Festo bringt eigene Digitalisierungserfahrungen zu Anwendern in der Automation
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Festo bringt eigene Digitalisierungserfahrungen zu Anwendern in der Automation

Festo stellt Anwendern Digitalisierungswissen bereit
Wenn Digitalisierung produktiver macht

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In den eigenen Werken hat Festo das Expertenwissen der Maschinenbediener mit passenden statistischen Methoden künstlicher Intelligenz (KI) zusammengebracht, um letztlich effizienter zu produzieren. Seinen Kunden stellt der Automatisierer längst gesammelte Erfahrungen und entsprechende digitale Angebote in Form von IoT-Gateways oder App-Services zur Wartung und Instandhaltung bereit.

Nico Schröder, Korrespondent KEM Konstruktion, Augsburg

Inhaltsverzeichnis

1. Digitalisierung: Datenaufbereitung und Wissen
2. Automationsanwendungen per App optimieren

 

Neuen Geschäftsmodellen ebnen digitale Komponenten und Services den Weg. Ein aktuell gängiger Ansatz, auch einen erkennbaren Mehrwert darzustellen, besteht unter anderem darin, technische Unregelmäßigkeiten frühzeitig via Condition Monitoring zu erkennen. Notwendige Maßnahmen lassen sich so bereits vor einem möglichen Anlagenausfall starten.

Dr. Oliver Jung, Vorstandsvorsitzender von Festo, sagt dazu: „Die hohe Produktivität durch Vollautomatisierung erfordert zum Beispiel die Bevorratung vieler Ersatzteile und einen hohen Personalaufwand in der vorbeugenden Instandhaltung. KI, hier im Speziellen maschinelles Lernen mit Anomalie-Erkennung, wird dazu beitragen, diese Kosten in Zukunft zu senken“. Soft- und hardwareseitig möchte Festo die Instandhaltung und eine geeignete Zustandsüberwachung mit Dashboards und IoT-Gateways erleichtern.

Um mittels Algorithmen einen Mehrwert zu erreichen und die Effizienz zu steigern, sei es allerdings unerlässlich, Anwendungen genau zu bestimmen. Nur wenn die Daten zielgerichtet vorstrukturiert und in ausreichender Menge verfügbar seien, würde man befriedigende Ergebnisse erhalten: „Wir haben in unseren eigenen Werken in einem Produktionsprozess die Qualitätssicherung mit KI unter die Lupe genommen und festgestellt, dass der Big-Data-Ansatz aus dem Consumer-Markt in der Industrie nicht zum Erfolg führt. Erst als wir das Expertenwissen der Maschinenbediener mit den passenden statistischen Methoden einer KI zusammengebracht haben, ist es uns gelungen, die Effizienz signifikant zu steigern“, sagt Jung.

Momentan konzentriert sich Festo auf KI-Auswertungen on-edge, also direkt an der Komponente, oder on-premise innerhalb eines Produktionsnetzwerkes. Das spare Kosten, garantiere Echtzeitauswertungen und vermeide Latenzen. Nur aufwändige Auswertungen über weltweit verteilte Werke hinweg würden die großen Rechenleistungen einer angebundenen Cloud-Infrastruktur benötigen.

Digitalisierung: Datenaufbereitung und Wissen

Die schlüsselfertigen, vorkonfigurierten Dashboards erfordern keine zusätzliche Programmierung oder Installation einer Software. Sie visualisieren die gewonnenen Informationen. Damit werden Maschinenbauer wie Endanwender in mehreren Schritten über Visualisierung und Datenaufbereitung unterstützt. Die Daten verbessern die betriebliche Transparenz für Produktionsleiter und Bediener. Die Weiterverarbeitung und Langzeitauswertung von Daten finden in der Cloud statt. Im Ergebnis bedeutet das mehr Produktivität durch bessere Auslastung, geringere Kosten durch mehr Energieeffizienz und weniger Stillstand aufgrund umfassender Diagnose, Condition Monitoring und verbesserter Instandhaltung. Anlagenbetreiber können die Prozessleitung ihrer Maschinen über verschiedene Standorte hinweg vergleichen und Potenziale zum Energiesparen identifizieren. Die Daten sind zudem jederzeit abrufbar.

Das Gateway CPX-IOT – quasi als Hardware für unbegrenzte Kommunikation – verbindet Komponenten und Module aus der Feldebene: beispielsweise die Automatisierungsplattform inklusive Ventilinsel und das Energie-Monitoring-Modul über OPC-UA mit der Festo-Cloud. Das Gateway sammelt über eine ethernetbasierte Schnittstelle und ein standardisiertes Kommunikationsprotokoll wie OPC-UA Informationen und Daten über Festo-Geräte und deren Zustände. Über den zweiten Ethernet-Anschluss sendet es die Informationen mit IoT-Protokollen an die Cloud. Dabei gewährleisten geeignete IT-Sicherheitsmechanismen die Datensicherheit.

Mit dem IoT-Gateway können bestehende Produktionsanlagen ohne größere Eingriffe KI-fähig gemacht werden. Algorithmen und Modelle lassen sich direkt auf dem Gerät – ohne Änderung der Steuerung – aktualisieren, unabhängig von der Rechenleistung und den freien Ressourcen der SPS.

Automationsanwendungen per App optimieren

Festo will Anwender bei ihren Digitalisierungsvorhaben unterstützen. Dabei kann der Automatisierungsexperte sein Wissen aus verschiedenen industriellen Anwendungen und aktuellen Entwicklungen der Informationstechnik nutzen, um Online-Anwendungen für die industrielle Automation umzusetzen. So wird beispielsweise die papierlose Wartung über ein digitales Wartungsmanagement vorangetrieben. Mittels sogenannter Smartenance-App können Produktionsleiter ein Dashboard aufrufen. Via App sollen Endkunden die Anlagenwartung terminieren, nachverfolgen und auswerten können. Ein digitaler Wartungskalender soll die Wartung einfacher, schneller und sicherer machen, wenn eine gegenseitige Prüfung von Anlagenbedienern und Produktionsleitern erfolgt und viele Wege und Abstimmungen entfallen.

Smartenance wird cloudbasiert und herstellerunspezifisch bereitgestellt. Die Anwendung soll selbsterklärend und damit leicht und schnell einzurichten sein sowie einen kostengünstigen Einstieg in die Welt der Digitalisierung ermöglichen. Smartenance besteht aus zwei Teilen: einem mobilen Wartungskalender als App für Smartphones und Tablets und einem Dashboard als Website für Produktionsleiter, mit dem sie Wartungsaufgaben verwalten und dokumentieren können. Das Dashboard kann einfach im Web-Browser aufgerufen werden.

Nach dem Download über App Stores erwerben Anwender eine Lizenz in der sogenannten Festo-App-World. Mit dieser übertragen sie ihre Aufgaben und Wartungsintervalle aus der Dokumentation ihrer Anlage, die sie vom Maschinenbauer bekommen haben. Danach ist das System einsatzbereit. Jeder Anlagenbediener kann sämtliche Aufgaben sehen und bearbeiten. Produktionsleiter haben automatisch alle erledigten und offenen Aufgaben im Blick.

Auch für Maschinenbauer ist App-Lösung interessant. Sie können die Wartungsaufgaben für jede Anlage direkt in eine digitale Lösung überführen und sie ihren Kunden als Mehrwert zur Anlage weitergeben. Wartungsanleitungen lassen sich digital mit Bildern, Videos und PDFs erweitern. Damit können Teammitglieder auf einfache Weise zusammenarbeiten. Softwarebasiert kommt die Wartungsaufgabe direkt zum Anwender, der alle Vorteile eines digitalen Wartungsmanagements nutzen kann, wenn alle relevanten Aufgaben auf Knopfdruck verfügbar sind.

Mehr zu digitalen Produkten und Services von Festo:

hier.pro/KOrEd

Kontakt:
Festo AG & Co. KG
Ruiter Straße 82
73734 Esslingen
Tel.: +49711-347-0
Website: www.festo.com


Dr. Oliver Jung, Vorstandsvorsitzender von Festo
Bild: Festo

„Erst als wir das Expertenwissen der Maschinenbediener mit den passenden statistischen Methoden einer KI zusammengebracht haben, ist es uns gelungen, die Effizienz signifikant zu steigern.“

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