MASCHINENELEMENTE

KEM Vor Ort

Anzeige
(as) Mit „Rot“ immer im grünen Bereich. So präsentiert sich die Afag einmal mehr, obwohl die Farbe Rot schon immer ihr Erkennungszeichen gewesen ist. Im Feintool-Konzern gehört Afag zur Division „Automation“, Sparte Komponentengeschäft und Zuführtechnik. KEM sprach mit Dr. Martin Daniel über die Herausforderungen im Handlinggeschäft und die Positionierung als Komponentenanbieter.

KEM: Afag ist mit 50 Jahren bereits ein alter Hase unter den Handlingspezialisten. Welche Herausforderungen haben Sie heute zu bewältigen?

Dr. Daniel: Im Bereich F&E gibt es zwei Herausforderungen: Erstens müssen wir in der traditionellen Pneumatik die Leistungsdichte ständig erhöhen. Die Forderung nach gleicher Leistung bei halber Baugröße und kleiner bzw. bei gleicher Baugröße nach doppelter Leistung sind keine Seltenheit. Zweitens müssen wir das elektrische Handling vorantreiben und aus dem pneumatischen ‚Piff-Paff’ einen gesamt besteuerbaren Weg machen. Der Einsatz von elektrischem Handling nimmt umso mehr zu, je mehr die Preise für Steuerung und Elektronik zurückgehen. Dennoch ist für die Akzeptanz bei den Konstrukteuren noch Aufklärungsarbeit zu leisten, weil die Elektrik/Elektronik etwas teurer in der Erstanschaffung ist und sich nicht so einfach bedienen lässt.
Gesamtgesehen haben wir es mit zwei weiteren Herausforderungen zu tun: der Fokussierung auf die Boombranchen Medizintechnik und Solartechnik sowie der geografischen Erweiterung des Unternehmens in Richtung Asien.
KEM: Warum hat sich die Afag vom Systemgeschäft verabschiedet?
Dr. Daniel: Das Problem als Systemanbieter war der Wettbewerb im Anlagenbau. Wenn wir diesen Unternehmen unsere Komponenten anbieten, geraten sie in den Zwiespalt, ob wir für sie Zulieferer oder Wettbewerber sind. So verliert man Geschäfte. Daher haben wir uns für die Funktion als Zulieferer entschieden.
KEM: Wie setzt sich Ihr Produktportfolio zusammen und welche Produkte gehören zu Ihren Steckenpferden?
Dr. Daniel: Wir unterscheiden zwischen der Komponentenentwicklung und der Zuführtechnik. In der Komponentenentwicklung haben wir Standardprodukte. Hier sind kundenspezifische Anpassungen eher die Seltenheit. Bei diesen Modulen garantieren wir mit 40 Millionen Hüben eine extrem hohe Laufzeit. Diese hohe Qualität ist unser Markenzeichen. Zudem sind unsere Module mit einem 48er Standardlochraster ausgeführt, so dass alle Module miteinander kombinierbar sind. Das erleichtert dem Konstrukteur wesentlich die Arbeit, weil er auf die sonst nötigen Verbindungselemente verzichten kann. Wer bei uns kauft, kann sicher sein, dass die Produkte lange halten und zusammenpassen. In der Zuführtechnik entwickeln wir zusammen mit dem Kunden. Daraus entstehen Patente wie beispielsweise die vor Jahren entwickelte Methode, kunststoffgefräste Töpfe herzustellen. Diese konnten das Blech ersetzen und wurden mit einem Schwingmassen reduzierten Antrieb ausgestattet, der ebenfalls patentiert ist. Auf diesem Gebiet sind wir Weltmarktführer.
KEM: Wie elektrisch werden jetzt Ihre Produkte?
Dr. Daniel: Unser Ziel ist es, jedes pneumatische Modul auch elektrisch abzubilden, ebenfalls mit dem 48er Lochraster. So kann der Kunde immer zwischen dem Einsatz von Pneumatik und Elektrik wählen.
KEM: Wie wichtig ist für Afag der Deutsche Markt?
Dr. Daniel: In Deutschland ist die Automation zu Hause. Daher ist dieser Markt der größte und wichtigste für uns mit einer wegweisenden Rolle. Wenn in Deutschland neue Innovationen entwickelt und eingesetzt werden, kann man zusehen, wie sie in die Welt getragen werden.
Komponenten KEM 415
Zuführtechnik KEM 416
Anzeige

Emerson: Pneumatik 4.0

Smartenance

Pneumatik 4.0 bei Emerson im Überblick

Video aktuell

Greiferintegration leicht gemacht: Die Zimmer Group zeigt, wie es geht.

Aktuelle Ausgabe

Newsletter

Jetzt unseren Newsletter abonnieren

Top-Thema Spannvorrichtungen

Spannvorrichtungen

Alles über Spannvorrichtungen und welches Einsparungspotenzial sie bieten

Top-Thema Schaltschränke

Alle Infos über den Schaltschrankbau mit seinen Komponenten, Geräten und deren Verdrahtung

Kalender

Aktuelle Termine für Konstrukteure

Webinare & Webcasts

Technisches Wissen aus erster Hand

Whitepaper

Hier finden Sie aktuelle Whitepaper

Anzeige
Anzeige

Industrie.de Infoservice

Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de