Handlingmodule für die Produktions- und Montageautomatisierung Prozesskompetenz trifft Automations-Know-how - KEM

Handlingmodule für die Produktions- und Montageautomatisierung

Prozesskompetenz trifft Automations-Know-how

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Für die Realisierung von Montage- und Automatisierungslösungen setzt das Schweizer Unternehmen Ambotec AG, wann immer sinnvoll, auf elektrische Handlingmodule von Afag.

Der Autor: Edgar Grundler, freier Fachjournalist, Allensbach

Im Jahr 1993 durch ein Management-Buyout (MBO) entstanden, konzentrierte sich der Prozess- und Automationsspezialist Ambotec von Anfang an konsequent auf prozessorientierte und hoch funktionsintegrierte Komplettlösungen. Der damalige MBO-Initiator, Francesco Bonfanti, der seither auch als Geschäftsführer fungiert, hat es mit seinen Mitarbeitern über die Jahre verstanden, sich in der Nische High-End-Automation einen guten Namen zu machen.
Folgerichtig erhält Ambotec ein ums andere Mal knifflige Aufgaben aus den Bereichen Prototypenentwicklung für fertigungs- und automationsgerechte Produktionskonzepte, Evaluation geeigneter Komponentenzulieferer und natürlich der eigentlichen Entwicklung, Konstruktion, Herstellung, Inbetriebnahme und Betreuung von Produktions- und Montagesondermaschinen bzw.-anlagen. Die Projekte, die das Unternehmen realisiert, erstrecken sich von der einfachen Handhabungsstation bis zu schlüsselfertigen, komplexen, vollautomatischen Montageanlagen mit 25 m Länge, die aus mehreren Zellen oder Satelliten bestehen.
Der Erfolgsfaktor: Komponentenstandardisierung
Seit vielen Jahren setzt man bei Ambotec strikt auf leistungsfähige und hochqualitative Maschinenbaukomponenten. Dabei wird aber nicht nur auf die Eignung und die Flexibilität, bezüglich Einsatz und Nutzung sowie Zuverlässigkeit und Langzeitqualität geachtet, sondern auch auf Komponentenstandardisierung: in Bezug auf Konstruktionen und deren Vereinfachung, schnelle und sichere Beschaffung sowie auf Jahre hinaus garantierte Ersatzteilversorgung, reduzierten Beschaffungs- und Lageraufwand, vereinfachte Montage, Installation, Justierung, Inbetriebnahme, absolute Kompatibilität im Austauschfall, standardisierte Programmierung sowie auch Lerneffekte und Erfahrungen.
Für den Prokurist und Leiter Technik bei Ambotec, Thomas Schmitter, ist zudem klar, dass die Elektrifizierung in der Produktions- und Montageautomatisierung voranschreitet und sowohl dem Anwender als auch dem Anlagenbauer viele Vorteile bringt: „Wir arbeiten zwar seit vielen Jahren mit den pneumatischen Handlingmodulen von Afag, favorisieren heute aber mehr denn je elektrische Handlingmodule bzw. kombinieren beide. Da Afag beides und in aller Breite im Lieferprogramm hat, und weil das geniale Zentrierhülsen-Verbindungssystem sowie die damit verbundene Kompatibilität und Passgenauigkeit zwischen den elektrischen und pneumatischen Handlingmodulen praxisgerechte Individuallösungen erlaubt, setzen wir selbstredend, auch wann immer möglich und sinnvoll, elektrische Handlingmodule von Afag ein. Damit erhalten wir, gegenüber früher rein pneumatischen Handhabungslösungen, erheblich mehr Einsatz-, Aufbau- und Umrüstflexibilität, weil elektrische Module lediglich umprogrammiert werden müssen. Außerdem reduzieren sich der Montage-, Installations- und Einrichteaufwand, und die Bewegungsabläufe sind deutlich dynamischer, vor allem bei sich überlagernden also zeitoptimierten Handhabungs-, Zuführ- und Positionierprozessen.“
Einsatz in Montageanlage für Gasventile
Dass die elektrischen Handling-Module zunächst durchaus mehr kosten als pneumatische, wird durch die vielen genannten Vorteile meist mehr als wettgemacht. Ein gutes Beispiel dazu stellt eine aus mehreren Zellen bestehende Montageanlage für Gasventile dar, die zurzeit bei Ambotec im Aufbau ist. Es handelt sich hier um ein klassisches Simultaneous-Engineering-Projekt. Denn die ersten Anlagenzellen sind parallel zur Produktentwicklung entstanden und die Anlage bzw. die Anzahl der Prozessstationen wuchs buchstäblich mit dem Entwicklungsfortschritt des Produkts. Die Aufgabe lautet(e), ein Spektrum an Gasventilen, die je nach Variante aus bis zu 15 Komponenten bestehen, auf ein und derselben Anlage in beliebiger Chargengröße im Mehrschichtbetrieb vollautomatisch fertigen zu können.
Insgesamt sind in der gesamten Anlage 20 elektrische Afag-Portalachsen vom Typ PDZ (Zahnriemenantrieb) sowie elektrische Spindelausleger vom Typ SA (Spindelantrieb) und Spindelauslager vom Typ OZ (Zahnriemenausleger) in verschiedenen Hublängen (PDZ160 mit 1600 mm Hub) und Baugrößen (SA 3 und SA 6, OZ 50) installiert. Hinzu kommen etwa 70 pneumatische Handlingmodule wie Compactschlitten (CS), Linearmodule (LM) Rotationsschlitten (CR) und Drehgreifer (DG) oder Parallelgreifer (PG).
Individuelle Freiräume trotz Standards
Um die vom Anwender geforderte Taktzeit gewährleisten zu können, wurden manche Stationen mehrfach ausgeführt. Für deren kontinuierliche Versorgung mit Montagekomponenten entwickelte Ambotec spezielle Trays, die kartesisch abgefahren werden müssen. Inklusive der durch die Bauteil- und Endproduktversionen erforderlichen Positioniervariationen versprachen die Handhabungslösungen mit den Portalachsen anstatt Robotern deutliche Flexibilitäts-, Platz-, Zugänglichkeits- sowie Aufbau- und Kostenvorteile, sodass sich Ambotec AG für die Afag- Lösungen entschloss. Außerdem erlaubte die Verwendung der elektrischen Portalachsen hier eine größtmögliche Auslegungs-, Anwendungs-, Nutzungs- und Positionierflexibilität sozusagen im freien Verfügungsraum.
„Um die Standardisierung durchziehen zu können, haben wir sogar einige Anwendungen speziell auf den Einsatz von Afag-Modulen abgestimmt. Auf diese Weise ist es uns gelungen, die Beschaffungszeit für elektrische Handling-Module gegenüber früher verwendeten Wettbewerbsprodukten um rund 50 % zu verkürzen“, erläutert Schmitter. „Andererseits kam Afag uns sehr entgegen und lieferte die elektrischen Handlingmodule sowohl mit offener Motorenschnittstelle als auch mit den vom Kunden speziell gewünschten Motoren als anschlussfertige Einheiten, wodurch wir weniger Beschaffungs- und gar keinen Anpassungsaufwand hatten. Daraus resultierten für uns neben einer offenen Konfigurierbarkeit auch die individuelle Programmierung, was uns während der häufigen Änderungen während des gesamten Projekts Gasventilmontage natürlich zugute kam.“ I

Info & Kontakt

Afag Automation AG
Ruedi Herren, Vertrieb
Tel. +41 79 2393890
Einsatzbeispiele für die Produkte in verschiedenen Branchen
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