Tripod verkürzt Handling in der Montage von Relaisgehäusen Vier auf einen Streich - KEM

Tripod verkürzt Handling in der Montage von Relaisgehäusen

Vier auf einen Streich

Anzeige
In einer Montageanlage für die Automobilzulieferung kommt ein Tripod zum Einsatz. Dieser erfordert weniger Platz und Konstruktionsaufwand als ein Handling-Portal. Darüber hinaus ist er schneller als ein Scara-Roboter. Die Anlage aus dem schwäbischen Sachsenheim kann in 30 Sekunden vier Relaisgehäuse bearbeiten.

In der Anlage zur Montage von Sicherheitsrelais für Dieselmotoren bestücken zwei Delta-Roboter die Kunststoff-Grundkörper der Relais mit sieben bis neun Kontakten je nach Relaistyp. 24 Stationen umfasst die Anlage, die ein Automobilzulieferer bei Ulmer Automation in Sachsenheim, Kreis Ludwigsburg, in Auftrag gegeben hatte. Die Teile wurden seither im Ausland gefertigt und sollen nun auf einer vollautomatischen Anlage mit Prüfstationen hergestellt werden. Das wird die Qualität entscheidend verbessern.

Auf Herz und Nieren geprüft
Gerade das Thema Qualität liegt Ulmer am Herzen: Die Anlage ist gespickt mit Stationen zur Prüfung von Einzelteilen. Es finden Durchgangs- und Hochspannungsprüfung statt. Außerdem wird die Lötpastendosierung überwacht und dabei die Temperatur des Lötprozesses kontrolliert. Darüber hinaus werden die Kontakte vermessen, die in den Relais-Grundkörpern eingebaut sind. Ein wesentlicher Teil der Montagezellen sind Prüfstationen. Hierbei sind sogar vier Kameras integriert.13 Vibrationsförderer führen die Kontakte und Montageteile der Anlage zu. Nach nur 90 s haben die Kontakte und Grundkörper alle 24 Montagestationen durchlaufen. Sie kommen als fertig montiertes und geprüftes Relaisgehäuse am Ende der Anlage heraus. Das Bauteil hat dann bereits eine Spritzgießmaschine durchlaufen und ist mit einem aktuellem Fertigungsdatum bedruckt. Vier Relaisgehäuse werden dabei in der Spritzgießmaschine alle 30 s gleichzeitig bearbeitet.
Eine Millionen Relais im Jahr
In einem Jahr können rund eine Million Relais in drei Varianten im Schicht-Betrieb gefertigt werden. „Diese hohe Leistungsfähigkeit verdanken wir auch dem Tripod von Festo“, erklärt Gerd Ulmer, Geschäftsführender Gesellschafter des schwäbischen Unternehmens. Dabei profitierte das Unternehmen von der Flexibilität des Handhabungssystems, das mit dem „Festo Configuration Tool (FCT)“ in Kombination mit der „Festo Teach Language (FTL)“ leicht programmiert werden kann. Korrigierte Serienteile erhielten die Sachsenheimer von ihrem Endkunden erst spät. Die gesamte Programmierung haben sie im eigenen Haus durchgeführt. Dabei half das Robotersystem von Festo, den Funktionsablauf und die Bestückungsposition kurzfristig anzupassen. Und das wird betrieben mit der Steuerung CMXR.
Dreidimensionale Bewegung
Diese Robotersteuerung realisiert dreidimensionale Bewegungen für die Handhabungstechnik. Mit der dreidimensionalen Interpolation im kartesischen Raum gelingen Bahnapplikationen im Raum. Die Steuerung interpoliert und positioniert alle Achsen, die Konturen auf einer Mittelline abfahren können, wie sie beim Kleben, Laserschweißen oder Wasserstrahlschneiden notwendig sind. Darüber hinaus kann sie das Werkzeug im Raum positionieren. Dabei wird die Werkzeugspitze stets auf der programmierten Bahn geführt, auch wenn sich dabei die Orientierung des Werkzeugs ändert. Soll der Greifer in eine Form einfahren, um ein Teil zu entnehmen, so kann diese Bahn mit den Positionen X, Y und Z sowie mit der Orientierung des Werkzeugs bestimmt werden. Der Bahnverlauf wird dadurch harmonisch. Durch zusätzliche Funktionen wie dem Überschleifen der programmierten Positionen wird die Bahn weich. Das wirkt sich schonend auf die Mechanik aus. Ein Handterminal, ausgestattet mit Touchscreen und Tastatur, erleichtert die Bedienung. Darüber hinaus kann die Steuerung Bildverarbeitungssysteme, wie die intelligente Kamera SBOx-Q einbinden und somit auch bewegte Objekte handhaben. Das System sichert die Qualität im Bearbeitungsprozess.
Halle 3, Stand 3303

Tripod-Robotersystem mit CMXR
Das Roboter-Handling eines Tripods ist aufgrund seiner geringen bewegten Masse und seiner hohen Steifigkeit durch den pyramidenförmigen, geschlossenen Aufbau leichter zugänglich als SCARA-Roboter. Die Geschlossenheit wird durch drei Doppelstäbe erreicht. Diese sorgen dafür, dass die Flanschplatte ständig in einer waagrechten Position bleibt. Achsen und Motoren sind ortsfest. Als Antriebe dienen Servomotoren. Der Tripod greift auf Standardkomponenten aus dem modularen Baukasten von Festo zurück. Angesteuert wird er von der Robotiksteuerung CMXR.
Anzeige

Video aktuell

Roland Lenzing, geschäftsführender Gesellschafter erläutert den neuen Kabelkanal VARiOX und welche Vorteile der Anwender damit hat.

Aktuelle Ausgabe

Newsletter

Unsere Dosis Wissensvorsprung für Sie. Jetzt kostenlos abonnieren!

Produkttester werden!

Sie möchten Differenzdrucksensoren testen. Jetzt bewerben!

Top-Thema Spannvorrichtungen

Spannvorrichtungen

Alles über Spannvorrichtungen und welches Einsparungspotenzial sie bieten

Top-Thema Schaltschränke

Alle Infos über den Schaltschrankbau mit seinen Komponenten, Geräten und deren Verdrahtung

Kalender

Aktuelle Termine für Konstrukteure

Webinare & Webcasts

Technisches Wissen aus erster Hand

Whitepaper

Hier finden Sie aktuelle Whitepaper
Anzeige

Industrie.de Infoservice

Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de