideon:

hier.pro/ucecR


Max Luetzel, Leiter Consulting Syngineer, Eplan
Bild: Eplan

„Die Verbindung zwischen der M-CAD-Software und Eplan Electric P8 mittels Syngineer lässt sich schnell einrichten und intuitiv nutzen.“


Die Integration zur Eplan Cloud steht ab der Version 2.8 zur Verfügung. Konstrukteure können aus der Plattform heraus das Schaltplanprojekt für nachgelagerte Prozesse in der Cloud bereitstellen
Bild: Eplan

PLUS

Store Share View erleichtert die Kollaboration weiter

Cloudlösungen können als zentrale Datenquelle dienen und damit allen an einem Projekt beteiligten Personen den Zugriff erlauben – Kollaborationsszenarien werden so möglich. Mit der Eigenentwicklung ‚Store Share View‘ auf Basis von Microsoft Azure bietet Eplan in Kürze einen Dienst an, der Eplan-Projekte in die Cloud bringt. Zugleich legt dies die Basis für künftige Cloud-to-Cloud-Anbindungen. Anwender können darüber Projekte sichten, prüfen und per Redlining kommentieren. Eine aufwändige Installation ist nicht erforderlich und vorhandene Kopplungen zur Eplan-Plattform bleiben erhalten. Der Name Store Share View (Arbeitstitel) verrät dabei schon, was Kunden auf ihrer Reise in die Cloud erwarten können: Eplan-Projekte lassen sich in der Cloud ablegen (Store) und stehen damit allen Projektbeteiligten (Share) zur Sichtung (View) jederzeit zur Verfügung.

Eine Installation ist nicht erforderlich – nicht einmal die klassische Viewer-Installation, die bislang üblich war. Einloggen, Projekt ansehen, per Redlining-Funktion Kommentare vornehmen und den Arbeitsfortschritt markieren – so einfach können Anwender den ersten Schritt in die Projektumgebung in der Cloud machen. Das System ist so konzipiert, dass alle notwendigen Eplan-Projektinformationen in der Cloud als zentrale Informationsquelle zur Verfügung stehen. Durch die Steuerung der Zugriffsmöglichkeiten ist dabei das Engineeringwissen vor unbefugtem Zugriff geschützt. Die Rechtevergabe selbst liegt dabei im jeweiligen Fachbereich der Kunden.

Papierberge überflüssig machen

Geht es um die Bereitstellung von Schaltplaninformationen in nachgelagerte Bereiche wie den Schaltschrankbau oder die Inbetriebnahme, werden bislang häufig tausende Seiten Papier ausgedruckt. Ein papierloser Workflow ist hier nicht nur kostengünstiger, sondern zugleich qualitätssteigernd. Ein weiterer entscheidender Aspekt sind die Kollaborationsmöglichkeiten. Mit der Lösung – der ersten Stufe des Cloud-Konzepts des Anbieters – haben je nach Rechtevergabe auch die externen Beteiligten Zugriff. Die Infrastruktur zur Zusammenarbeit ist über die Cloud gegeben und der Fachbereich muss nicht mehr aufwendig Projekte übergeben. Der Sublieferant greift einfach direkt über einen Webbrowser lesend auf den aktuellen Projektstand zu. Weiterer Praxisvorteil: Nur aktuelle Daten sind verfügbar; Änderungen lassen sich über einen geführten Redlining-Workflow dokumentieren. Fehlerquellen lassen sich damit ein für alle Mal ausschließen. Die Zusammenarbeit mit Sublieferanten wird einfacher und der Workflow optimiert.

Kopplungen zu PDM/PLM bleiben bestehen

Will ein Unternehmen neue Software anschaffen, kommt häufig die Frage auf: Was geschieht mit meinen bestehenden Kopplungen zur IT-Infrastruktur? Ein Beispiel sind Schnittstellen zu PDM- oder PLM-Systemen, die üblicherweise bei neuer Software aktualisiert oder angepasst werden müssen. Auch diese Frage hat Eplan bei der Entwicklung von Store Share View bedacht: Vorhandene Kopplungen zur Eplan-Plattform bleiben bestehen. Eine Anpassung bereits vorhandener Integrationen ist nicht erforderlich, da die im Engineering erzeugten Eplan-Projekte die Quelle für Store Share View sind und für das Quellprojekt keine Änderung der Datenablage notwendig machen.

Software muss nicht nur funktional sein – sie sollte möglichst auch Spaß in der Bedienung machen und sämtliche Bedürfnisse von Usern unterstützen. Auch in diesem Punkt hat das Unternehmen eigenen Angaben zufolge ganze Arbeit geleistet. Das Bedienkonzept ist State of the Art und in Gänze auf Einfachheit getrimmt. Ob Touchpad, Maus oder Active-Pen: Sämtliche Technologien können verwendet werden und auch alle gängigen Endgeräte – vom PC über den Touchscreen bis hin zum Mobile Device. Das gibt viel Flexibilität in Zeiten eines immer globaler werdenden Engineerings. Durch die 24-Stunden-Verfügbarkeit des Cloud-Dienstes kann jeder Projektbeteiligte jederzeit an jedem Ort der Welt auf die Daten zugreifen.

Use Cases von Kooperationspartnern

Cloud-Technologie ist dafür geschaffen, dass viele Beteiligte an einem Projekt arbeiten können. Im Kontext von Industrie 4.0 sind diese Projektbeteiligten häufig viel breiter angesiedelt als nur im eigenen Unternehmen. Partner arbeiten gemeinsam an Lösungen, schaffen Verbindungen zwischen ihren Softwarelösungen und steigern damit den Anwendernutzen. Festo und Lenze sind seit Jahren Partner von Eplan. Sie haben zahlreiche Komponentendaten im Data Portal gespeichert und beschäftigen sich ihrerseits mit den Chancen der Cloud-Technologie. Beide Unternehmen haben bereits erste Use Cases, die mittels einer Rest-API im Store-Share-View-Konzept technologisch umgesetzt wurden. Die Technologie der Rest-API ermöglicht einen Zugang für 3rd-Party-Anbieter, um die mit Eplan erzeugten Engineeringdaten in weiteren Prozessen zu nutzen.

Ein kurzes Video erläutert Store Share View: hier.pro/fzPug


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