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Alternative zu Federkontakten

Wie die Kontakt-Lamelle die Steckverbinder-Technologie revolutionierte
Alternative zu Federkontakten

Industrie 4.0. erfordert hohe Datenraten, wie beispielsweise beim 10-GBit-Ethernet in rauer Industrieumgebung. Die Multilam-Technologie erfüllt diese Anforderungen; selbst bei 100.000 Steckzyklen. Seit mehr als 50 Jahren bietet Stäubli Electrical Connectors zuverlässige Steckverbinder-Technik. Eine wichtige Rolle sowohl bei Serienprodukten als auch bei kundenspezifischen Lösungen spielt dabei die Multilam-Kontaktlamelle, die für sichere und langlebige Kontaktierungen sorgt.

Oliver Semling, Product Management, Stäubli Electrical Connectors, Allschwil/CH

Multilam zeichnet sich durch gute elektrische und mechanische Eigenschaften aus, durch eine exzellente Stromtragfähigkeit und hohe Zuverlässigkeit und Lebensdauer auch unter extremen Einsatzbedingungen. Heute stehen eine Vielzahl unterschiedlicher Steckverbinder-Bauformen, aber auch spezielle kundenspezifische Ausprägungen zur Verfügung. Dabei bestimmen ein optimales Design und die aufeinander abgestimmte Auslegung der unterschiedlichen Parameter die Qualität der Lösung. Am deutlichsten zeigt sich das, wenn hohe Ströme übertragen werden müssen.
Grundsätzlich lassen sich die Steckverbinder Familien einteilen, in das Ein-Komponenten-Blattfederprinzip sowie das Ein- bzw. Zwei-Komponenten-Drehfederprinzip. Vereinfacht ausgedrückt ist die 1-K-Blattfeder für kleinere Ströme, kleine Durchmesser aber sehr hohe Steckzyklen (bis 1 Mio) geeignet, die 1-K-Drehfeder für kleine bis mittlere Ströme und Steckzyklen, zum Beispiel im Bereich der allgemeinen Elektrotechnik. Die 2-K-Drehfeder ist ideal für höchste Anforderungen in puncto Kurzschlussstrom, Arbeitsbereich und Baugröße, so wie sie hauptsächlich in der Energietechnik gefordert werden.
Patentschutz über viele Jahre
Stäubli Electrical Connectors bietet einerseits ein breites Steckverbinderprogramm und andererseits individuelle, kundenspezifische Kontaktlösungen an. Multilam ist dabei immer das Herz der Produkte. Die Technologie befindet sich je nach Bauform entweder in der Buchse (ML ist innenliegend) oder auf dem Stift (ML ist außenliegend) oder bei Flachkontakten auf einem der beiden Kontaktteile. Das Steckverbinder-Design hat Einfluss auf die Zahl der Steckzyklen. Bei Multi-Contact wird der Steckverbinder als System betrachtet, das elektrische sowie mechanische Parameter mit Feinheiten beim Fertigungsprozess und bei der Auswahl einer passenden Oberflächenbeschichtung vereint. Multilam-Komponenten sind ganzheitlich optimiert. Dabei spielt das Design jedes einzelnen Steges eine ebenso wichtige Rolle wie das Wissen um einen optimalen Einbau und eine langlebige Schmierung.
Gute und erfolgreiche Produkte werden meistens kopiert, so auch die Multilam. Es ist wie so oft, dass Nachahmer und Kopien letztendlich nicht an die Qualitäten der Original Technologie heran reichen. Die Sicherheit, Zuverlässigkeit und Langlebigkeit der Kopien stellt der Hersteller zu Recht in Frage, auch ob sie ganzheitlich geprüft wurden und die technischen Anforderungen erfüllen. Gerade im Engineering, in der technischen Beratung und im Service zeigt sich der Unterschied zwischen Kopie und Original. Bei der neuen Zwei-Komponenten- und der neuesten Ein-Komponenten-Multilam besteht noch über sehr viele Jahre Patentschutz, bei der ganz neuen sogar noch nahezu über die gesamte Laufzeit von 20 Jahren.
Hohe Ströme und Steckzyklen
Im Laufe der Jahrzehnte sind die Anforderungen an Kontaktelemente stark gestiegen. Bei den Multilam stieg die Stromtragfähigkeit je Steg von wenigen Ampere bis heute auf über 200 A. In der Unternehmensgeschichte sind die Einführung des Blattfeder-Kontaktprinzips, das bis zu einer Million Steckzyklen ermöglicht, und die Einführung der 2-K-Type LA-CU Multilam in den 80-igern, weitere Meilensteine. Auch die LA-CUT, die 2002 erstmals eine hohe Stromtragfähigkeit mit großem Arbeitsbereich vereinte, die Hochleistungs-Multilam Typ LA-CUDD aus dem Jahr 2012 und die neuentwickelte leistungsfähige Beryllium freie ML-I, die letztes Jahr vorgestellt wurden, sind weitere Meilensteine.
Zwei-Komponenten Multilam sind seit jeher schon Beryllium frei. Mit der neuen ML-I, die seit 2015 auf dem Markt ist, verzichtet das Unternehmen auch bei den Ein-Komponenten-Kontaktlamellen auf Beryllium. In Zukunft sollen alle neuen Designs ‚BeFree‘ sein. MC liefert keine Multilam an andere Steckverbinder-Hersteller als OEM-Komponente. Allerdings beliefert MC Hersteller von Schaltanlagen, Transformatoren, Leistungsschalter etc, mit Kontaktlösungen, die als Komponenten verbaut werden.
Haupttrends sind höhere Ströme bei höherer Leistungsdichte. Das heißt mehr Kontakte je Flächeneinheit. Ein aktuelles Stichwort heißt Industrie 4.0. Das bedeutet hohe Datenraten, wie beispielsweise beim 10-GBit-Ethernet in rauer Industrieumgebung. Mit der Multilam ist so etwas möglich, selbst bei 100.000 Steckzyklen. Neue Multilam-Entwicklungen berücksichtigen diese Trends ebenso wie neue Steckverbinder der unterschiedlichen Produktlinien. Der Hersteller verfügt über die erforderlichen Kompetenzen in Forschung und Entwicklung, in der Anwendungstechnik sowie über Technologie und Ausstattung in Prüflabors. ge
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