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Antriebssysteme von Sieb & Meyer für kundenspezifische Lösungen

Elektrische Antriebe
Antriebssysteme von Sieb & Meyer für kundenspezifische Lösungen

Kundenspezifische Frequenzumrichter und Servoverstärker sind ein Spezialgebiet von Sieb & Meyer. Das Angebot reicht von einfachen Hardwareanpassungen bis hin zu komplett neu definierten Geräten und Funktionen. Die individuellen Lösungen bringen den Kunden oftmals große Vorteile und können konstruktive Probleme lösen. Für eine erfolgreiche Umsetzung hat das Unternehmen eine ausgeklügelte Prozesskette implementiert. Wichtig ist jedoch auch, dass Auftraggeber die Lüneburger Antriebsspezialisten möglichst frühzeitig in die Projekte involvieren.

Rolf Gerhardt, Leiter Vertrieb Antriebselektronik, Sieb & Meyer AG, Lüneburg

Torsten Blankenburg, Vorstand Technik der Sieb & Meyer AG: „Kunden, die sich schon möglichst früh in der Entwicklungsphase an uns wenden, profitieren auf ganzer Linie. „Wenn Konstrukteure wissen, was bei uns möglich ist und wo wir Sie unterstützen können, spart das Zeit und Geld. Für uns ergibt sich die Möglichkeit, bei der Beratung wirklich aus dem Vollen zu schöpfen. Wir können die Kunden zu einer technisch optimalen Lösung führen, ohne größere Kompromisse eingehen zu müssen, die in einer späteren Phase vielleicht nötig wären.“ Das Lüneburger Unternehmen bietet seinen Kunden dabei den kompletten Service – von der ersten Beratung über die Entwicklung bis zur Serienproduktion. Alle Prozessschritte erfolgen im Unternehmen. Die maßgeschneiderten Lösungen basieren auf Standardkomponenten, die sich bereits erfolgreich auf dem Markt etabliert haben. Dazu kommt die fast 60-jährige Erfahrung aus vielen kundenspezifischen Antriebssystemen, die in Serienstückzahlen von ca. 50 bis 10.000 Stück produziert werden.

Individuell weiterentwickelte Antriebssysteme

„Wir erzielen über 50% des Umsatzes im Bereich der Antriebstechnik mit kundenspezifischen Projekten“, so Blankenburg. „Viele Kunden wenden sich immer wieder an uns – eine schöne Bestätigung dafür, dass unsere Prozesse überzeugen und die individuellen Frequenzumrichter und Servoverstärker Anklang finden.“ Beispiel dafür ist die EST GmbH: Vor einigen Jahren entwickelten die Lüneburger für EST einen hochdynamischen Zwei-Kanal-Servoverstärker für das servomotorische Schrauben im Automobilbau, der auf dem Antriebssystem SD2 basiert. Interessant an diesem Projekt ist, dass der Kunde die Steuerungsplatine bzw. Prozessorkarte des SD2 selbst entwickelt hat. Die für die Regelung des SD2 nötige Schaltung wurde vom Antriebsspezialisten konzipiert und von EST ins Layout integriert. Das Antriebssystem mit einem individuellen Frontend hat sich in den Steuerungen für das Schrauben und Pressen bestens bewährt. Aktuell hat der Kunde jedoch eine neue Generation von handgehaltenen Schraubwerkzeugen angebunden, für die eine Ethernet-Schnittstelle implementiert werden musste. Für den Kunden hat das unter anderem den Vorteil, dass nur ein sehr dünnes Kabel benötigt wird, um die Signale zwischen Werkzeug und Steuerung zu übertragen. Durch die Zusammenarbeit beider Unternehmen konnte eine Integration der neuen Schnittstelle als Weiterentwicklung im Bestandsprodukt erfolgen.

Frequenzumrichter für Hochgeschwindigkeitsspindeln

Die langjährige Kooperation mit EST ist nur ein Beispiel von vielen für die gelungene Konzeption und Umsetzung von kundenspezifischen Antriebsprojekten. So ist auch bei der Schmoll Maschinen GmbH eine kundenspezifische Lösung erfolgreich im Einsatz. In diesem Fall hat Sieb & Meyer den Frequenzumrichter FC2 mit einer besonderen Gehäusekonstruktion realisiert, die exakt auf die vorliegenden Einbauverhältnisse und den Montageprozess der Leiterplattenbohrmaschinen abgestimmt ist. Der kompakte und kostengünstige Frequenzumrichter ermöglicht den sensorlosen Betrieb von bis zu acht Hochgeschwindigkeitsspindeln. Diese Leistung und die separate Auswertung der Temperatursensoren sind bereits im Leistungsumfang des Standardgeräts enthalten. Der Antriebshersteller passte die Netzteilelektronik und den konstruktiven Geräteaufbau an die Maschinenbedingungen an, dabei ließen sich sowohl Bauraum als auch Verdrahtungsaufwand reduzieren. Anders als bei der Standardausführung ist das Netzteil nicht im Gerät integriert, sodass das Gehäuse kompakter ausfällt. So wird ein Einbau des Frequenzumrichters direkt im Antriebspaket möglich – in diesem Fall neben den Servoverstärkern. Dadurch kann die in der Maschine zur Verfügung stehende zentrale Versorgungsspannung von bis zu 350 VDC mit genutzt werden. In die Basis-Software der Serienprodukte fließen in enger Absprache mit Schmoll Neuerungen und Änderungen mit ein. Wichtig für Schmoll: Die Frequenzumrichter sind per Software einfach parametrierbar. So lassen sich die Maschinen ohne Probleme auf andere Spindeltypen umrüsten, wenn dies erforderlich wird.

Kundenspezifische Antriebssysteme benötigen Vertrauen

Bei Schmoll ist man mit der individuellen Lösung absolut zufrieden: Der kundenspezifisch angepasste FC2 lässt sich ohne weitere Zusatzkomponenten mit wenigen Handgriffen in die Maschine einbauen. Das kompakte System passt sich an den vorhandenen Bauraum an und wird von Sieb & Meyer in Serie produziert – das bedeutet stabile Kosten und eine hohe Verfügbarkeit der Komponenten, wobei auf Schwankungen des Bedarfs bei Schmoll jederzeit flexibel reagiert werden kann. Die Beispiele zeigen, wie vielfältig die individuellen Lösungen des Unternehmens ausfallen können. Für einen Erfolg ist dabei jedoch nicht nur ein frühzeitiges Involvieren wichtig, sondern auch eine weitere „Spezialzutat“: „Kundenspezifische Entwicklungsprojekte bedingen immer Vertrauen in beide Richtungen“, betont Blankenburg abschließend. „Wenn ein Kunde ein maßgeschneidertes Gerät bei uns beauftragt, muss er sich auch sicher sein, dass er dieses viele Jahr lang über uns beziehen kann. Umgekehrt müssen wir unseren Kunden Vertrauen entgegenbringen, dass sie den beschriebenen Weg mit uns zusammen bis zum Ende gehen wollen, auch wenn es gegebenenfalls einmal Stolpersteine gibt.“ Das Fazit: Starke Partner fangen sich auf und gelangen so auch gemeinsam zum Erfolg. (jg)

Mehr Informationen zu den kundenspezifischen Antriebssystemen von Sieb & Meyer:

hier.pro/fKNaD

Kontakt:
Sieb & Meyer AG
Auf dem Schmaarkamp 21
21339 Lüneburg
Telefon +49 4131 203–0
info@sieb-meyer.de
www.sieb-meyer.de

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