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Bürkert integriert Webserver bei Massendurchflussmessgeräten

Industrial Ethernet bei Feldgeräten
Bürkert integriert Webserver bei Massendurchflussmessgeräten

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Die Bürkert Fluid Control Systems GmbH, Ingelfingen, bietet – zusätzlich zum herkömmlichen Gerätezugriff über das Softwaretool Communicator – eine Webserver-Funktionalität für alle Massendurchflussregler (MFC) und Massendurchflussmesser (MFM) mit Industrial Ethernet-Schnittstelle an.

Johannes Eichert, Field Segment Manager Gas, Bürkert Fluid Control Systems, Ingelfingen

Inhaltsverzeichnis

1. Direkter Zugriff auf Geräte-, Prozess- und Diagnosedaten
2. Weltweite Zugriffsmöglichkeiten auf Massendurchflussmessgeräte
3. Einfache Konfiguration, Parametrierung und Diagnose
4. Präzise Regelung

 

Die Integration von Webservern in Feldgeräten bietet gleich mehrere Vorteile. Sie erleichtert die Inbetriebnahme, vereinfacht im laufenden Betrieb den Zugriff auf Geräte- und Prozessdaten und im Fall einer Störung ist zudem eine Erstdiagnose schnell und im Prinzip von überall aus möglich. Zusätzlich zum herkömmlichen Gerätezugriff über ihr Softwaretool Communicator bietet die Bürkert Fluid Control Systems GmbH, Ingelfingen, deshalb jetzt eine Webserver-Funktionalität für alle Massendurchflussregler (MFC) und Massendurchflussmesser (MFM) mit Industrial Ethernet-Schnittstelle an.

Direkter Zugriff auf Geräte-, Prozess- und Diagnosedaten

Der integrierte Webserver ermöglicht es, über die IP-Adresse des Feldgerätes mit allen gängigen Webbrowsern auf Geräte-, Prozess- und Diagnosedaten der MFC/MFM zuzugreifen. Dazu muss sich das jeweilige Gerät lediglich im Netzwerk befinden, weitere Software-Tools mit entsprechendem Zubehör sind nicht notwendig.

Der Anwender braucht also keine Adapter, Dongle oder Bürkert-büS-Sticks für jedes Feldgerät und auch keinen Windows-PC, auf dem der Communicator läuft. Die „normale“ Ethernet-Verbindung reicht, um Daten auszulesen oder, nachdem sich der Nutzer eingeloggt hat, auch zu verändern. Alle Geräte- und Diagnosedaten stellt der Webserver im Browser grafisch und funktional modern dar.

Ventilinseln von Bürkert Fluid Control Systems für sichere Anlagen

Der Webserver ist bei Neugeräten bereits seit Juli 2019 in der Gerätesoftware integriert und auch für Bestandsgeräte durch ein nachträgliches Software-Update verfügbar. Dazu muss der Anwender allerdings den PC/Laptop mit der CAN-Schnittstelle des Gerätes über ein Interface verbinden. Hierüber kann dann der Webserver aktiviert beziehungsweise deaktiviert werden und es lässt sich ein Passwort für den Schreibzugriff auf das Gerät festlegen beziehungsweise zurücksetzen. Im Communicator hinterlegte Release Notes bieten Informationen über die Weiterentwicklungen der Geräte-Software.

Weltweite Zugriffsmöglichkeiten auf Massendurchflussmessgeräte

In der Anwendung bringt der integrierte Webserver gleich mehrere Vorteile: So vereinfacht sich die Inbetriebnahme durch die Parametrierung über den Browser. Diese kann entweder vom PC vor Ort in der Zentrale der Anlage oder bei Bedarf auch aus der Ferne, wenn das lokale Netz der Anwendung mit dem Internet verbunden und die Zugriffsmöglichkeiten entsprechend gesichert sind, erfolgen.

Bürkerts Ventilinsel ist in Siemens-Peripherisystem intergrierbar

Auch während des Betriebs ist der Zugriff einfach möglich, ebenso das Abrufen von Status- und Diagnosemeldungen. Da der Servicetechniker nicht zwangsläufig vor Ort sein muss, sinken bei weltweit installierten Anlagen die Reisekosten deutlich. Aber auch bei kleineren Entfernungen können sich Fernwartungskonzepte lohnen.

Auch über den Webserver wurden beim aktuellen Software-Update für die MFC und MFM Anwenderwünsche umgesetzt. Interessant dürfte für Applikationen, bei denen die Gasversorgung nie unterbrechen darf, zum Beispiel in der Metallurgie, sein, dass sich das Verhalten während des Umschaltens zwischen mehreren Gas-Kalibrierungen jetzt noch genauer definieren lässt.

Einfache Konfiguration, Parametrierung und Diagnose

Trotz des Webservers ist die für alle Kunden kostenlose Communicator-Software sinnvoll, vor allem, wenn viele MFC/MFM im Einsatz sind. Das praxisgerechte Tool für die Geräte auf Basis der Plattform EDIP (Efficient Device Integration Platform) bietet dem Anwender einen vollständigen Überblick über alle zyklischen Prozesswerte und azyklischen Diagnosedaten. Gerätekonfigurationen lassen sich sichern und wiederherstellen und die integrierte, grafische Programmierumgebung ermöglicht es, Steuerungsfunktionen für dezentrale Subsysteme zu erstellen.

Alle Geräte auf Basis der EDIP-Plattform können dazu untereinander über den Bürkert-Systembus (büS) kommunizieren – in diesem Fall übernimmt ein Gateway die Anbindung an die überlagerte Steuerung – und auch hier via Ethernet oder Profibus. Dieses Gateway besitzt in der aktuellen Version ebenfalls einen Webserver.

Auch in Zeiten der Digitalisierung kann es schließlich sinnvoll sein, die Automatisierung direkt vor Ort zu optimieren. Die individuelle Anpassung von Teilprozessen, ohne zwingend ins Leitsystem einzugreifen, kann die Anlageneffizienz steigern sowie Zeit und Kosten sparen.

Präzise Regelung

Die MFC und MFM eignen sich in unterschiedlichen Ausführungen für Durchflussmengen von 0,1 bis 1500 Liter pro Minute bei einem maximalen Betriebsdruck von 10 bis 25 bar. Die eingesetzten Sensoren bieten eine hohe Mess- und Wiederholgenauigkeit. Da die Sensoren direkt im Gasstrom messen, haben die MFC/MFM sehr kurze Reaktionszeiten und bieten dadurch eine exakte Regelung beziehungsweise Messung.

Das thermische Messprinzip arbeitet unabhängig von Druck- und Temperaturschwankungen. Sensor, Proportionalventile und PI-Regler sind bewährte Eigenentwicklungen aus dem Hause Bürkert und perfekt aufeinander abgestimmt. (eve)

Mehr zu den Massendurchflussmessgeräten


Kontakt:

Bürkert Fluid Control Systems
Christian-Bürkert-Str. 13–17
74653 Ingelfingen
Tel.: +49 7940 10–0
E-Mail: info@buerkert.de
Website: www.buerkert.de

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