Mechanische Standardkomponenten für Sondermaschinenbau & Montageautomation

Es kann so einfach sein

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Speichern, Mengenmodifikation, Kontrollieren, Sichern oder Bewegen – Handlingsysteme in automatisierten Prozessen erfüllen vielfältige Handhabungsfunktionen. Höchstmögliche Zuverlässigkeit und Effizienz sind dabei von besonderer Bedeutung. Diese Kriterien für den Anwender gelten bereits in Konstruktion und Entwicklung bei den Maschinenherstellern. Das wirkt sich aus bis ins kleinste Detail. Dafür gibt es das hier vorgestellte Handling-Konzept der besonderen Art.

Vollautomatische Montage- und Prüfanlagen, Roboterapplikationen inklusive Programmierung, vielfältigster Sondermaschinen- sowie Schaltschrankbau und Datenverarbeitung sind die Stärken der Boschen & Oetting Automatisierungs-Bau GmbH im Berliner Stadtteil Tiergarten. Die Schwerpunkte liegen bei der kompletten Entwicklung und dem Bau von Sondermaschinen aller Art insbesondere für den Bereich Montage- und Prüftechnik und die Branchen Leuchtmitteltechnik und Automotive.

In 2007/08 wurde die erste Montageanlage mit Prüfvorrichtungen für Flügelzellenpumpen für 1,4 Mio. Stück pro Jahr im Vollautomatikbetrieb auf einer Transferlänge von 42 m entwickelt und beim Kunden implementiert. Zahlreiche Automatik- und Prüfstationen sowie fünf Roboter realisieren in 11 s Taktzeit den vollautomatischen Montageablauf.
Aufgrund der hohen Kundenzufriedenheit erhielt Boschen & Oetting den Auftrag für die Konzeption, Projektierung und Entwicklung einer weiteren Montageanlage. Das Ergebnis wird gerade fertig gestellt: eine 45 m lange und 11 m breite Montageanlage mit ähnlichen Kennzahlen, vollautomatischer Zuführtechnik mit Rundförderern und durch Boschen & Oetting standardisierte Blister-Palettiersysteme zur Bauteilzuführung sowie neun Kuka-Robotern. Mit einer Taktzeit von 15 s werden die Flügelzellenölpumpen zusammengebaut, pro Jahr über 1 Mio. Stück. Die Anlage verfügt über eine Stunde Autonomie. Die Montagelinie besteht aus neun Zellen. Darin sind bis zu acht Montageeinheiten integriert, welche die für die Montage der Ölpumpe notwendigen Prozesse realisieren. Jede der neun Zellen ist mit einer Siemens S7-Steuerung ausgestattet, sodass sie einzeln angesteuert werden und unabhängig voneinander arbeiten können. Die Besonderheit der Linie ist, dass darauf zwei verschiedene Typen von Flügelzellenölpumpen gefertigt werden. In einem nächsten Ausbauschritt lässt sich die Anlage für einen dritten Pumpentyp aufrüsten und wird dadurch für den Kunden noch wirtschaftlicher. Möglich macht dies das flexible Montagekonzept nach Modulbauweise mit größtmöglicher Standardisierung.
Elementarteilchen der Montageautomation
Dass dabei auch Kleinst-Komponenten von Bedeutung sind, weiß Jens Korpus aus dem Einkauf bei Boschen & Oetting. „Es sind einfache, vergleichsweise unbedeutende Maschinenelemente, aber im großen Ganzen unverzichtbar und aufgrund der hohen benötigten Anzahl ein nicht zu unterschätzender Kostenfaktor“, so Korpus. Der Warenwert für diese kleinen, so genannten C-Teile – wie auch mechanische Komponenten – ist im Vergleich zu kostenintensiven Komponenten wie Motoren zwar vergleichsweise gering. Doch gesamtwirtschaftlich betrachtet schlagen die C-Teile mit erheblichen Prozesskosten zu Buche und der administrative Aufwand dieser Komponenten ist besonders hoch. Diesem Umstand trägt Misumi in hohem Maße Rechnung. Denn genau da setzt das Konzept des japanischen Spezialisten für mechanische Komponenten an. Mit einem Portfolio von über einer Million mechanischen Norm-, Kauf- und Zeichnungsteilen lassen sich die Herstellersuche und Lieferantenhandling sowie alle damit verbundenen Bearbeitungsschritte deutlich vereinfachen. Mit dem Hauptkatalog Mechanische Standardkomponenten für Sondermaschinenbau und Montageautomation erhalten Anwender schnell und verlässlich alle technischen und kommerziellen Details zu den darin enthaltenen Artikeln auf einen Blick. Der Konstrukteur weiß sofort, welche Konfigurationsmöglichkeiten oder Ausführungsoptionen er bei dem jeweiligen Bauteil hat und wie schnell es zur Montage zur Verfügung steht. Der Preis ist ebenfalls zu jedem Artikel gelistet, was dem Einkauf Zeit raubende Anfragen erspart. Da im Sondermaschinenbau oftmals Komponenten nur in geringen Stückzahlen benötigt werden, hat Misumi auch die Bezugskonditionen anwenderorientiert gestaltet: Lieferung selbst in individuell konfigurierter Ausführung ab Stückzahl 1 ohne Mindermengenzuschläge, Mindestbestellmenge oder Mindestwarenwert.
Kaufen statt fertigen
Das umfangreiche Angebot an Komponenten und Baugruppen vereinfacht zudem das Handling in der Fertigungsabteilung. „Viele Bauteile, die früher nach Zeichnung eines Konstrukteurs intern oder von einem entsprechenden Kooperationspartner angefertigt wurden, beziehen wir heute als Kaufteil von Misumi, berichtet Stefan Gallasch, Leiter Mechanik-Konstruktion bei Boschen & Oetting. „Der Kostendruck hat enorm zugenommen. Und im Vergleich zur Eigenfertigung oder anderen Anbietern sind die Misumi-Teile eine wirtschaftliche Alternative.“ Je mehr Kaufteile in einer Baugruppe, desto besser – das kommt auch den Endanwendern im Wartungs- oder Reparaturfall zugute: Bei einem konstruktiven Maschinenelement muss dies im Fall eines Austauschs über die Berliner abgewickelt und neu angefertigt werden. Bei einem Kaufteil hingegen sind alle Informationen dazu in der Stückliste zu der Anlage hinterlegt, sodass Endanwender die benötigten Komponenten direkt nachordern können. Das ist vor allem von Vorteil, wenn Maschinen ins Ausland geliefert werden. Dank eines weltweiten Netzwerks mit diversen Produktionsstandorten ist Misumi rund um den Globus präsent.
Als weiteren Vorteil nennt der Konstruktionsleiter die Konfigurierbarkeit der Komponenten, ein wesentliches Merkmal des Misumi-Angebots. Man sei bei der Auswahl nicht in ein „starres Korsett“ – sprich: so und nicht anders – gezwungen, sondern habe umfangreiche Optionen zur Formgebung und abgestufte Variationen in den Abmessungen in bis zu 0,01 mm Schritten. Damit lässt sich das Bauteil der Anwendung entsprechend maßschneidern, bleibt aber dennoch ein Kaufteil.
Volle Unabhängigkeit
Mit einer vollwertigen eCommerce-Lösung für mechanische Komponenten geht der Anbieter noch einen Schritt weiter, um das Handling für Konstruktion und Einkauf im Tagesgeschäft noch effizienter zu gestalten. Seit Anfang September 2009 ist der Online-Service Misumi 24/7 in einer neuen Version verfügbar, die sich gliedert in den technischen Bereich eCatalog für Produktsuche und CAD-Konfiguration und den kommerziellen Bereich Web Ordering System (WOS) für Anfragen, Angebotserstellung und Bestellungen. Ebenso wie bei der jährlich aktualisierten Ausgabe des umfangreichen Print-Katalogs werden neue Komponenten im eCatalog ständig ergänzt und stehen damit auch im WOS zur Verfügung.
Nach Suche und Auswahl des benötigten Bauteils erhalten Anwender eine Übersicht zu den wichtigsten technischen Produkteigenschaften sowie die Möglichkeit zur CAD-Konfiguration. Der bewährte CAD-Konfigurator, den Gallasch und sein Team sehr intensiv nutzen, wurde für Misumi 24/7 weiterentwickelt: Neben den bisher verfügbaren neutralen Daten sind auch native Daten für alle gängigen CAD-Programme hinterlegt. Für alle kommerziellen Belange ist das WOS mit einer umfangreichen Angebots- und Auftragshistorie ausgestattet, um auch zu einem späteren Zeitpunkt ein Angebot aufrufen und vor der Auftragsplatzierung prüfen zu können, ob sich gegebenenfalls im Hinblick auf Preise oder Lieferzeiten etwas geändert hat. Dies ist im Gegensatz zur konventionellen Bestellung rund um die Uhr möglich. „Wir haben das schon als Testpilot in der Entwicklungsphase nutzen können“, so Korpus. „Mittlerweile gehört das System zum Alltag unserer Einkäufer. Ob Preise und Lieferzeiten für speziell konfigurierte Produkte, Verfügbarkeitsanfragen oder die Nachverfolgbarkeit zum Status der Bestellung – schneller und bequemer geht es kaum.“
Halle B1, Stand 210
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