Mithilfe von Lineartechnik den Schaltanlagenbau automatisieren und rationalisieren

Präzise Bewegungen gewährleistet

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In vielen Industriebranchen nimmt der Automatisierungsgrad stetig zu – oft wird hierfür Lineartechnik eingesetzt, die kosteneffiziente, leistungsstarke Lösungen ermöglicht. Ein Feld, das dabei bisher vernachlässigt wurde, ist der Schaltanlagenbau, wo zahlreiche Bearbeitungsschritte häufig noch manuell an separaten Stationen vorgenommen werden. Auf diese Marktnische hat sich ein hessischer Maschinenbauer spezialisiert.

Exklusiv in kem Der Autor Pirmin Horn ist Leiter Produktmanagement bei der Hiwin GmbH in Offenburg

Die Kiesling Maschinentechnik GmbH, Dietzenbach, entwickelt und produziert u. a. Schaltschrank-Bearbeitungszentren, Zuschnittmaschinen, Bestückungsautomaten für Klemmleisten, Montagetische und vollautomatische Verdrahtungszentren. Das Unternehmen verwendet in seinen stark nachgefragten Maschinen Lineartechnikkomponenten, die nicht nur hohe Qualitätsansprüche erfüllen, sondern auch zuverlässig verfügbar sein müssen. Wie ein Lieferantenwechsel half, Engpässe bei der Fertigung zu vermeiden, wird im Folgenden näher beleuchtet.
Viele Maschinenbauer, die regelmäßig Lineartechnikkomponenten einsetzen, hatten in den letzten Jahren verstärkt mit Lieferschwierigkeiten zu kämpfen. Es stellte sich einmal mehr heraus, dass neben der Produktqualität der Preis nicht das ausschlaggebende Kriterium bei der Entscheidung für einen Lieferanten sein kann. Entscheidend ist vielmehr, dass die Zulieferkomponenten auch dauerhaft mit kurzen Lieferzeiten verfügbar sind, denn die Wertschöpfung beim Maschinenbauer kann schließlich nur stattfinden, wenn Linearführungen oder andere Bauteile ohne lange Wartezeiten in das Endprodukt eingebaut werden können.
„Unserer Erfahrung nach unterscheiden sich Lineartechnikkomponenten verschiedener Hersteller in der Technik kaum, aber beim Liefertermin exorbitant“, fasst Rolf von Kiesling, Geschäftsführer bei Kiesling, zusammen. „2008 gerieten wir in beträchtliche Schwierigkeiten, weil sich die Lieferzeit für Profilschienenführungen unseres Vertragspartners plötzlich auf mehr als 18 Wochen verlängert hatte. Eine vernünftige Planung war so nicht mehr möglich.“
Unter den Wettbewerbern des ursprünglichen Lieferanten fand sich mit Hiwin nur einer, der verbindlich eine Lieferzeit von Tagen statt Wochen oder Monaten zusagen konnte. Die Entscheidung für einen Wechsel fiel also leicht: Inzwischen werden in den Kiesling-Bearbeitungsmaschinen ausschließlich Profilschienenführungen und Laufwagen von Hiwin eingesetzt.
Technik aus Taiwan, made in Germany
„Als Tochterunternehmen eines Konzerns aus Taiwan wurden wir in den ersten Jahren nach unserer Unternehmensgründung erst einmal misstrauisch betrachtet“, erklärt Hiwin-Geschäftsführer Werner Mäurer. „Dabei konzentrieren wir uns mit voller Kraft auf den deutschen Markt und europäische Nachbarländer und betreiben unsere Fertigung in Offenburg, die wir in den vergangenen Jahren umfassend ausgebaut haben, mit demselben Anspruch wie im Mutterhaus.
Auch dort stehen Verarbeitungsqualität, Zuverlässigkeit und Langlebigkeit im Vordergrund – unsere Produkte werden schließlich von Unternehmen bezogen, die ohne Zulieferkomponenten in erstklassiger Qualität selbst nicht wettbewerbsfähig wären. Diese Unternehmensphilosophie hat sich für unsere Kunden in den letzten Jahren als vorteilhaft erwiesen, denn im Zuge der Wirtschaftskrise haben deutsche Hersteller ihr Personal und ihre Lagerbestände reduziert, sodass sich ihre Lieferfähigkeit verschlechterte.
Andere ausländische Wettbewerber hingegen haben sich z. B. entschieden, erst einmal verstärkt ihren Heimatmarkt zu beliefern. Dass dies deutsche Kunden zur Suche nach Alternativen nötigt, zeigen unsere Zahlen – so haben wir im Jahr 2011 beispielsweise ein Umsatzplus von 85 % verzeichnet.“
Alles für den automatisierten Schaltanlagenbau
Mit der Einführung des weltweit ersten CNC-gestützten Bearbeitungszentrums des Typs Perforex setzte Kiesling im Jahr 1999 einen Meilenstein für die automatisierte Blechbearbeitung im Schaltanlagenbau. Seitdem hat das Unternehmen sein Maschinenangebot ständig weiterentwickelt: Hinzu gekommen sind die Zuschnittzentren der Serie Secarex, Athex-Bestückungsautomaten für Klemmleisten, Averex-Verdrahtungszentren sowie Assemblex-Montagetische und Lager-/Transportwagen.
In allen Bearbeitungsmaschinen kommen in den X-, Y- und Z-Achsen Profilschienenführungen von Hiwin zum Einsatz, die präzise Linearbewegungen gewährleisten. Dabei handelt es sich um die Modelle der Standardbaureihe HG mit genormten Einbaumaßen, die in erster Linie für Anwendungen im Maschinenbau und in Werkzeugmaschinen konzipiert sind. Sie werden kombiniert mit Laufwagen des Typs HGL – diese bieten die Eigenschaften der bewährten HGW- und HGH-Modelle.
Dadurch stehen Anwendern niedrige und schmale Laufwagen zur Verfügung, die Tragzahlen bis 139 500 N (dynamisch) bzw. 301 260 N (statisch) erreichen. Profilschienenführungen mit HGL-Laufwagen sind in den Baugrößen 15, 25, 30, 35, 45 und 55 mm erhältlich; der Laufwagen steht in zwei Ausführungen (Schwerlast und Superschwerlast) zur Auswahl. Die Einheiten eignen sich für Applikationen, in denen besonders kompakte und tragfähige Lineartechnik gefragt ist.
Produktqualität und Liefertreue stimmen
„Mit Hiwin haben wir einen Partner gefunden, bei dem neben der Produktqualität auch die Liefertreue stimmt“, so Rolf von Kiesling. „Daneben bieten uns Vertriebsingenieure und Techniker von Hiwin bei Bedarf eine umfassende Betreuung. Der Lieferantenwechsel hat sich für uns und die Abnehmer unserer Maschinen als Vorteil erwiesen, denn nun können wir selbst wieder verbindliche Lieferaussagen treffen.“
Halle 4, Stand 220
Hiwin, Tel.: 0781 93278-53, E-Mail: nicole.reichenbach@ hiwin.de

Automatisierung aller Arbeitsschritte
Schaltanlagenbau
Kiesling Maschinentechnik hat sich auf die Automatisierung und Rationalisierung im Schaltanlagenbau spezialisiert und gehört zu den Marktführern im Sektor. Das Produktspektrum des Unternehmens umfasst Schaltschrank-Bearbeitungszentren, Zuschnittmaschinen, Bestückungsautomaten für Klemmleisten, Montagetische und vollautomatische Verdrahtungszentren. Somit wird das gesamte Spektrum für die Automatisierung aller Arbeitsschritte im Schaltanlagenbau abgedeckt.
Gegründet wurde die Kiesling Maschinentechnik GmbH 1970 als Ingenieurbüro für Antriebstechnik. Seit 1986 firmiert das Unternehmen als GmbH und 1998 begann der Vertrieb der ersten Bearbeitungszentren. Nach der Übernahme des Maschinenbauers Scheer in Wiernsheim werden die Maschinen für den Schaltanlagenbau heute im eigenen Unternehmen weiterentwickelt und produziert.
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