Heidenhain stellt Hybrid-Motor-Kabel HMC 2 vor
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Heidenhain stellt Hybrid-Motor-Kabel HMC 2 vor

Drehgeber einfacher anschließen
Heidenhain stellt Hybrid-Motor-Kabel HMC 2 vor

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Die neue Ein-Kabel-Lösung HMC 2 vereint Messgeräte- und Leistungsadern für weniger Verkabelungsaufwand. Mit dem Hybrid-Motor-Kabel lassen sich beispielsweise die absoluten induktiven Drehgeber vom Typ ECI beziehungsweise EQI besonders unkompliziert anschließen. In Kombination mit der neuen Schnittstellengeneration EnDat 3 werden so die Chancen moderner elektrischer Antriebe in der digitalen Fertigung ausgeschöpft.

Inhaltsverzeichnis

1. Schneller Informationsfluss per Hybrid-Motor-Kabel
2. Bereit für die digitale Fertigung mit EnDat 3
3. Predictive Maintenance wird einfacher
4. Schnittstelle EnDat

 

Die lagerlosen induktiven Drehgeber ECI 1119 und ECI 1319 (Singleturn) sowie EQI 1131 und EQI 1331 (Multiturn) sind die ersten Messgeräte im Programm der Dr. Johannes Heidenhain GmbH in Traunreut, die für einen Anschluss mit dem neuen HMC-2-Hybridkabel optimiert sind. Sie bieten eine hohe Regelgüte und Systemgenauigkeiten von ± 65 Winkelsekunden für die 1300er-Versionen mit Durchmesser 65 Millimeter und ± 120 Winkelsekunden für die kleineren 1100er-Varianten mit Durchmesser 37 Millimeter.

Außerdem halten sie Vibrationen bis 600 Meter pro Quadratsekunde stand, sodass sie in Sachen Robustheit ihren optischen Pendants sogar überlegen sind. Zudem sind sie besonders unempfindlich gegenüber elektromagnetischen Einflüssen. Ein weiteres Plus ist, dass diese Messgeräte durch den lagerlosen Aufbau besonders wenig axialen Bauraum in kompakten Servomotoren beanspruchen.

Die neuen Drehgeber unterstützen den Sicherheits-Integritätslevel SIL 2, Kategorie 3 PL d. Mit Zusatzmaßnahmen in der Steuerung erreichen sie sogar SIL 3 beziehungsweise Kategorie 4 PL e. Ein zusätzlicher Vorteil ist in diesem Zusammenhang der mechanische Fehlerausschluss, der gegen das Lösen der Wellen- und Statoranbindung realisiert wurde. Mit diesem Sicherheitspaket können die induktiven Drehgeber auch in Systemen für die Mensch-Roboter-Kollaboration eingesetzt werden.

Schneller Informationsfluss per Hybrid-Motor-Kabel

Die besondere Stärke der neuen Drehgeber-Generation liegt in der Kombination mit dem neuen Hybrid-Motor-Kabel HMC 2. Heidenhain-Messgeräte liefern alle erforderlichen Informationen zur Inbetriebnahme, Überwachung und Diagnose. Dazu gehören die Daten des elektronischen Typenschilds und Informationen über die Anbauqualität des Messgeräts ebenso wie die Anpassung der Messgeräteposition an die Motor-Kommutierung. Außerdem kann die Auswertekennlinie eines Motortemperatursensors und die Temperaturwarnschwelle eingestellt werden.

Das neue Hybridkabel überträgt diese Daten rein seriell sicher und mit hoher Geschwindigkeit. Dabei sorgen Standardkomponenten für eine unkomplizierte und kostenoptimierte Verkabelung.

Das Hybrid-Motorkabel HMC 2 vereint Messgeräte- und Leistungsadern in einem Kabel. Dadurch ist nur noch ein Kabel zwischen Motor und Schaltschrank notwendig. Die Verbindung übernimmt bewährte Standardtechnik: M12- oder M23-Stecker und entsprechende Kupplungen. Das reduziert den Verkabelungsaufwand und vereinfacht zudem die Integration des Kabels in das Maschinengehäuse.

Weitere Vorteile sind die kleineren Schleppketten und die verbesserte Schleppkettentauglichkeit. Durch seine Verbindungstechnik mit Standardkomponenten ohne zusätzliches, geschirmtes Kommunikationselement ist das HMC 2 eine kostenoptimierte Alternative zum bereits etablierten Motorkabel HMC 6.

Bereit für die digitale Fertigung mit EnDat 3

Konzipiert ist die neue Ein-Kabel-Lösung HMC 2 speziell für Heidenhain-Messgeräte mit EnDat-3-Schnittstelle und rein serieller Datenübertragung bis 100 Metern Kabellänge. Mit der bewährten und aufeinander abgestimmten Stecker-, Kabel- und Messgerättechnik steht dann ein gut abgestimmtes Komplettsystem für die Antriebstechnik zur Verfügung. Es kann einfach in Betrieb genommen werden und eröffnet insbesondere in anspruchsvollen Anwendungen der Automatisierung sowie in der Robotik platzsparende und kostengünstige, aber hochleistungsfähige Verkabelungsmöglichkeiten.

Mit EnDat 3 hat Heidenhain eine neue Generation seiner Drehgeber-Schnittstelle vorgestellt, die die Eigenschaften der EnDat-Familie konsequent für die digitale Zukunft der industriellen Fertigung erweitert und weiterentwickelt. Sie bietet gegenüber den Vorgängerversionen eine verbesserte Datenbandbreite und Features wie Sendelisten, Bus-Topologien oder Zugriffsebenen bei der Installation.

Predictive Maintenance wird einfacher

Systeminformationen, also das sogenannte elektronische Typenschild, stehen über EnDat nicht nur zum Messgerät, sondern auch zum System zur Verfügung. Auf diese Weise können OEM beziehungsweise Anlagenbauer Systemparameter im passwortgeschützten Speicher des Messgeräts abgelegen. Zustandsdaten des Systems oder des Prozesses, die sogenannten Betriebszustandsdaten, können ebenfalls im Regelbetrieb im Messgerät abgelegt und damit auch unabhängig vom Steuerungssystem ausgelesen werden.

Über EnDat ist damit eine weitgehende Überwachung und Diagnose des Messgerätes ohne zusätzliche Leitung möglich. Die Diagnose generiert Bewertungszahlen, Fehlermeldungen und Warnungen und gilt als wesentliche Voraussetzung für die hohe Verfügbarkeit des Gesamtsystems.

Die Bewertungszahlen geben den aktuellen Zustand des Messgeräts wieder und bestimmen die Funktionsreserve eines Messgeräts. Ihre Skalierung ist für alle Messgeräte von Heidenhain identisch. Damit ist eine durchgängige Bewertung möglich. Zusammen mit weiteren Sensordaten bilden die Funktionsreserven die Basis für Condition Monitoring und Predictive Maintenance durch die übergeordnete Folgeelektronik. (co)

Ein Video veranschaulicht die Funktionen des neuen Hybridkabels HMC 2

Eine Übersicht zu aktuellen Messgerätelösungen ist hier zu finden


Kontakt:
Dr. Johannes Heidenhain GmbH
Dr.-Johannes-Heidenhain-Str. 5
83301 Traunreut
Tel.: +49 8669 31-0
E-Mail: info@heidenhain.de
Website: www.heidenhain.de

Einfacher Aufbau: Typische Anbindung eines Motors und des Messgeräts an die Folge-Elektronik über das Hybridkabel HMC 2
Bild: Heidenhain

EnDat bietet eine digitale, bidirektionale Schnittstelle für Messgeräte- und Zusatzdaten mit schneller Datenübertragung, hoher Übertragungssicherheit, Fehlererkennung und umfassenden Diagnosemöglichkeiten
Bild: Heidenhain

Hintergrund

Schnittstelle EnDat

EnDat ist die bidirektionale Schnittstelle von Heidenhain für digitale Antriebssysteme und Lageregelkreise mit Positionsmessgeräten zur Messwerterfassung. Seit der Markteinführung Mitte der 1990er-Jahre hat sich diese Schnittstellentechnologie weltweit als Standard für Positionsmessgeräte in den Bereichen Werkzeugmaschine, Elektronikindustrie und Automatisierung etabliert.

EnDat gewährleistet eine schnelle Datenübertragung mit hoher Übertragungssicherheit. Darüber hinaus überträgt die serielle Schnittstelle weitere Daten wie antriebsspezifische Kennwerte, Sensorikdaten etc. Die Einbindung der Messgeräte in Routinen zur Fehlererkennung und umfassende Diagnosemöglichkeiten sorgen für eine hohe Systemsicherheit. Für die Hersteller von Maschinen und Anlagen steht zudem ein breites Messgeräteportfolio verschiedener Hersteller mit unterschiedlichen Messprinzipien zur Wahl. Damit steht immer ein passendes EnDat-Messgerät für die jeweilige Anwendung und die spezifischen Anforderungen zur Verfügung.

Die neue Schnittstellengeneration EnDat 3 überführt die bekannten und bewährten Eigenschaften und Vorteile in die Zukunft der digitalen Fertigung und bietet gegenüber den Vorgängerversionen eine nochmals verbesserte Datenbandbreite und Features wie Sendelisten, Bus-Topologien oder Zugriffsebenen bei der Installation.

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