Drei Herausforderungen machen die Auswahl komplex Wie man die passende IoT-Plattform findet - KEM

Drei Herausforderungen machen die Auswahl komplex

Wie man die passende IoT-Plattform findet

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Der Trend „Internet of Things“, das heißt die Vernetzung diverser Geräte, stellt immer mehr Unternehmen vor die Herausforderung, die richtige Funktechnologie auszuwählen. In wenigen – aber zielgerichteten – Schritten ist es möglich, die Anforderungen an eine IoT-Lösung zu definieren und so ein passendes Produkt zu finden.

Tiemo von Hinckeldey, mm1 Consulting & Management Partnergesellschaft in Stuttgart

IoT-Plattformen sind das Rückgrat von skalierbaren IoT-Anwendungen und -Services. Sie versetzen auch kleine und mittelständische Industrieunternehmen in die Lage, derartige Anwendungen und Services zu entwickeln und anzubieten. Bei der Auswahl einer IoT-Plattform stehen Unternehmen allerdings vor drei wesentlichen Herausforderungen:

  • Unternehmen können heute für die Umsetzung von IoT-Anwendungen und -Services aus einer unüberschaubaren Vielzahl von IoT-Plattformen wählen;
  • Bei der Auswahl einer IoT-Plattform geht es um nichts weniger als um die hoch-strategische Entscheidung zur eigenen Wertschöpfungstiefe – Make or Buy;
  • Die Auswahl einer IoT-Plattform ist kompliziert und komplex, und keine der sich am Markt befindlichen IoT-Plattformen ist perfekt.

Während der Begriff IoT-Plattform vor einigen Jahren nur ein Schlagwort war, können Unternehmen heutzutage aus über 450 realen IoT-Plattformen wählen. Es ist zu erwarten, dass diese Zahl weiter ansteigen wird, denn zahlreiche weitere Anbieter versuchen, aus unterschiedlichen Ausgangspositionen heraus an diesem wachsenden Markt zu partizipieren. Hierzu gehören IT-basierte Hyperscaler ebenso wie industriebranchenspezifische Anbieter, Startups und TelCos. Für das Jahr 2021 wird der Umsatz mit IoT-Plattformen auf 1.700 Millionen USD geschätzt (Quelle: IoT Analytics 2016). Gleichzeitig deuten die Ergebnisse einer laufenden mm1-Studie zum Thema darauf hin, dass kaum ein Anwenderunternehmen den Überblick über auch nur einen kleinen Bruchteil des Marktangebotes hat.

Strategische Entscheidung

Diese Ausgangssituation ist kritisch vor dem Hintergrund, dass es bei der Auswahl einer IoT-Plattform um nichts weniger als um die hoch-strategische Entscheidung zur eigenen Wertschöpfungstiefe – Make or Buy, geht. Um ein vernetztes Produktangebot wie bspw. den vielzitierten vernetzten Kühlschrank anbieten zu können, müssen entscheidende Aufgaben auf jeder Ebene des IoT-Stacks durchgeführt werden: Dinge & Device Management, Konnektivität & Kommunikation, Daten, Informationen und Use Cases.

IoT-Plattformen versprechen, verschiedene Aufgaben auf verschiedenen dieser Ebenen zu übernehmen und weitgehend zu automatisieren. Insofern geht die Entscheidung für eine bestimmte IoT-Plattform einher mit der Entscheidung für eine bestimmte eigene Wertschöpfungstiefe, oder, mit anderen Worten, für Make or Buy auf den verschiedenen Ebenen des IoT-Stacks. Vorreiterunternehmen wie Caterpillar und Sennheiser gehen gar weiter und sehen IoT-Plattformen auch in Zusammenhang mit der Entscheidung über die Wertschöpfungsbreite, insbesondere bei einer Servitisierungsstrategie.

Die, wie beschrieben strategisch hochrelevante, Auswahl einer IoT-Plattform ist kompliziert und komplex. Denn die Unterschiede bei den angebotenen IoT-Plattformen sind vielfältig, beispielsweise in der technischen Ausrichtung, den angebotenen Funktionen, den unterstützten Technologien, der Skalierbarkeit und der Preisgestaltung. Erschwerend kommt hinzu, dass die Marketingmaterialien der Anbieter dem Entwicklungsstand der Plattformen oft weit voraus sind. So kommt es, dass viele Unternehmen mitten in der Plattform-Implementierung feststellen, dass für ihr Vorhaben zentrale Technologien nicht ausreichend unterstützt werden, die Plattformkosten explodieren oder sie wettbewerbskritische Daten leichtfertig an einen Plattformanbieter weitergegeben haben.

Eine solche Fehlentscheidung hat schon viele Projekte scheitern lassen und macht einen aufwändigen Plattformwechsel erforderlich – sechs- bis siebenstellige Mehrkosten und monatelange Verzögerungen der Time to market sind die Folge. In der Praxis hat sich daher eine sorgfältige Plattformevaluation auf Basis von 60 bis 80 kritischen Parametern und einer systematischen individuellen Anforderungsanalyse bewährt, die mit erfahrenen, unabhängigen Experten durchgeführt werden sollte.

Toolset zur richtigen IoT-Plattform

Die strategische Entscheidungsreichweite, unterschiedliche Einsatzszenarien und deren spezifische Anforderungen erfordern ein individuelles Vorgehen bei der Auswahl der passenden IoT-Plattform. mm1 schlägt hierzu eine Vorgehensweise in drei Schritten vor, die sich durch die Einbettung der Auswahlentscheidung in die gesamte IoT-Strategie sowie durch die Mitarbeit aller Funktionen auszeichnet.

Im ersten Schritt wird dabei das Zielbild für den IoT-Marktangang festgelegt. Dabei geht es um die funktionsübergreifende (Produktmanagement, Finance, IT, CDO, …) Erarbeitung einer Use Case
Roadmap und Festlegung der angedachten Fertigungstiefe. Darauf aufbauend werden Kriterien für die Plattformauswahl festgelegt (funktional, kommerziell, operativ).

In Schritt zwei wird die Plattform-Vorauswahl getroffen (LonglistShortlist); sodann werden Auswahlkriterien gewichtet, wiederum funktionsübergreifend, und IoT-Lösungsszenarien erstellt.

Letztere werden in Schritt drei je infrage kommende Plattform konkretisiert (Kosten, Feature-Abdeckung usw.). Schließlich erfolgt die finale, funktionsübergreifende Bewertung der Plattformen aus der Shortlist entlang der zuvor erarbeiteten Auswahlkriterien.

Die gesamte Vorgehensweise wird durch ein integriertes Toolset unterstützt. Damit können Unternehmen in wenigen zielgerichteten Schritten ihre Anforderungen an eine IoT-Lösung formulieren und ein passendes Produkt auswählen.

In drei Schritten zur IoT-Plattform

Die strategische Entscheidungsreichweite, unterschiedliche Einsatzszenarien und deren spezifische Anforderungen erfordern ein individuelles Vorgehen bei der Auswahl der passenden IoT-Plattform. Die Methode von mm1 führt in drei Schritten zur richtigen IoT-Plattform. Diese Schritte zeichnen sich durch die Einbettung der Auswahlentscheidung in die gesamte IoT-Strategie sowie durch die Mitarbeit aller Funktionen aus. Die gesamte Vorgehensweise wird durch ein integriertes Toolset unterstützt. Damit können Unternehmen in wenigen zielgerichteten Schritten ihre Anforderungen an eine IoT-Lösung formulieren und ein passendes Produkt auswählen. ge

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