Türkischer Markt für Maschinen von Unsicherheiten geprägt

Wohin des Weges?

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Im Rahmen ihrer Ziele für den Landwirtschaftssektor will die Türkei bis 2023 zu den Top 5 der Produzenten weltweit gehören Bild: musa_smsk/Fotolia.com
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In der Landwirtschaft zählt die Türkei zu den weltweit führenden Nationen. Gedämpft dagegen ist die Konjunktur im Maschinenbau. Angesichts der in erster Linie politischen Unsicherheiten halten viele Unternehmen ihre Investitionen zurück. Immerhin sorgen Infrastrukturprojekte dafür, dass zumindest der Markt für Bau- und Baustoffmaschinen eine hohe Nachfrage generiert.

Trotz eines grundsätzlich hohen Absatzpotenzials sind die Umsätze und Importe von Maschinen und Anlagen in der Türkei rückläufig. „Anfang 2017 gab es keine Signale aus dem Markt, dass sich das Investitionsverhalten kurzfristig ändern könnte“, berichtet Necip C. Bagoglu in einem Beitrag für Germany Trade & Invest (GTAI). „Die anhaltenden politischen Verwerfungen und die damit zusammenhängenden Unsicherheiten lassen viele Firmen abwarten.“ So stiegen die Investitionen in Maschinen und Anlagen 2016 real um nur 1,1 %. Der Zuwachs lag damit deutlich unter der realen Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts, das um 2,9 % zulegte.

Eine Ausnahme bildet das Baugewerbe: Der Markt für Bau- und Baustoffmaschinen verzeichnet wegen der großen Infrastrukturprojekte und der Stadtsanierungsvorhaben eine lebhafte Nachfrage, die von lokalen Herstellern nicht in ausreichendem Maß bedient werden kann. So legten die Importe von Bau- und Baustoffmaschinen gegenüber 2015 um 74,4 % auf mehr als 1,7 Mrd. US-$ zu. Der deutsche Lieferanteil lag bei 15,5 %.

In der Landwirtschaft bis 2023 unter den Top 5

Auch im Bereich Agrartechnik sollte es in den kommenden Jahren wieder aufwärts gehen. Im Rahmen ihrer Ziele für den Landwirtschaftssektor will die Türkei bis 2023 zu den Top 5 der Produzenten weltweit gehören – derzeit liegt das Land auf Platz 7. Insbesondere sollen die Effizienz gesteigert und der Ertrag pro Hektar erhöht werden. Zweifellos bietet das Chancen für ausländische Unternehmen, den türkischen Markt mit modernen Maschinen zu beliefern. Der Import von Traktoren beispielsweise hat sich von 2013 bis 2016 auf knapp 22.000 Einheiten nahezu verdoppelt. Die Einfuhr von Equipment dagegen nahm im gleichen Zeitraum deutlich ab.

Was die Produktion und den Export betrifft, zeigt sich ein uneinheitliches Bild. Bemerkenswert: Schon 1998 wurden in der Türkei mehr als 60.000 Traktoren hergestellt. Seitdem war die Produktion jedoch starken Schwankungen unterworfen: So rollten im Jahr 2002 nur noch knapp 11.000 Traktoren von den Bändern, 2004 schon wieder 42.500, 2009 nur knapp 18.000. Danach stabilisierte sich der Markt. Im vergangenen Jahr stagnierte die Produktion von Traktoren auf relativ hohem Niveau, knapp 67.000 Einheiten wurden hergestellt, rund ein Viertel davon gingen in den Export. Nach Angaben von Tarmakbir, dem Verband der Hersteller von Landwirtschaftsgeräten und -maschinen, sind die USA der wichtigste Auslandsmarkt.

Was türkische Maschinenbauer und Zulieferer im Bereich Landtechnik zu bieten haben, können interessierte Besucher auf der Messe Agritechnica sehen. Im November werden in Hannover mehr als 100 Aussteller vom Bosporus ihre Produkte und Dienstleistungen präsentieren. Mit dabei: Turkish Machinery, Ansprechpartner für Kooperationen und Geschäftsanbahnungen.

www.turkishmachinery.org

Turkish Machinery auf der Agritechnica: Halle 27, Stand D19


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