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Euchner zeigt Risikoeinschätzung mit der EN 23125

Eine Risikoeinschätzung mit der EN 23125
Sicherheitstechnik für Maschinen mit Euchner – Teil 5

sicherheitstechnik euchner Risikoeinschätzung mit der EN 23125
Zusammen mit Euchner bringen wir Ihnen in jeder zweiten Ausgabe die Sicherheitstechnik von Maschine näher Bild: Euchner
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In den beiden vorhergehenden Beiträgen wurden Möglichkeiten zur Risikobeurteilung nach übergeordneten Normen, sogenannten B-Normen, vorgestellt. Für Drehmaschinen steht aber auch eine C-Norm, die EN ISO 23125, zur Verfügung. In dieser sind einige Regelungen zur Risikobeurteilung speziell bei Drehmaschinen aufgeführt.

Jens Rothenburg, Produktmanager sowie Normenexperte bei Euchner

Inhaltsverzeichnis

1. Gefährdungsübersicht und Gefahrenstellen
2. Vergleich des PLr mit dem PL

 

Im Kapitel 4 der C-Norm EN ISO 23125 ist für Drehmaschinen eine Liste mit möglichen signifikanten Gefährdungen enthalten. Diese dient dem Konstrukteur als Hilfestellung, welche Gefährdungen zu beurteilen sind. Wie bei C-Normen üblich, sind dies die Gefahrenstellen in der Maschine, wie beispielsweise der Arbeitsbereich oder der Bereich des Späneförderers, aber auch die Gefahren selbst, wie etwa ein mögliches Herausschleudern von Teilen oder ein Erfassen und Einziehen von Teilen. Selbst Gefährdungen, die von Feuer oder Explosion ausgehen, werden von der C-Norm mit behandelt. Folgende Gefährdungen sind zu betrachten:

  • Mechanische Gefährdungen
  • Elektrische Gefährdungen
  • Thermische Gefährdungen
  • Lärm-Gefährdungen
  • Strahlungs-Gefährdungen
  • Material-/Substanzgefährdungen
  • Ergonomische Gefährdungen
  • Gefährdungen im Zusammenhang mit der Einsatzumgebung der Maschine

Gefährdungsübersicht und Gefahrenstellen

Die oben aufgeführten Gefährdungen werden in gefährliche Situationen und gefährliche Ereignisse unterteilt. Um dies anschaulicher darstellen zu können, folgt ein Auszug aus der Tabelle 3 – Übersicht der Gefährdungen und Verweisungen auf Typ B-Normen aus der EN ISO 23125. Die Gefährdungen werden darin sehr spezifisch behandelt und in einer Tabelle zusammengetragen. Dabei wird für jede Gefährdung auf den Abschnitt in der Norm verwiesen, in dem steht, was bezüglich jedes einzelnen Punktes zu beachten ist:

Im Kapitel 5.11 der Norm mit dem Titel „Besondere Anforderungen infolge von Gefahren durch Ausfall der Steuerung“ ist zudem eine Tabelle für den geforderten PL enthalten. Die Betrachtung in der Norm ist hier umgekehrt – die Risikominderung wird durch steuerungstechnische Maßnahmen erreicht. Dazu muss die jeweilige Maßnahme einen PL erfüllen. Dieser muss aber zumindest dem PLr der Gefahrenstelle entsprechen:

Auch diese Tabelle ist ein Beispiel aus der Norm. Sie formuliert ein wenig umständlich, dass die Risikominderung durch eine Schutztür im Arbeitsbereich durch den Bediener mindestens Kategorie 3 und PL d erfüllen muss.

Neben dem PL für die Schaltung wird in der Tabelle außerdem noch die Kategorie vorgegeben: Nach EN ISO 13849-1 könnte der PL d auch mit einer Kategorie-2-Schaltung erreicht werden, was entsprechend der Tabelle für die Drehmaschine aber nicht geeignet ist. Es muss dementsprechend die Kategorie 3 erfüllt werden.

Vergleich des PLr mit dem PL

Die Risikobeurteilung nach ISO 13849-1 Anhang A ergibt einen benötigten Performance Level (PLr = Performancel Level required). Die Beurteilung nach EN 62061 dagegen einen SIL (Safety Integrity Level). Die EN ISO 12100 lässt völlig frei, wie das Ergebnis der Risikobeurteilung auszusehen hat und die EN ISO 23125 enthält im Abschnitt 5.11 eine Tabelle zur Risikobeurteilung, die einen PLr für spezifische Gefährdungen an Drehmaschinen ergibt. Die technische Risikominderung wird ebenfalls nach EN ISO 13849-1 beurteilt. Somit ist der Vergleich des PLr mit dem PL der steuerungstechnischen Maßnahmen sehr einfach. Deshalb ist die Angabe eines PLr in der EN ISO 23125 sehr hilfreich.

www.euchner.de

Alle bisher erschienen Teile der Serie finden Sie auch online unter:

http://hier.pro/2ATbY

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