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Elektrische Verstellantriebe von Linak für Landmaschinen

Verstellantriebe
Elektrische Verstellantriebe von Linak für Landmaschinen

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Für Maschinen in der Landwirtschaft ist Zuverlässigkeit unter extremen Bedingungen ausschlaggebend. Aktuatoren in mobilen landwirtschaftlichen Maschinen wie einem Traubenvollernter müssen robust genug sein, um auch widriger Witterung sowie Nässe, Schmutz sowie Stößen widerstehen zu können. Die elektrischen Verstellantriebe von Linak erfüllen diese Anforderungen und sorgen zudem dafür, dass Maschinen produktiver und komfortabler arbeiten.

Susanne Hübsch, Marketing Manager, Linak, Nidda

Als Mitte der 70er Jahre die ersten Traubenvollernter auf den Markt kamen, veränderte das eine ganze Branche. Die Traubenernte, die bis dahin sehr personalintensiv war, konnte nun kostengünstiger und vor allem schneller erledigt werden. Einer der Pioniere dieser Technik war das französische Unternehmen Braud in Coex. Heute gehört es zur CNH Gruppe, ist Weltmarktführer und firmiert unter dem Namen New Holland Braud. Der Pioniergeist ist geblieben und so werden die Vollernter für Trauben und Oliven ständig verbessert und die Produktpalette erweitert. Der risikofreie Umgang mit dem kostbaren Traubensaft beziehungsweise Olivenöl und eine optimale Bedienung stehen dabei im Mittelpunkt. Elektrische Aktuatoren von Linak bieten optimale Eigenschaften, um diese Ziele zu erreichen. Dort, wo auslaufendes Hydrauliköl die Trauben verunreinigen könnte, kommen elektrische Aktuatoren des Antriebstechnikspezialisten zum Einsatz. „Wenn ein Hydraulikzylinder undicht ist und der Fahrer das während der Ernte sofort merkt, wäre der Schaden noch einzugrenzen. Aber wenn das Problem nicht sofort erkannt wird, der Traubensaft eventuell schon den nächsten Produktionsprozess durchläuft und in größere Behälter umgefüllt wird, wäre der Schaden immens“, erläutert Pierre Cayrouse, Produktspezialist bei CNH Industrial France.

Zwei Aktuatoren verstellen Schütteleinheit

Für die Verstellung der Breite der SDC-Schütteleinheit setzt der Landmaschinenbauer zwei Linak-Aktuatoren der Baureihe LA36 ein. Ein Aktuator verstellt die Einheit in der Breite und ein weiterer Antrieb blockiert das gesamte System bevor es anfängt zu ernten. Das funktioniert mit Hilfe einer Scherenkinematik, die mit hoher Kraft Metallscheiben zusammendrückt. Neben der hohen Kraft muss der Aktuator noch weitere Voraussetzungen erfüllen. Wichtig für die Ingenieure des französischen Unternehmens war die LIN-Bus-Fähigkeit des LA36. Braud setzt dieses serielle Kommunikationssystem für die Vernetzung der elektronischen Bauteile in den Vollerntern ein. So kann der Fahrer des Vollernters von seinem Fahrersitz aus über einen Bildschirm die gewünschte Breite der Schütteleinheit individuell einstellen. Dies ist für die Qualität der Ernte entscheidend. Ebenso wichtig wie die elektronische Konnektivität des Antriebs ist seine Robustheit. Der Traubenvollernter wird während der Ernte ständig mit viel Wasser gereinigt. Der Antrieb muss also gegen starkes Strahlwasser geschützt sein. Er erfüllt die Schutzklasse IP69K und ist für einen solchen Einsatz prädestiniert. Aktuatoren anderer Hersteller haben die extremen Anforderungen nicht überstanden, weshalb sich das Unternehmen entschied, Linak einzusetzen, wo Antriebe benötigt werden. Das gilt beispielsweise für das neue Opti-Grape-System. Die Trauben gelangen über ein Fördersystem auf ein Band von Walzen. Mit Hilfe eine Luftdüse werden kleine Blätter, Stiele und anderer Unrat von den Trauben getrennt. Dieses optional erhältliche Trenn- und Sortiersystem liefert dem Weinbauer ein erstklassiges Lesegut. Auch hier kommen zwei elektrische Verstellantriebe aus Nidda zum Einsatz. Da neben der LIN-Bus Anbindung und der Robustheit der Platzbedarf bei dieser Anwendung eine wichtige Rolle spielt, kam der Einsatz eines LA36 nicht in Frage. New Holland entschied sich für den LA25. Ein Antrieb, der besonders bei schwierigen Platzverhältnissen seine Vorteile ausspielen kann. „Der Einsatz im Vollernter war einer der ersten Anwendungen, in denen der LA25 zum Einsatz kam“, erläutert Nico Planckert, Key Account Manager für CNH bei Linak. Er besitzt ebenso wie der LA36 ein robustes eloxiertes Aluminiumgehäuse und erfüllt die Schutzklasse IP69K. Mit Hilfe des ersten Antrieb wird das Opti-Grape-System aktiviert und mit einem weiteren wird die Auswurfklappe nach außen gefahren. Wie die Verstellung des Rüttelsystems ist das Opti-Grape-System als Option für viele Baureihen des Vollernters erhältlich.

Elektrischer Aktuator verstellt Leiter

Eine dritte Applikation, in der ein elektrische Aktuator zum Einsatz kommt, ist die Verstellung der Leiter, über die der Fahrer das Führerhaus erreicht und die damit verbundene Plattform. Über eine Kinematik sind Plattform und Leiter als Einheit verbunden. Der Fahrer betätigt über einen Schalter das Ausfahren der Leiter und das Ausklappen der Plattform. Hier ist der Einsatz eines hydraulischen Systems nicht optimal, da für einen Hydraulikzylinder zunächst der Motor laufen müsste, der wiederum einen Kompressor antreibt. Natürlich muss man, um in die Kabine zu kommen und den Motor zu starten, in der Lage sein, zuerst die Leiter zu bedienen. Einfach, aber wichtig.. Vor der Verwendung von elektrischen Antrieben, mussten die Treppe und Plattform mechanisch betätigt werden. Um die Plattform für den Ernteeinsatz wieder hochzuklappen, muss der Fahrer im Falle der mechanischen Lösung über ein Gestänge, das durch eine Öffnung im Fahrerhaus mit der Leiter verbunden ist, die Plattform schließen. Wegen der Öffnung im Fahrerhaus lässt sich die Kabine nicht mehr dicht verschließen. Das ist dann wichtig, wenn der Vollernter umgebaut wird und mit einem Sprühsystem für Pflanzenschutzmittel erweitert wurde. Eine elektrische Verstellung bietet also nicht nur einen höheren Komfort, sondern auch mehr Sicherheit für den Fahrer. „Für die Umsetzung dieser Applikation war es wichtig, die Bewegung des Antriebs in unterschiedlichen Positionen individuell steuern zu können“, erläutert Cayrouse. In dem Moment, in dem die Plattform mit der Karosserie bündig verschlossen wird, sollte die Bewegung langsamer sein, um die Gefahr des Einquetschens zu verhindern. Mit einer integrierten Steuerung im Aktuator war dies einfach umzusetzen. Das Antriebstechnik-Unternehmen bietet seit einigen Jahren als Ausstattungsoption Aktuatoren an, die dank integrierter Steuerung zum einen unterschiedliche Rückmeldeoptionen und zum anderen die Möglichkeit, die Bewegung, die der Aktutor ausführen soll individuell einzuprogrammieren. Eine externe Steuerung ist dafür nicht mehr notwendig. „Gerade durch die Möglichkeit der integrierten Steuerung können elektrische Aktuatoren ihre Vorteile in der einfachen Installation, individuellen Konfigurierbarkeit und ihrer Kosten gegenüber hydraulischen Systemen voll ausspielen“, so Oliver Laonet, technischer Verkaufsberater bei Linak Frankreich.

Fünf Aktuatoren pro Traubenvollernter

Je nach Ausstattungsvariante kommen in einem Traubenvollernter bis zu fünf elektrische Aktuatoren zum Einsatz. Gerade wenn es bei landwirtschaftlichen Geräten um sensible Bereiche geht, in denen Hydrauliköl wertvolles Erntegut verunreinigen könnte, spielen elektrische Systeme ihre Vorteile aus. Darüber hinaus sind die Systeme des Herstellers über ein LIN-Bus System einfach zu integrieren, lassen sich dank integrierter Steuerung ganz individuell und einfach programmieren und sind vor allem robust und langlebig. „Wenn ich weit in die Zukunft blicke, könnte ich mir durchaus vorstellen, dass wir einmal einen Vollernter produzieren, der gänzlich ohne Hydraulik auskommt und ausschließlich auf Elektrik setzt“, so Cayrouse abschließend. jg

www.linak.de

Details zu den elektrischen Aktuatoren der Baureihe LA36:

http://hier.pro/gdXko


„Für die Umsetzung dieser Applikation war es wichtig, die Bewegung des Antriebs in unterschiedlichen Positionen individuell steuern zu können.“

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