Misumi Europa GmbH, Schwalbach am Taunus

KEM vor Ort

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(av) Misumi steht für mehr als eine Millionen Norm-, Kauf- und Zeichnungsteile. Der Bezug individuell konfigurierter Komponenten entlastet die eigene Fertigung der Anlagenbauer. Der Konstrukteur spart dadurch Zeit und vermeidet Stillstandzeiten. Die Möglichkeit, auch geringe Mengen bestellen zu können, passt zu seinem Bedarf an Prototypen. KEM sprach mit dem Geschäftsführer der Misumi Europe GmbH Yukihiko Nagaoka.

KEM: Herr Nagaoka, warum ist Misumi für den Konstrukteur wichtig?

Nagaoka: Wir sind ein international tätiger Lieferant von qualitativ hochwertigen mechanischen Norm-, Kauf- und Zeichnungsteilen für den Sondermaschinenbau und die Automatisierungstechnik sowie den Stanzwerkzeug- und Spritzgussformenbau. Neben dem Produktportfolio von mehr als einer Mil-lion Artikeln zeichnet sich unser Angebot durch stufenlose Variation der Bauteilabmessungen und umfangreiche Optionen zur Formgebung aus.
Wir verfügen über ein anwendergerechtes Bestell- und Logistikkonzept. Jedes Produkt unterliegt einer 100-Prozent-Qualitätskontrolle. Den Bedarf des Konstrukteurs treffen wir genau, denn wir haben konfigurierbare Komponenten in bis zu 0,01-mm-Schritten. Von allen Teilen können 2D- oder 3D-CAD-Modellen heruntergeladen werden.
KEM: Der europäische Markt für Fabrikautomatisierung ist der zweitgrößte der Welt. Wie reagieren Sie auf den entsprechend hohen Bedarf?
Nagaoka: Auf internationaler Konzernebene arbeitet Misumi mit führenden Herstellern partnerschaftlich zusammen. Etwa 400 Zulieferer fertigen in Japan für das Unternehmen. Darüber hinaus wurde 2005 mit der Übernahme eines Maschinenelemente-Herstellers die Produktion implementiert. So konnte technisches Know-how mit einem großen Vertriebsnetz vereint werden. Die deutsche Misumi-Tochter hat sich mit einem umfassenden Angebotsspektrum für den Sondermaschinenbau, die Automatisierungstechnik sowie den Werkzeug- und Spritzgussformenbau auf das Mechanik-Engineering spezialisiert. Mehr als 10 000 Artikel sind in dem über 1500 Quadratmeter großen Lager in Schwalbach verfügbar. Die Standard-Lieferzeit beträgt zwei Tage, Express-Bestellungen werden in der Regel am selben Tag zugestellt. Sonderlösungen können aus Japan in sechs bis acht Tagen geliefert werden.
KEM: Konnten Sie weitere Prozesse optimieren?
Nagaoka: Ja, um interne Arbeitsprozesse wie zum Beispiel in der Produktentwicklung oder im Customer Service zu verkürzen und die Produktivität zu erhöhen, haben wir in den vergangenen Jahren den Workflow im Unternehmen gestrafft. So wurde ein Verfahren eingeführt, bei dem die Betreuung und Realisierung von Projekten in kleinen Teams mit kurzen Entscheidungswegen organisiert sind. Wenn das Arbeitsvolumen eines Teams einen bestimmten Level überschreitet, wird es erneut unterteilt. So lässt sich ein Wasserkopf-Effekt vermeiden.
KEM: In Deutschland möchte Misumi den klassischen mechanischen Maschinenbau bedienen. Was ist aber mit der zunehmenden Automatisierung?
Nagaoka: Das eine schließt das andere nicht aus. Nehmen wir die Automobilzulieferindustrie: Sicher hat der elektrische Fensterheber die Handkurbel abgelöst. Aber es wird nie ein Fahrzeug ohne mechanische Kleinbauteile geben – und erst recht keine Maschinen, die dessen Teile produzieren oder zusammensetzen. Die Mechanik-Konstruktion wird dabei immer fester Bestandteil des Maschinenbaus bleiben, auch wenn dieser zunehmend Systeme aus den modernen Disziplinen Elektrotechnik und Informatik umfasst. Anlagenhersteller für den Sonder- und Werkzeugmaschinenbau unterscheiden sich vom allgemeinen Maschinenbau: sie entwickeln unter einem vorgegebenem Zeitrahmen Lösungen. Die Produkte des Sonder- und Werkzeugmaschinenbaus sind meist Unikate. Gefragt sind sehr kleine Losgrößen. Stückzahl 1 ist eher Standard als Ausnahme. Und auf diesen Bedarf haben wir uns in Schwalbach eingerichtet.
KEM: Warum möchten Sie Konstrukteure dazu anregen, mit konfigurierbaren Komponenten zu arbeiten?
Nagaoka: Weil es für sie zielführend, schnell und wirtschaftlich ist. Ob Maße und Dimensionen, Werkstoff, Härte oder Oberflächenbehandlung – der Konstrukteur kann sein Bauteil so wählen, wie er es braucht. Andernfalls müsste er zeitaufwändig nach einem passenden Anbieter suchen, unter Umständen seine Konstruktion anpassen oder eine Lohnfertigung beauftragen. Viele unserer Kunden haben bestätigt, dass der Bezug individuell konfigurierter Komponenten die eigene Fertigung entlastet, die somit mehr Kapazitäten für das Kerngeschäft hat. Der Konstrukteur kann sich CAD-Modelle in verschiedenen neutralen und nativen Formaten herunterladen und in seine Zeichnung integrieren. Das spart Zeit und unnötige Stillstandzeiten. Die Möglichkeit, geringe Mengen bestellen zu können, passt perfekt zu seinem Bedarf an Prototypen.
Das Interview führte Alexander Völkert, freier Mitarbeiter der KEM
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Misumi weltweit
  • Gründung: 1963
  • Mitarbeiter: 4000
  • Kunden: 120 000
  • Umsatz 2009: 857 Mio. €
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