Roboter als Maschinenkomponente

B&R liefert jetzt den ABB-Roboter gleich mit

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Maschinenbauer können zukünftig ABB-Roboter und B&R-Maschinensteuerungssystem aus einer Hand – der von B&R – beziehen. Die neue Lösung reduziert die Komplexität und optimiert die Synchronisierung. Kunden profitieren von hoher Präzision und benutzerfreundlicher Programmierung. Durch die Integration entfällt die Notwendigkeit für eine dedizierte Robotersteuerung, einen eigenen Schaltschrank und einen spezialisierten Programmierer.

Inhaltsverzeichnis

1. Implementierungsaufwand bleibt minimal
2. Synchronisation einfach umsetzbar
3. Dezentrale Antriebstechnik erleichtert Modularität

Als Teil des ABB-Geschäftsbereichs Robotics & Discrete Automation hat B&R nun die Integration von ABB-Robotern in sein Automatisierungsportfolio bekanntgegeben. Das mag zunächst nicht weiter verwundern, doch für die Automatisierung ergibt sich daraus eine entscheidende Vereinfachung: Die große Auswahl der Knickarm-, Scara-, Delta- und Palettierroboter von ABB kann künftig durch die B&R-Steuerung integriert betrieben werden. In der Konsequenz heißt das auch, dass nur ein Engineering-System für alle Aufgaben von der Entwicklung bis hin zu Diagnose und Wartung erforderlich ist. Ganz praktisch führt die Verschmelzung von Robotik und Maschinensteuerung auch dazu, dass der Roboter keinen eigenen Schaltschrank mehr benötigt – das spart Platz.

Implementierungsaufwand bleibt minimal

Für den Anwender heißt das konkret, dass er sich künftig auch für einen gegenüber Handlingsystemen flexibleren Roboter entscheiden kann, ohne dass dies den Automatisierungsaufwand zu sehr in die Höhe treibt. Diese Flexibilität dürfte insbesondere für die zunehmend individualisierte Massenproduktion (bis hin zu Losgröße 1) von Interesse sein – und damit Maschinen- und Anlagenbauern einen Wettbewerbsvorsprung ermöglichen.

Die Entwicklungszeit von Maschinen mit integrierten Robotern lässt sich durch den Einsatz von vorgefertigten Softwarebausteinen der Mapp Technology deutlich verkürzen. Der Entwickler kann auf diese Weise die Maschinenapplikation einschließlich der Robotik parametrieren – Kenntnisse spezieller Robotiksprachen sind nicht erforderlich. Auch sichere Roboterapplikationen sollen sich nach Angaben von B&R so einfach und problemlos umsetzen lassen.

„Normalerweise ist ein Roboter ein in sich geschlossenes System mit einer eigenen Steuerung und einem eigenen Schaltschrank“, führt Sebastian Brandstetter aus, Produktmanager für integrierte Robotik bei der B&R Industrial Automation GmbH in Eggelsberg. Engineering, Diagnose und Wartung würden über eigenständige Systeme mit einer speziellen Robotiksprache laufen, für die oft ein speziell geschulter Programmierer benötigt werde. „Mit der vollständigen Integration von ABB-Robotern in das B&R-Automatisierungssystem beziehen Kunden nun Roboter und Maschinensteuerung von nur einem Anbieter – für den Maschinenentwickler macht es in Zukunft keinen Unterschied, ob er eine Einzel-Achse oder einen Roboter in seine Maschine implementiert.“ Die Tools, die Engineering-Umgebung und der Ansprechpartner bei B&R seien die gleichen.

Synchronisation einfach umsetzbar

„Der Wegfall von separater Hardware und getrennten Kommunikationsnetzen und Anwendungen macht die Synchronisierung zwischen dem Roboter und anderen Maschinenkomponenten viel exakter“, so Brandstetter weiter. „Die Bewegungen des Roboters und aller Maschinenachsen lassen sich mit mikrosekundengenauer Präzision synchronisieren – damit steigen die Produktivität der Maschine und der Durchsatz.“ Auch die Synchronisierung zwischen Sensoren und Roboterbewegungen wird einfacher. So kann beispielsweise das Ergebnis einer Qualitätsüberprüfung durch eine Vision-Kamera von B&R in weniger als einer Millisekunde in einen Steuerungsbefehl für einen ABB-Roboter umgewandelt werden. Dieser entfernt dann ohne manuellen Eingriff fehlerhafte Werkstücke aus dem Produktionsprozess, ohne diesen zu verlangsamen.

Dezentrale Antriebstechnik erleichtert Modularität

Speziell die Entwicklung modularer Maschinen und Anlagen erleichtern übrigens auch zwei neue dezentrale Kleinantriebe der Acoposmotor-Serie. Die neuen Motoren decken einen Leistungsbereich bis 0,35 kW ab und messen in der kleinsten Variante gerade einmal 60 mm x 90 mm (B x H). Trotz der kompakten Abmessungen ist ein vollwertiger Servoverstärker integriert, der Regelkreise mit minimal 50 µs ermöglicht. Wahlweise stehen die Geräte auch mit integriertem Getriebeanbau und integrierter Bremse zur Verfügung.

Die Geräte verfügen über zwei Anschlüsse für Hybridkabel, somit ist nur ein Kabel zum Schaltschrank notwendig. Das Hybridkabel stellt die Stromversorgung sowie die Übertragung der Powerlink-Daten sicher. Weitere Acoposmotoren werden einfach per Daisy-Chain-Verkabelung angeschlossen. Die um 300 Grad drehbaren Anschlüsse erleichtern zudem die Installation – Aufwand und Kosten für die Verkabelung sinken.

Die motorintegrierten Antriebe verfügen standardmäßig über die Sicherheitsfunktion STO. Diese wird über das Hybridkabel angesteuert, eine spezielle Verdrahtung ist nicht notwendig. Drei Encoder-Varianten stehen zur Verfügung: Multiturn, Multiturn mit Batterie und Singleturn. Acoposmotor ist für den Einsatz in rauen Umgebungen konzipiert. Das Gerät entspricht der Schutzklasse IP65. Es verfügt weder über einen Lüfter noch einen Kühlkörper. co

Weitere Details zum Roboter als Maschinenkomponente:

hier.pro/T0qyj

Messe SPS 2019: Halle 7, Stand 114/206

B&R Industrie-Elektronik GmbH
Norsk-Data-Straße 3
61352 Bad Homburg
Tel.: +49 6172 4019 0
E-Mail: office.de@br-automation.com
Website: www.br-automation.com


„Für den Maschinenentwickler macht es in Zukunft keinen Unterschied, ob er eine Einzelachse oder einen Roboter in seine Maschine implementiert.“



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