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5-Achs-Spanner für Rohteil- oder Niederzugspannung

Spannvorrichtungen
5-Achs-Spanntechnik für Rohteil- oder Niederzugspannung

Der 5-Achs-Spanner Kippflexx lässt sich sowohl für die Rohteil- als auch für die Niederzugspannung einsetzen. Das Spannsystem bietet zudem eine hohe Spannkraft und Steifigkeit, gute Wiederholgenauigkeit und große Einspannweiten. Es ist damit prinzipiell für alle Unternehmen interessant, die eine 5-Achs-Fräsmaschine einsetzen – egal ob im Werkzeug- und Formenbau, im Sondermaschinenbau oder in der Metallbearbeitung.

Inhaltsverzeichnis

1. Rohteilspannung für einfache Anwendungen
2. Niederzugspannung mit hoher Wiederholgenauigkeit
3. Große Einspannweite und Zugänglichkeit
4. Einfache Bedienung und Flexibilität
5. Flexibilität bei der Montage
6. Integration in das Sortiment der Spanntechnik
7. Für dünnwandige Bauteile
8. Das Spanntechniksystem im Überblick

In das Spannsystem Kippflexx sowohl für die Rohteil- als auch für die Niederzugspannung hat die Heinrich Kipp Werk GmbH & Co. KG, Sulz am Neckar, zwei Funktionen in einem 5-Achs-Spanner vereint:

  • Die Spannphysik mit der patentierten Niederzugfunktion sorgt für eine intelligente Kraftverteilung.
  • Das System kann zusätzlich wie ein Standard-Schraubstock eingesetzt werden.

„Kippflexx ist die Weiterentwicklung unseres bewährten 5-Achs-Spanners kompakt“, erläutert Marc Geiser, Leiter Vertrieb Spanntechnik. „Wir bauen kontinuierlich unser Programm aus, wobei ein Hauptaugenmerk auf der Spanntechnik für 5-Achs-Fräsmaschinen liegt.“

Rohteilspannung für einfache Anwendungen

Für die Rohteilspannung werden Spannbacken mit Pins eingesetzt, die sich formschlüssig in das Material drücken. Somit ergibt sich eine Zeitersparnis, weil kein Vorprägen notwendig ist. Das Vorgehen bei der Rohteilspannung gestaltet sich wie folgt: Der Anwender schließt ein Klemmstück für eine formschlüssige Verbindung der Spannbacke mit der Grundplatte. Auf der anderen Seite bleibt das Klemmstück mit roter Markierung geöffnet. Die Spannbacke wird als bewegliches Element durch die Kurbel justiert und ist im Bereich von über 60 mm flexibel. Anschließend wird die Spannkraft über das Drehmoment erzeugt.

Niederzugspannung mit hoher Wiederholgenauigkeit

Für die alternative Aufspannmöglichkeit lässt sich der 5-Achs-Spanner durch ein einfaches Betätigen der Klemmstücke als Niederzugspanner verwenden. „Die Niederzugfunktion eignet sich ideal für vorbearbeitete Werkstücke“, führt Marc Geiser aus. „Dabei überzeugt Kippflexx mit einer sehr hohen Wiederholgenauigkeit. Dank des symmetrischen Aufbaus des Spanners zentriert sich das Werkstück immer mittig.“

Über das Schließen des ersten Klemmstücks wird eine formschlüssige Verbindung mit der Verzahnung auf der Grundplatte erreicht. Die Schnellverstellung erfolgt mit der Kurbel der zweiten Backe bis ca. 2 mm vor dem Werkstück. Über den grünen Druckknopf kann per Hand die Grundbacke vorzentriert werden. Anschließend wird auch dieses Klemmstück geschlossen. Gespannt wird anschließend mit einem Drehmomentschlüssel: Das Werkstück wird per Niederzug auf den Auflageflächen des Spanners fixiert, wobei der Hub bis zu 4 mm beträgt.

Neue Kettenspanner von Kipp fixieren Werkstücke mit komplexen Konturen

Große Einspannweite und Zugänglichkeit

Eine Skala und Wellensymbole auf der geschliffenen Grundplatte erlauben dem Anwender die schnelle Voreinstellung von Spannbacken und Adapterwelle. Die große Einspannweite von 28-300 mm lässt sich mit einer zweiten Platte noch verlängern.

Eine Auflagehöhe von 180 mm ermöglicht außerdem eine gute Zugänglichkeit für das Werkzeug auf einer 5-Achs-Fräsmaschine. „Dadurch lassen sich kurze Werkzeuge einsetzen, was die Kosten erheblich reduziert“, betont Geiser. Zudem wurde die Stabilität des 5-Achs-Spanners durch eine Flachführung verstärkt, was eine hohe Steifigkeit sicherstellt. „Dadurch wird eine Spannkraft von 52 Kilo-Newton erreicht – ein außergewöhnlich guter Wert.“

Einfache Bedienung und Flexibilität

Das Spannsystem ist darüber hinaus sehr bedienerfreundlich. „Neu ist die Schnellverstellung über eine Kurbel“, so Geiser weiter. Zudem arbeitet der Kunde beim Kippflexx nur mit drei Adapterwellen auf einer Grundplatte, um alle Spannbereiche abzudecken. „Wird ein größerer Spannbereich über eine weitere Grundplatte gewünscht, so ist dies mittels Verlängerungswellen möglich.“

Flexibilität bei der Montage

Kippflexx lässt sich direkt auf Maschinentischen mit T-Nuten oder Gewindebohrungen platzieren, wobei eine präzise Mittenbohrung für eine zentrische Positionierung sorgt. Die Grundplatte ist mit Ausrichtnuten in Längs- und Querrichtung ausgerüstet. Anwender können den 5-Achs-Spanner aber auch auf beliebige Rasterelemente sowie direkt auf Nullpunkt-Spannsysteme montieren. „Letzteres ist deshalb eine Besonderheit, weil sich bei regulären Schraubstöcken die Kraft auf die Nullpunkt-Spannmodule überträgt und diese somit auf Dauer beeinträchtigt werden können“, erläutert Geiser. „Die intelligente Kraftverteilung von Kippflexx gewährleistet jedoch, dass nur geringe Drehmomente auf den Maschinentisch übertragen werden.“ Voraussetzung dafür ist die innovative Spannphysik, die bereits beim 5-Achs-Spanner kompakt zum Einsatz kommt. Dank der Trennung von Kraftfluss und Werkstückpositionierung lassen sich die Spannwerte deutlich verbessern. Die neue Technologie erhöht zudem die Steifigkeit für hohe Schnitt- und Vorschubkräfte.

Integration in das Sortiment der Spanntechnik

„Sobald unsere Spannsysteme in den Produktionsprozess eingebunden sind, minimieren sie die Rüst- und Nebenzeiten; auch die Zerspanbedingungen werden verbessert“, betont der Leiter Vertrieb Spanntechnik. „Die Systeme sind modular konzipiert und untereinander kompatibel – das garantiert eine maximale Rüstzeit-Optimierung für die Bearbeitungsmaschinen unserer Kunden.“ Grundlage ist oft die Nullpunkt-Spanntechnik. Alle anderen Komponenten sind über die einheitliche Spannbolzen-Schnittstelle klar definiert. So lassen sich sekundenschnelle Werkstückwechsel realisieren. (co)

Weitere Details zum 5-Achs-Spanner Kippflexx:
hier.pro/5lobh

Kontakt:
Heinrich Kipp Werk GmbH & Co. KG
Heubergerstraße 2
72172 Sulz am Neckar
Tel. +49 7454 / 793-0
info@kipp.com
www.kipp.com


Für dünnwandige Bauteile

Speziell für die industrielle Bearbeitung besonders dünnwandiger Werkstücke hat das Heinrich Kipp Werk einen Werkstück-Stabilisator als praktisches Hilfsmittel konzipiert. Häufig kommt es in der Fertigung solcher Bauteile zu Vibrationen, was den Fertigungsprozess erschwert. „Weil es für dieses Problem bisher keine wirksamen Lösungen gab, haben sich viele Betriebe mit Eigenkonstruktionen beholfen“, sagt Marc Geiser, Leiter Vertrieb Spanntechnik. „Das bedeutete jedoch, dass für jedes Werkstück ein neuer Aufbau konstruiert werden musste. Hier haben wir mit dem Werkstück-Stabilisator-Programm eine Marktlücke geschlossen.“

Der Werkstück-Stabilisator sorgt für Halt und minimiert dadurch Vibrationen bei der Bearbeitung von empfindlichen, besonders dünnwandigen Werkstücken. Über die Spannkugel lassen sich sämtliche erwünschte Abstützwinkel völlig frei im Raum abbilden. Der Stabilisator aus Stahl lässt sich stufenlos in der Länge verstellen, die Einheit kann gegen Zug und Druck sicher geklemmt werden. Das Produkt ist in zwei Verstelllängen von 255 bis 305 sowie 355 bis 505 mm erhältlich und durch verschiedene Verlängerungswellen erweiterbar. Diese werden zwischen dem Werkstück-Stabilisator und dem Befestigungssatz mit einer Spannkugel montiert. Mit der dazugehörigen Feinjustierung lassen sich die Abstände zwischen dem Werkstück und dem Abstütztisch exakt einstellen. Anhand dieser Funktion wird auch die Kraft eingeleitet. Dank unterschiedlicher Varianten der Befestigung an das Werkstück und den Maschinentisch bietet das System eine hohe Flexibilität in der Anbindung.

Kipp bietet den Werkstück-Stabilisator als flexibles Baukastensystem an, das es jedem Anwender ermöglicht, in kurzer Zeit das passende Hilfsmittel zusammenzustellen und zu errichten. Mit dem Starter-Kit erhalten Anwender ein praktisches Basis-Set, das bereits eine große Bandbreite an Anwendungen abdeckt.

Gute Fertigungsbedingungen bei dünnwandigen Bauteilen schafft der Werkstück-Stabilisator von Kipp – er minimiert Vibrationen und sorgt für einen sicheren Halt der Werkstücke.
Bild: Heinrich Kipp Werk

Das Spanntechniksystem im Überblick

Das Spanntechnik-Programm von Kipp eignet sich für zahlreiche Aufgabenstellungen:

  • Werkstück-Spanntechnik: Vielfältiges Komponentenprogramm für das universelle Spannen von Werkstücken. Logisch gegliederte Produktgruppen wie Spannelemente, Positionierelemente und Spannzubehör für Bearbeitungsmaschinen. Frei kombinierbar und flexibel.
  • Modulare Spanntechnik: Grundelemente für den modularen Aufbau von Werkstücken über Rasterbohrungen. Standardisierte Platten, Türme und Winkel steigern die Flexibilität und reduzieren die Anzahl der Vorrichtungselemente in der Fertigung auf ein Minimum.
  • Nullpunkt-Spanntechnik: Systeme für schnelles, präzises Spannen und Referenzieren über die Nullpunkt-Spanntechnik. Für die Mehrseiten-Bearbeitung steht das 5-Achs-Modul-Spannsystem zur Verfügung. Ein weiteres Schnellwechselsystem ist das Positionier- und Spannsystem mechanisch und pneumatisch.
  • Schraubstock-Spanntechnik: Verschiedene Schraubstock-Varianten. 5-Achs-Spanner für 5-Seiten-Bearbeitung. NC-Spanner für 3-Achs-Fräsmaschinen. Mehrfach-Spannsystem für größere Stückzahlen. Zentrisch-Spanner mit Nullpunkt- und Automationsschnittstelle.

Weitere Infos zum Spannsystem:
hier.pro/uOlTd


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