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Sicher zur Auswahl

Bauformen von Sicherheitszuhaltungen für unterschiedliche Anforderungen und Einsatzbereiche
Sicher zur Auswahl

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Der Elektrokonstrukteur, der Sicherheitszuhaltungen auswählt, kann sich zwischen verschiedenen Bauformen entscheiden. Der folgende Beitrag gibt einen Überblick über die Kriterien, die bei der Auswahl berücksichtigt werden sollten.

Exklusiv in KEM Autor: Christian Heller, Produkt-manager, K.A. Schmersal GmbH & Co. KG, Wuppertal

Früher war sicherlich nicht alles besser, aber manches einfacher. Das gilt auch für die Absicherung von Gefahrstellen durch eine „Verriegelungseinrichtung mit Zuhaltung“, wie der normgerechte Begriff lautet. Noch vor wenigen Jahren konnte der Konstrukteur hier eigentlich nur eine elektromechanische Sicherheitszuhaltung einsetzen. Sie besteht aus einem Sicherheitsschalter, der die Stellung der Schutztür überwacht, und einer stabilen Verriegelungseinrichtung, die ein Öffnen der Schutztür so lange verhindert, bis die gefährliche Maschinenfunktion (meist eine Nachlaufbewegung) nicht mehr besteht bzw. auf ein ungefährliches Maß reduziert worden ist. Diese Bauart von Sicherheitszuhaltungen gibt es nach wie vor. Sie werden in großer Stückzahl hergestellt und eingesetzt, weil sie sich bewährt haben und nicht zuletzt auch aus Kostengründen.
Differenziertes Angebot
Inzwischen gibt es aber andere Bauarten von Sicherheitszuhaltungen, die ebenfalls ihren Platz im Markt gefunden haben. Meist wurden diese neuen Baureihen mit Blick auf definierte Anwendungsprofile entwickelt, und sie bieten sowohl den Konstrukteuren und Herstellern, vor allem aber den Bedienern von Maschinen zusätzliche Funktionen und Vorteile. Ein gutes Beispiel dafür ist die Baureihe AZM 200. Die Baueinheit von Türgriff und Zuhaltung sorgt nicht nur für einfache Montage, sondern auch für sehr gute Ergonomie, und die Optik der Maschine gewinnt durch den Einsatz dieser Schalter ebenfalls. Zu den nicht sichtbaren Vorteilen gehört die Möglichkeit, bis zu 31 Zuhaltungen sowie andere elektronische und mechatronische Sicherheits-Schaltgeräte von Schmersal über einen einzigen Sicherheits-Relaisbaustein auszuwerten. Das spart Kosten und Platz im Schaltschrank. Der AZM 200 bietet die Möglichkeit der Not- und Hilfsentriegelung. Mit dem optionalen „Panikgriff“ kann versehentlich im Gefahrenbereich eingeschlossenes (Service-)Personal die Schutztür von innen öffnen.
Berührungsloses Zuhalten
Mit dem MZM 100 steht dem Konstrukteur eine weitere, ganz andere Art der Sicherheitszuhaltung zur Verfügung. Die nötige Zuhaltekraft wird hier nicht mechanisch über eine Verriegelungseinheit aufgebracht, sondern elektromagnetisch. Damit ist dieses Schaltgerät besonders geeignet für den Einsatz in Bereichen, die entweder stark verschmutzt oder hygienesensibel sind, denn die aktiven Flächen von Zuhaltung und Target sind völlig glatt und lassen sich gut reinigen. Und was auf den ersten Blick als Widerspruch in sich erscheint – eine berührungslose Zuhaltung –, hat in der Praxis des Maschinenbaus ebenfalls einen Platz im Markt gefunden. Voraussetzung für die Entwicklung eines solchen Gerätes ist allerdings der intensive Einsatz von Elektronik. Die sichere Detektion des Betätigers erfolgt durch das von Schmersal patentierte Puls-Echo-Verfahren. Die Rastkraft – d.h., die nicht sicherheitsgerichtete Zuhaltekraft, die die Schutztür im nicht gesperrten Zustand in ihrer Position hält – ist einstellbar.
Auf der Ebene der Signalauswertung hat der Konstrukteur bzw. der Maschinenbauer ebenfalls zusätzliche Wahlmöglichkeiten. Zentrale Baureihen wie z.B. AZM 161, AZM 200 und MZM 100 sind mit integrierten Schnittstellen für das „AS-Interface Safety at Work“ (ASi-Safety)-Protokoll verfügbar.
Form eines Malteserkreuzes
Eine weitere Variation des Themas Sicherheitszuhaltung ist ganz neu. Der AZM 300 ist mit einem neuartigen Zuhaltesystem in Form eines Malteserkreuzes ausgerüstet, das ein universelles Anfahren von drei Seiten erlaubt. Somit kann ein und dasselbe Modell an Drehtüren mit Links- und Rechtsanschlag sowie an Schiebetüren eingesetzt werden.
Durch Drehen des Malteserkreuzes um 180o kann die Rastkraft verstellt werden. Zusätzliche Anbauteile wie Türanschlag oder Rastelement entfallen, da diese Funktionen in die Zuhaltung integriert wurden. Das spart Zeit bei der Montage. I

Info & Kontakt
Schmersal
Christian Heller, Produktmanager
Tel.: 0202 6474-883 E-Mail: cheller@schmersal.com
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