Interview mit Tom Johnstone, Präsident und CEO, SKF Group Göteborg

Globaler Pionier

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Der beste Arbeitgeber Schwedens im Jahr 2007 ist weltweit zu Hause und war eines der ersten global agierenden Industrieunternehmen überhaupt. Zu den mehr als hundert Jahren Erfahrung von SKF auf dem Gebiet der Wälzlagertechnik gesellten sich nach und nach die vier weiteren Kernplattformen Dichtungen, Schmiersysteme, Mechatronik und Service. KEM sprach mit dem CEO Tom Johnstone auf dem europäischen Fachpressetag in Turin.

Das Interview führte KEM Redakteurin Angela Scheufler

SKF wird in den kommenden fünf Jahren ihre Investitionen in Forschung und Entwicklung gewaltig steigern. Wie sieht Ihre Planung diesbezüglich für Deutschland aus?
Johnstone: Deutschland ist für SKF eines der wichtigsten Forschungs- und Entwicklungszentren. Das zentrale SKF Forschungs- und Entwicklungszentrum befindet sich zwar in Holland, aber in Deutschland konzentrieren wir uns unter anderem auf die Entwicklung so wichtiger Produkte wie Großlager, Zylinder- und Kegelrollenlager oder Schmiersysteme. Außerdem unterhalten wir in Deutschland ein großes Kompetenzzentrum für Werkzeugmaschinen in Stuttgart. Ich kann keine konkrete Investitionssumme für Deutschland nennen, gehe aber von einer Zunahme von etwa zwanzig Prozent aus.
Wie sichert sich SKF den Ingenieurnachwuchs für die Zukunft? Haben Sie damit gegenwärtig bereits Probleme?
Johnstone: Um unsere Forschungs- und Entwicklungsfelder stärken und ausbauen zu können, ist eine der wichtigsten Herausforderungen, Ingenieure zu fördern und zu finden. SKF ist auf diesem Gebiet in Deutschland sehr aktiv. Wir arbeiten mit Universitäten zusammen, wodurch wir sehr interessanten Nachwuchs generieren. Diesen jungen Menschen bieten wir dann ein spezielles Programm für den Einstieg in unser Unternehmen. So starten wir aktuell ein neues Traineeprogramm.
Welche Auswirkungen hat die negative Entwicklung der Finanz- und Rohstoffmärkte auf SKF?
Johnstone: Die Währungen und Rohstoffpreise haben sich entsprechend dem Dollar entwickelt. Für die SKF-Gruppe ist der Dollar oder eine an den Dollar angelehnte Währung ein nicht zu vernachlässigendes Risiko. Eine zehn prozentige Veränderung des Dollarkurses bedeuten für uns 400 bis 500 Millionen Schwedische Kronen. Dieses Jahr erwarten wir für SKF infolge der Dollarkurs-Entwicklung negative Währungsauswirkungen in Höhe von 500 Millionen Schwedischen Kronen aus dem operativen Geschäft. Das ist natürlich eine beachtliche Summe für uns und wir arbeiten konsequent daran, diese Auswirkungen abzufedern. Das geht allerdings nicht von heute auf morgen. Wir haben dabei das Outsourcing von Komponenten im Blick, und zwar in Bereichen, die sich besonders auf Kosten und Währungsdifferenzen auswirken. Die Kosten der für SKF wichtigen Basisrohstoffe sind teilweise rapide gestiegen.
Laut Financial Times wird sich das Wachstum in China infolge der weltweiten Finanzkrise verlangsamen. SKF plant derzeit, zwei neue Fabriken in China zu errichten. Wie passt das zusammen?
Johnstone: Wir sehen unser Geschäft in China als sehr stark und robust. Bereits seit vielen Jahren haben wir hier mehr als fünfzig Prozent Zuwächse. Diese Entwicklung sehen wir auch noch zu Beginn dieses Jahres. In der Vergangenheit gab es viele Prognosen zur wirtschaftlichen Entwicklung in China, auch dass das Wachstum nachlassen wird. Aber wir sehen immer noch eine starke Nachfrage nach unseren Produkten auf diesen Märkten. Zudem stammen mehr als sechzig Prozent unserer Verkäufe in China aus importierten Produkten. Angesichts dieser Situation müssen wir unsere Produktion in China ausbauen.
Wir sind heute zu Gast bei SKF in Turin, wo SKF eine große Rolle in der italienischen Automobilindustrie spielt. Was haben die Schweden und die Italiener gemeinsam?
Johnstone: Unsere italienischen Mitarbeiter sind äußerst kreativ und liefern tolle Design-Entwicklungen. Die Schweden sind sehr präzise in ihrer Arbeit und haben tolle Ideen. Es ist wichtig, die verschiedenen Stärken, die beide auszeichnen, miteinander zu kombinieren, denn ich denke, dass diese Kombination sehr gut zusammenpasst.
Wälzlager KEM 460
Dichtungen KEM 461
Schmiersysteme KEM 462
Mechatronik KEM 463
Service KEM 464
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