HMI 2019: Kompakt, intelligent und kollaborativ bei Schmalz

Neuheiten für Vakuum-Erzeugung, Greifen und smartes Handhaben

Vakuum-Erzeugung
Klein und leistungsstark: Die neue Ejektoren-Familie SCPM ist in den Versionen „Basic“, „Controlled“ und „Intelligent“ erhältlich und lässt sich zu einem großen Terminal verblocken Bild: J. Schmalz GmbH
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Auf der Hannover Messe 2019 zeigt die J. Schmalz GmbH Neuheiten für die Vakuum-Erzeugung, das Greifen und für smartes Handhaben. Die Lösungen stehen unter anderem für eine effiziente Energieausnutzung und Automatisierung.

Inhaltsverzeichnis

1. Lösungen für kollaborative Systeme
2. Intelligente Handhabung

 

Nach wie vor sind die Themen Integration, Digitalisierung und Vernetzung Technologietreiber. Die Leitmesse Integrated Automation, Motion & Drives (IAMD) präsentiert im Rahmen der Hannover Messe vom 1. bis 5. April Komponenten und Systemlösungen für die Fabrik der Zukunft. Dabei steht ein Motiv im Vordergrund: Industrial Intelligence – das Leitthema der diesjährigen Hannover Messe. Für Schmalz ist die Messe der ideale Rahmen, um seine Neuentwicklungen aus der Vakuum-Automation und Handhabung vorzustellen.

Dazu zählt die neue Kompaktejektoren-Familie SCPM, die besonders klein und dennoch leistungsstark ist. Schmalz bietet damit eine weitere Vakuum-Komponente im Baukastensystemein Grundkörper ist in drei Ausführungen erhältlich. Je nach Anforderung hat der Anwender die Wahl zwischen einer Basic-, Controlled- oder Intelligent-Version: Sie bieten verschiedene Funktionen, beispielsweise zur Einsparung von Druckluft oder zur Überwachung des Prozesses, oder auch Schnittstellen wie IO-Link und NFC (Near Field Communication) zum Auslesen und Parametrieren der Geräte. Darüber hinaus können bis zu 16 Ejektoren zu einem Terminal mit einem Anschluss verblockt werden.

Eine weitere Neuerung bei den Kompaktejektoren: Schmalz hat nun ein Vakuum-Terminal im Programm, das als erstes Smart Field Device optional über eine Ethernet-Schnittstelle anstelle eines IO-Link-Interface verfügt. Durch die Echtzeitfähigkeit der Industrial-Ethernet-Standards wie EtherCat, EtherNet/IP sowie ProfiNet ist der Ejektor für komplexe Prozesse gedacht, die synchron laufende Systeme erfordern. Das Terminal ist modular, sodass unterschiedliche Vakuum-Kreise für die einfache Handhabung von verschiedenen Teilen aufgebaut und einzeln angesteuert werden können. Ausgestattet mit der Eco-Düsentechnologie, entwickelt das Kompaktterminal bei minimiertem Druckluftverbrauch ein stark erhöhtes Saugvermögen und ermöglicht eine energieeffiziente Vakuum-Erzeugung.

Lösungen für kollaborative Systeme

Neben der Automation ist das Thema Kollaboration ein wichtiger Markttreiber. Schmalz hat jetzt speziell für kollaborative Roboter mit Traglasten unter vier Kilogramm den Vakuum-Erzeuger ECBPM entwickelt. Der kleine Bruder der CobotPump ECBPi erzeugt ein für die vollautomatische Handhabung von kleinen Teilen sowie für stationäre Handhabungsaufgaben notwendiges Vakuum – rein elektrisch. Ebenfalls für den Einsatz an kollaborativen Robotern konstruiert ist der Flächengreifer FXCB. Er kann mit flexiblem Schaum als Greiffläche Kartonagen oder Boxen von bis zu acht Kilogramm sicher halten. Dabei erfüllt der FXCB konstruktiv die Sicherheitsvorgaben der ISO TS 15066 – eine Norm zur Zusammenarbeit zwischen Mensch und kollaborativem Industrieroboter. Ausgestattet mit aktueller Kommunikationstechnik lässt sich der Greifer zudem leicht in Automatisierungsumgebungen integrieren. Neben dem Cobot-Greifer FXCB zeigt der Vakuum-Experte weitere Lösungen für das Handling von empfindlichen Elektronikbauteilen, Glas, Verpackungen oder für den Einsatz im Automobilbau.

Intelligente Handhabung

Das Thema Kollaboration erhält auch zunehmend Einzug in die manuelle Handhabung. So zeigt Schmalz auf der Hannover Messe den smarten Seilbalancer SRBC. Er macht – ganz im Sinne der Industrie 4.0 – manuelle Hebeaufgaben smart und digital. Mit dem kollaborativen Handhabungssystem gelingen dynamische Aufgabenstellungen ebenso wie ein exaktes Ablegen, zum Beispiel bei Füge- oder Montageprozessen. Es lassen sich Lasten von bis zu 80 Kilogramm sicher und mit geringem Kraftaufwand bewegen – ohne Gefahr des Überschwingens der Last. Um Kollisionen beispielsweise mit fest installierten Hindernissen zu vermeiden, können über eine Software Arbeitsräume ebenso definiert werden wie Aufnahme- und Ablagepunkte sowie Fahrgeschwindigkeiten. Der intelligente Vakuumheber wertet Prozessdaten aus und unterstützt den Anwender mit einer Diagnosefunktion. Sicherheitsabfragen verhindern Fehlhübe, Kollision und Fehlabwürfe und erhöhen damit die Arbeitssicherheit.

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