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Konusdämpfer von ACE für Schutz bei der Entkopplung von Schwingungen

Schwingungstechnik
Konusdämpfer von ACE für Schutz bei der Entkopplung von Schwingungen

Beim Umrüsten dieselbetriebener Nutzfahrzeuge auf elektrische Motorisierung sind konstruktiv viele Aspekte zu beachten. Ein wesentlicher ist die Sicherheit. So sind neben den Menschen auch Batteriekästen und E-Antriebe vor Stößen und Erschütterungen zu schützen. Bei einem führenden Anbieter für die Elektrifizierung von Nutzfahrzeugflotten hat man in Zusammenarbeit mit der ACE Stoßdämpfer GmbH die passenden Komponenten ausfindig gemacht, um schädliche Vibrationen von Mensch und Maschine fernzuhalten.

Robert Timmerberg M. A., Fachjournalist, plus2 GmbH, Düsseldorf

Der weltweite Klimawandel sowie Maßnahmen, wie die zur CO2-Reduktion und Einschränkungen für Benzin- und Dieselfahrzeuge in vielen europäischen Innenstädten, haben bei PKW-Herstellern zum Umdenken geführt. Die Elektrifizierung der Antriebstechnik steht daher seit Jahren weit oben auf der Agenda. Gleiches gilt für die Nutzfahrzeug- und Logistikbranchen, in denen viele Beteiligte das Thema der Nachhaltigkeit weiterdenken. Schließlich ist dort den Verantwortlichen klar, dass sich Fahrzeugflotten nicht von jetzt auf gleich austauschen lassen. Das wäre für Entsorger Getränkelieferanten, Paketzusteller und andere Logistiker nicht nur unwirtschaftlich, sondern würde in der Produktion zu einem enormen, kontraproduktiven Ressourcenverbrauch führen. Daher ist in der Branche das Umrüsten der Antriebstechnik von Diesel- auf Elektromotoren mit einhergehender Generalüberholung der Fahrzeuge eine nachhaltige Option. Auf diese Weise verlängert sich die Lebensdauer der Transporter und LKW, sie sind fit für die Zukunft und das umrüstende Unternehmen unterstützt aktiv den Klimaschutz.

Dies ist der Ansatz des Wittlicher Unternehmens Orten Electric-Trucks. Seit sechs Jahren auf dem Markt, kann sich die von Robert E. Orten gegründete Firma als Start-up mit über 90-jähriger Expertise bezeichnen, ist doch der Firmeninhaber Chef eines Familienunternehmens, das schon in dritter Generation besteht. Die Orten Fahrzeugbau GmbH startete als Schmiede in Bernkastel an der Mosel und gilt seit den 1970er Jahren als überregional operierender Spezialist für Aufbauten von Fahrzeugen für Getränkelieferungen. Durch Innovationen hat sie sich zum Marktführer für Fuhrparks der Getränkeindustrie entwickelt. Die Firmengruppe bietet dabei vom Neufahrzeug über Gebrauchtfahrzeuge bis hin zur Vermietung und Finanzierung alles aus einer Hand. Nachdem Orten bereits früh die Notwendigkeit und Chancen der Elektromobilität erkannt und in einige Projekte des innerstädtischen Transports investiert hat, war der Schritt zur Orten Electric-Trucks GmbH nach einer dreijährigen Projektierungsphase die Folge. Seitdem rüstet dieses Unternehmen neue und gebrauchte 3,5- bis 18-t-Diesel-Nutzfahrzeuge auf Elektroantriebe um.

Gute Erfahrungen bei der Geschwindigkeitsregulierung

Auch dank der Fördermittel vieler EU-Staaten haben sich in den vergangenen Jahren immer mehr Kommunen und Unternehmen auf den Weg gemacht, Fahrzeugflotten zu elektrifizieren. Neben der Luftqualität ist für viele Bürgermeister, Lokalpolitiker und andere Entscheidungsträger die Lärmreduktion ein Faktor. Dieses Argument wird in der Industrie auch häufig als ein wesentliches für den Einsatz von Stoß- und Schwingungsdämpfern genannt. ACE Stoßdämpfer als Spezialist für Dämpfungslösungen aller Art war nicht nur deswegen der Ansprechpartner beim Nutzfahrzeugausrüster. Andreas Hoffmann, Leitung Konstruktion/AV, erklärt: „Mit ACE arbeiten wir seit Jahren zusammen und haben im Bereich der Geschwindigkeitsregulierung immer positive Erfahrungen gemacht.“ Diese Erlebnisse beziehen sich besonders auf Industriegasfedern zur Unterstützung der Muskelkraft beim Heben und Senken an den Ladevorrichtungen im Rahmen der Konstruktionsarbeiten von Aufbauten im Dienste von Orten Fahrzeugbau. Da Hoffmann im hier beschriebenen Konstruktionsfall nach Lösungen zur Dämpfung von Stößen suchte und diese bei den Langenfeldern bereits im Firmennamen stehen, machte sich der Techniker zuerst im Internet schlau: „Die Homepage von ACE ist trotz des großen Programms übersichtlich. Uns fiel zudem positiv auf, wie viele unterschiedliche Lösungen dort per Software ad hoc zu berechnen und sofort ab Lager bestellbar sind.“

Die nachfolgende Kommunikation mit dem Stoßdämfer-Spezialisten vollzog sich auch in diesem Fall schnell und unkompliziert. Zunächst beschrieb der Konstrukteur dem Vertriebsteam in Langenfeld die Aufgabe. Dazu gehört, dass die gesamte Umbaukonstruktion mitsamt den nachgerüsteten Komponenten am und im Fahrzeug inklusive des 400-V-Motors vor schädlichen Stößen zu schützen ist. „Außerdem kamen für uns nur kompakte Bauteile infrage. Denn wir kämpfen beim Umbau um jeden Millimeter, weil die Platzverhältnisse im Nutzfahrzeugbereich ebenfalls immer begrenzt sind“, führt Hoffmann aus.

Schwingungstechnik mit digitaler und analoger Beratung

Nach Übersendung der Auslegungsdaten an die Zentrale von ACE in Deutschland meldete sich Thomas Schäfgen als Vertriebsingenieur vor Ort umgehend und machte sich für erste Bemusterungen und Tests auf den Weg an die Mosel. Im Verlauf der Beratung schickte er zudem Alternativvorschläge, die nach Meinung des technischen Vertriebs des Dämpfungsspezialisten ebenfalls den Anforderungen entsprachen. Aufgrund der Einfachheit der Montage und sofortiger Lieferbarkeit entschied man sich beim Fahrzeugausrüster für Konuslager des Typs 6051CN12M. Diese für Fahrzeugkabinen entwickelten Maschinenelemente sind kleine Alleskönner, weil sie sowohl Schwingungen beseitigen als auch Stöße wirksam dämpfen. Ihre kompakte Bauweise erleichtert einerseits auch nachträgliche Einbauten in bestehende Konstruktionen, andererseits nimmt sie erstaunlich hohe Belastungen auf. Bei einer Eigenfrequenz von 6,9 Hz bis 11,0 Hz sind sie pro Konuslager für Belastungsbereiche von 69,3 kg bis 173,4 kg vorgesehen. Noch wichtiger für den Einsatzzweck, sie sind abreißsicher. So ist ausgeschlossen, dass sie sich im Schadensfall im hochsensiblen Motorbereich selbstständig machen und am Ende möglicherweise auf der Straße landen. Dadurch ist mit ihnen nicht nur die Maschine, sondern vor allem der Straßenverkehr mit allen teilnehmenden Personen geschützt. Die Konusdämpfer arbeiten sowohl radial als auch dank ihres speziellen Gummiprofils axial und können selbst dann für Schwingungsisolierung sorgen, wenn die Belastung in jeder Achse unterschiedlich ist. In verschiedenen Gummimischungen lieferbar, eignen sie sich für ein breites Lastenspektrum. Für Temperaturen von -40 °C bis 70 °C ausgelegt, ist eine Montage in allen Raumachsen möglich, wodurch sie in Schub-, Druck- und Zugrichtung einsetzbar sind.

„Wir sind sehr gut beraten worden. Selbst als Thomas Schäfgen wegen eines anderen Auftrages außer Hauses war, hat sich ruckzuck ein Kollege gemeldet und uns von der Anfrage bis zum Angebot in Rekordzeit versorgt“, berichtet Hoffmann. Auch aus diesem Grund hat die Orten Electric-Trucks GmbH die Kooperation mit ACE weiter ausgeweitet. So ist bereits ein 550 kg schwerer E-Motor der 800-V-Klasse mit anderen Komponenten des Herstellers zuerst per Onlineberechnung ausgelegt und dann in der Werkstatt ausgestattet worden. Auch diese Tests laufen bislang zur vollständigen Zufriedenheit des Teams in Wittlich. (jg)

Mehr Informationen zu den Schwingungsdämpfern von ACE Stoßdämpfer:

hier.pro/nEzbl

Kontakt:
ACE Stoßdämpfer GmbH
Albert-Einstein-Str. 15
40764 Langenfeld
Tel. +49 2173–9226–10
info@ace-int.eu
www.ace-ace.de



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