Product Marketing Manager IIoT Integration Nils Beckmann im Interview

„Industrie 4.0 und Industrial Internet of Things (IIoT) vorantreiben“

Industrie 4.0 und Industrial Internet of Things
Product Marketing Manager IIoT Integration Nils Beckmann steht Rede und Antwort Bild: Emerson
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Industrie 4.0 und Industrial Internet of Things (IIoT) im Sinne der Kunden sind ein wichtiges Thema des Geschäftsbereichs Fluid Control & Pneumatics von Emerson. Wie sich die Wahrnehmung von IIoT verändert hat, welche Rolle Energie- und Ressourceneffizienz in der Pneumatik spielen und wie häufig IIoT-Komponenten bereits in der Praxis eingesetzt werden, beantwortet Product Marketing Manager IIoT Integration Nils Beckmann im Interview.

Was ist Ihre Aufgabe bei Emerson?

Nils Beckmann: Im Fokus des Geschäftsbereichs Fluid Control & Pneumatics von Emerson steht, das Thema Industrie 4.0 oder auch Industrial Internet of Things (IIoT) im Sinne unserer Kunden voranzutreiben.

Menschen, Maschine und Prozesse: Das Zusammenspiel zwischen diesen drei Eckpfeilern ist es, um das es sich insbesondere bei unserer IIoT-Strategie dreht. Datensammlung und -analyse sind einfach visualisierbar und die Nutzer erhalten nur relevante Daten. So erfahren die Kunden direkt von Störungen oder Fehlfunktionen.

Ich bin der zentrale Ansprechpartner zu dieser umfassenden Thematik. Meine Aufgabe ist es, die Strategie festzulegen und die dafür notwendigen Technologien auszuwählen. Des Weiteren habe ich die Verantwortung für das IIoT-Produktportfolio und die Koordinierung der Kundenprojekte. Für diese Aufgaben ist es essenziell wichtig, direkt mit den Kunden zu sprechen. Daher möchten wir dieses nicht immer einfache Thema mit unseren Kunden auf Augenhöhe erläutern.

Wie hat sich die Wahrnehmung von IIoT in den letzten Jahren in der Automation verändert?

Beckmann: Vor ein paar Jahren musste man das Thema sehr häufig grundsätzlich erklären. Worum geht es und was bietet IIoT für Vorteile? Inzwischen kommen Kunden mit konkreten eigenen Vorstellungen auf uns zu. Kunden erwarten einen konkreten Nutzen, wie beispielweise Vorhersagen über den Zustand und den Verschleiß von Komponenten oder das Erkennen von Anomalien. Im Zuge neuer Energierichtlinien wird die Aufzeichnung und Optimierung von Energieverbräuchen, sowie konkret das Erkennen von Leckagen ein immer wichtigerer Punkt.

Die vielen mittelständischen Unternehmen, die sich insbesondere in Europa mit dem Thema IIoT beschäftigen, haben es deutlich schwerer im Vergleich zu den eher großen Unternehmen in den USA. Sie müssen häufig zunächst sehr viel Know-how aufbauen und oft auch kostspielige Forschung betreiben. Um den mittelständischen Maschinenbauern den Einstieg zu erleichtern, versuchen wir, unsere Lösungen in der Bedienung einfach zu halten und offene Standards zu unterstützen.

Außerdem arbeiten wir durch IIoT-Themen deutlich enger mit unseren Kunden zusammen, da die verschiedensten Themenbereiche wie beispielsweise IT, Wartung, Maschinenbau oder Reporting zusammengebracht werden müssen.

Welche Rolle spielen Energie- und Ressourceneffizienz im Kontext intelligenter Pneumatik?

Beckmann: Gerade beim Blick auf die Energieeffizienz ist das Thema IIoT nicht weit: Energieverluste lassen sich durch das Vermeiden von Leckagen und den Einsatz einer Druck- und Verbrauchsüberwachung minimieren. Condition Monitoring, das Erfassen von Betriebszuständen und deren Vorhersage als Basis für vorausschauende Wartungskonzepte, bietet an diesem Punkt einen wichtigen Kundennutzen. Industrie 4.0-Applikationen erkennen vorausschauend Verschleiß, bevor er zu einem Ausfall führt – so können Maschinenhersteller und -anwender die Verfügbarkeit der Produktionsmittel deutlich steigern.

Global betrachtet ist das Thema Energieeffizienz insbesondere für Europa sehr interessant.

Wie sind Ihre Erfahrungen: Wie häufig werden IIoT-Komponenten bereits in der Praxis eingesetzt?

Beckmann: IIoT-Komponenten werden immer häufiger eingesetzt. Das zeigt sich zum einen im Anstieg der realisierten IIoT-Projekte und zum anderen ist das Thema bei Neuentwicklungen immer präsent. So werden beispielweise Produkte, die neu auf den Markt kommen, direkt mit offenen Schnittstellen wie OPC UA und MQTT entwickelt. Vorteil dieser offenen Schnittstellen ist, dass eine direkte Verbindung zu einem vorhandenen System möglich wird ohne großen Integrationsaufwand zu betreiben. Hinzu kommt, dass zukünftige Produkte direkt einen digitalen Zwilling, sowie eine Verwaltungsschale mitbringen werden, die dem Kunden eine erhöhte Transparenz und bessere Beschreibung des Produkts liefern. Dies spart am Ende ebenfalls Kosten bei der Integration. jke

www.emerson.com


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