Freudenberg entwickelt Dichtungen für Brennstoffzellen

Fluidtechnik/Pneumatik

Freudenberg entwickelt Dichtungen für Brennstoffzellen

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Bild: Freudenberg Sealing
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In Brennstoffzellen sorgen Gasdiffusionslagen von Freudenberg dafür, dass der Wasserstoff als Energieträger und Sauerstoff als Reaktionspartner möglichst gleichmäßig über die Polymer-Elektrolyt-Membran (PEM) verteilt werden. Denn je homogener die Gase die Membran anströmen, umso mehr elektrischer Strom wird an Bord eines Brennstoffzellen-Fahrzeugs produziert. Um Bauraum zu sparen und einen optimalen Wärmetransport zu erreichen, werden diese Lagen jedoch immer dünner. Freudenberg Sealing Technologies hat spezielle Dichtungen entwickelt, die direkt an der Gasdiffusionslage angebracht werden und sehr dünne Bauformen ermöglichen. Weil sie die PEM im Außenbereich abdichten, kann zudem auf eine Randverstärkung der Membran verzichtet werden.

Bei dem neuen Dichtungskonzept wird eine Elastomerdichtung im Spritzgussverfahren direkt an die Gasdiffusionslagen angebracht, die auf beiden Seiten der PEM die Feinverteilung der Gase und weitere Aufgaben wie den Transport von Wärme und Wasser übernehmen. Dadurch bildet die PEM mit den Gasdiffusionslagen, die sie umschließen, eine kompakte und sicher abgedichtete Einheit, die direkt zwischen den für die Grobverteilung der Gase und den Stromtransport zuständigen Bipolarplatten eines Brennstoffzellen-Stacks angebracht werden kann. Das neue Konzept ermöglicht dünne Bauformen und ersetzt eine zusätzliche Randverstärkung, mit der ansonsten die Kanten der PEM in zwei Polymerfolien eingeklebt werden müssten.

Bei dem verwendeten Material handelt es sich um ein Elastomer, das speziell für den Einsatz in einer Brennstoffzelle entwickelt wurde. So muss es unter anderem eine gute Beständigkeit gegen hohe Feuchtigkeit, Temperaturen von 80 bis 90 °C, Kühlmedien und die saure Umgebung haben, die durch das Elektrolyt-Material der PEM verursacht wird. Außerdem soll das Elastomer eine möglichst niedrige Permeation aufweisen, so dass die Reaktionsgase nur minimal durch die Dichtung hindurch diffundieren. Die Geometrie der Dichtung erfüllt zwei Funktionen: Zum einen muss sie die PEM zwischen den beiden Gasdiffusionslagen sicher umschließen. Dafür sorgt die Dichtkante, die direkt an den Rändern der Gasdiffusionslage angebracht ist. Zum anderen soll sie aber auch die Durchbrüche an den Bipolarplatten abdichten, durch die die Versorgungskanäle eines Brennstoffzellen-Stacks laufen und durch die Wasserstoff, Sauerstoff und Kühlflüssigkeit strömen. Zu diesem Zweck hat die Dichtung zusätzliche, außenliegende Dichtlippen.

Die direkt an der Gasdiffusionslage angebrachte Dichtung ermöglicht die einfache Montage von Brennstoffzellen-Stacks. Dabei ist von großem Vorteil, dass sowohl Gasdiffusionslage als auch Dichtung aus der Freudenberg-Gruppe stammen. Denn um die beiden Bauteile im Spritzgießwerkzeug zu verbinden, ist eine genaue Kenntnis der einzelnen Materialien und der erforderlichen Fertigungsprozesse unabdingbar. So muss das Werkzeug den Bauraum für das Elastomer fest umschließen, darf aber die nur wenige Zehntel Millimeter dünne Gasdiffusionslage nicht beschädigen. Gemeinsam mit einem deutschen Zulieferer von Brennstoffzellen-Modulen entwickelt das Unternehmen die Dichtungen für Gasdiffusionslagen in Brennstoffzellen jetzt zur Serienreife. eve

www.fst.com

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