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Bike-Antriebssystem von maxon für Elektrofahrräder

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Bike-Antriebssystem von maxon für Elektrofahrräder

Auf dem Weg zum leichtesten E-Bike strampeln sich Hersteller ab und pushen sich gegenseitig zu Höchstleistungen. Kompromissloser Leichtbau hat aber auch Konsequenzen – genauso wie maximale Leistung. Die ideale Balance liegt dazwischen. Antriebstechnik-Hersteller maxon bietet mit Bikedrive-Air ein E-Bike-System, das Leistung und geringes Gewicht vereint. Es wiegt nur 3,5 kg, hat ein Drehmoment von 30 Nm und 220 W Leistung sowie 250 Wh Energiegehalt.

Daniela Renzo, Communication Expert, maxon international

Höher, schneller, leichter – bei den E-Bikes und Pedelecs überbieten sich die Anbieter mit Superlativen. Doch zumindest nach den Regeln der Physik gehen die Trends zu mehr Performance und weniger Gewicht diametral auseinander. Dies führt entweder zu einem wahren Wettrüsten bei Motorenleistung und Akkukapazität oder zu einer Gewichtsreduktion auf Teufel komm raus – beides geht nicht.

Bike-Antriebssystem mit lediglich 3,5 kg Gewicht

maxon geht mit dem Bikedrive Air einen leistungsorientierten, aber gewichtsoptimierten Mittelweg. Das lediglich 3,5 kg schwere Antriebssystem richtet sich in erster Linie an sportliche Ansprüche, schiebt kräftig an, vermittelt dabei aber das natürliche Fahrgefühl eines unmotorisierten Fahrrads: mit Rückenwind beim Aufstieg, agilem Handling in Kurven und optimaler Kontrolle bergab. Auch ästhetische Kriterien kommen zum Tragen, denn dank einem schlanken Design lässt sich der Antriebsstrang durch Bikehersteller unsichtbar in das Unterrohr integrieren. Eine ausgeklügelte Freilauftechnologie sorgt für ein natürliches Ein- und Aussetzen der Unterstützung – dann, wenn sie gebraucht wird.

Bike-Antriebssystem & Rahmenkonstruktion – das beste beider Welten

Wer schon einmal versucht hat, ein 25 Kilogramm schweres E-Bike über einen Zaun zu wuchten oder eine Kellertreppe hinaufzutragen, weiß Leichtbauweise zu schätzen. Besonders im Trail- und Gravel-Bereich spielen die zusätzlichen Kilos eine entscheidende Rolle. Obwohl ein möglichst geringes Gesamtgewicht als erstrebenswert angesehen wird, kommt es bei einem ausgewogenen E-Bike auf viel mehr an. Entscheidend sind die Gewichtsverteilung sowie zuverlässige Komponenten und Rahmenkonstruktionen im Gesamtkonzept. Hersteller wie Cipollini und Transalpes verbauen den neuen Antrieb von maxon bereits in leichten Minimal-Assist-Bikes. Sie schlagen die Brücke zwischen elektrifizierten und herkömmlichen Fahrrädern – eine Kombination aus dem Besten beider Welten.

Bike-Antriebssystem von maxon für das leichteste E-Mountainbike der Welt

Und auch der Schweizer Fahrradhersteller Thömus setzt auf das maxon-Antriebssystem. Das Unternehmen bietet mit dem neuen Lightrider E Ultimate das weltweit erste vollgefederte Cross-Country-E-Mountainbike unter 15 kg Gewicht an. Das Rekordgewicht möglich macht der kleine und effiziente maxon-Bikedrive-Air-Antrieb im leichten Thömus Ultra-High-Modulus-Carbon-Rahmen. Die im Winter 2021 begonnene Zusammenarbeit zwischen Thömus und dem Antriebsspezialisten maxon zeigt nicht nur im Weltcup-Rennbetrieb seine Wirkung: Hinter den Kulissen ist in den letzten Monaten intensiv an einem neuen, superleichten E-Mountainbike getüftelt worden, das zusammen mit dem maxon-Antrieb bei den E-Mountainbikes eine neue Ära einläutet. Mit unter 15 kg Gesamtgewicht und einem schlanken, steifen Rahmen ist das Lightrider E Ultimate ein echtes Rennsportrad, das sich leicht und agil über jedes Terrain manövrieren lässt. Für Thomas Binggeli, CEO und Inhaber von Thömus, ist die Neuentwicklung ein Meilenstein: „Wir haben das Lightrider E Ultimate in enger Zusammenarbeit mit maxon und unserem Weltcup-Team entwickelt, die Rückmeldungen aus dem Training zum Fahrgefühl und dem geringen Gewicht sind sensationell. Das neue E-Bike soll aber auf keinen Fall nur ein Gerät für Profisportler:innen sein – jede Bikerin und jeder Biker kann in den Genuss dieses einmaligen Fahrgefühls kommen.“

Bike-Antriebssystem – Fahrgefühl und Design perfekt kombiniert

Das Fahrgefühl auf dem Trail ist durch das kaum spürbare Zusatzgewicht des Antriebs von nur 3,5 kg, in Kombination mit der hochwertigen Karbon-Technologie des Fahrradherstellers, so natürlich wie beim Worldcup-Bike von Gesamtweltcup-Sieger Mathias Flückiger. Sobald es steiler wird, fühlt sich der Lightrider E Ultimate an, als würde einen der Rückenwind leicht schieben – perfekt für das Training oder Touren in der Gruppe. Die einzigartige Freilauftechnologie des E-Bike-Systems von maxon sorgt für ein natürliches Ein- und Aussetzen der Unterstützung. Das Resultat: Ein E-Bike mit der perfekten Balance zwischen Gewicht und Agilität, das sich wie ein ganz normales Bike anfühlt. Darüber hinaus wird das Lightrider E Ultimate auch in einer extra kleinen Rahmengröße angeboten und eignet sich daher für alle. Dank der kompakten Größe des Systems – maxon hat in ihrer 60-jährigen Geschichte bereits Antriebsmotoren für Mars-Rover entwickelt – ist die Batterie unsichtbar im Rahmen verbaut. Lediglich ein dezent integriertes Bedienelement am Oberrohr lässt darauf schließen, dass mehr Power im Bike steckt. Ausgestattet mit einem 250-Wh-Akku und einem optionalen Range Extender mit einer zusätzlichen Kapazität von 250 Wh, lassen sich technisch anspruchsvolle Trails problemlos zurücklegen.

Bike-Antriebssystem – Gewichtsspirale muss nicht sein

Gerade leichte Fahrerinnen und Fahrer haben mit dem hohen Gewicht herkömmlicher E-Bikes zu kämpfen. Sie brauchen in der Regel keinen schweren Akku und Motor. Denn mehr Drehmoment verlangt nach einem stärkeren Antrieb, dieser wiederum nach mehr Akkuleistung. Die Batterie ist das schwerste Bauteil und trägt maßgeblich zur Gewichtsverteilung und zum Handling der Bikes bei. Solange der Akku Saft liefert, fallen die zusätzlichen Kilos nicht groß ins Gewicht. Ist er aber einmal erschöpft, steht man mit einem schweren E-Mountainbike unter Umständen da wie der Esel am Berg. Da nützen auch 90 Nm Drehmoment nichts mehr. Ein höheres Gesamtgewicht bedeutet außerdem eine massivere Rahmenkonstruktion. Die zusätzliche Masse muss beschleunigt und auch wieder abgebremst werden, verändert den Schwerpunkt und das Fahrverhalten negativ.

Leichtbau nicht um jeden Preis

Auf der anderen Seite des Spektrums ist es inzwischen möglich, dank ultraleichten, effizienten Motoren und kompakten Akkus, E-Bikes unter zehn Kilogramm Gesamtgewicht zu konstruieren. Diese bis ins kleinste Detail optimierten E-Racer bestehen fast ausschließlich aus Carbon, sind in der Regel Einzelanfertigungen und kosten so viel wie ein Kleinwagen. Kompromissloser Leichtbau geht auch zulasten der Stabilität und des Komforts. Faktoren, die aus der Sicht der Fahrerinnen und Fahrer neben Gewicht und Handling eine zentrale Rolle spielen. Ist ein Rahmen sehr steif, verwindet er sich zwar wenig und überträgt die Kraft effizient von der Kurbel zum Hinterrad. Dies führt jedoch zugleich dazu, dass Schläge vom Boden direkt weitergegeben werden. Steifigkeit und Komfort stehen also zueinander im Widerspruch.

Bike-Antriebssystem, Bremsen und Carbonrahmen – das Gesamtpaket zählt

Die Zauberformel für leichte, aber dennoch komfortabel zu fahrende E-Bikes heißt Stiffness-to-weight (STW) – also das Verhältnis von Steifigkeit zu Gewicht. Inzwischen ist die Carbonverarbeitung so weit fortgeschritten, dass Rahmen gebaut werden können, die eine hohe Steifigkeit im Bereich des Tretlagers und des Lenkkopfes mit einem hohen Maß an Komfort vereinen. Dies führt dazu, dass Carbonrahmen die besten STW-Werte aufweisen – allerdings nur im High-End-Bereich. Denn Carbon ist nicht gleich Carbon; hier zählt die Qualität des Werkstoffs und der Verarbeitungsprozesse. Dabei sind viel Know-how, Sorgfalt, Präzision und professionelle Handarbeit gefragt. Nach Stürzen können sich in mangelhaft verarbeiteten Carbonteilen unsichtbare Mikrorisse bilden – sogenannte Delaminationen. Diese Schäden sind nur auf Röntgenbildern zu erkennen, die betroffene Stelle kann bei weiterer Belastung jedoch unvermittelt reißen. Diagnose und Reparatur können nur von Spezialisten ausgeführt werden und sind in der Regel sehr kostspielig.

Ein E-Bike ist deshalb nur so gut wie sein schwächstes Teil. Wichtig ist, dass Antriebssystem, Bremsen und weitere Komponenten auf das Gewicht abgestimmt sind. Das zulässige Gesamtgewicht hängt dabei auch von der Fahrerin oder dem Fahrer ab und ob Gepäck mit auf die Reise gehen soll. Hochwertige E-Bikes punkten also auch mit anderen Qualitäten als einem möglichst geringen Gewicht: nämlich mit vermitteltem Fahrgefühl, mit Komfort und Langlebigkeit. (jg)

Mehr Informationen zum Bikedrive Air von maxon:

hier.pro/T7lZC

Kontakt:
maxon motor gmbh
Truderinger Str. 210
81825 München

+49/89 420493–0
info.de@maxongroup.com
www.maxongroup.de




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