EMEA Systems Engineering Konferenz der GfSE vom 5. bis 7. November

Die Gesellschaft für Systems Engineering GfSE e.V. veranstaltet EMEA Systems Engineering Konferenz

Expertenwissen zu Systems Engineering

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Ein Thema, nämlich Systems Engineering (SE), für alle industriellen Anwendungen ist der Gesprächsstoff für die EMEASEC, die European Middle-East and Africa Systems Engineering Conference, die vom 5. bis 7. November in Berlin stattfinden wird. Die Konferenz ist mit dem Tag des Systems Engineering 2018 (TdSE) zusammengelegt. Der TdSE hat sich in den letzten Jahren zu der Systems Engineering Konferenz im deutschsprachigen Raum entwickelt und steht für ein Netzwerk an Experten.

Sven-Olaf Schulze, Vorsitzender der GfSE, Senior Expert Unity AG

Das internationale Netzwerk von INCOSE (International Council on Systems Engineering) ist in den letzten 20 Jahren stetig gewachsen und in der Zwischenzeit in 63 Ländern aktiv vertreten. Neben den amerikanischen und ozeanisch/asiatischen Sectoren gibt es den EMEA Sector. Dort sind unter anderem Länder wie Russland, Finnland, Norwegen sowie Schweden, Dänemark und Niederlande vertreten. Darüber hinaus zählen Polen, Frankreich, Schweiz sowie Israel, England und Spanien dazu. Der Sektor reicht bis hinunter nach Südafrika. Die Gesellschaft für Systems Engineering e.V. (GfSE) als deutsches Chapter von INCOSE vertritt die deutschsprachigen Mitglieder in diesem Netzwerk. Fast 50 % der Mitglieder von INCOSE kommen aus diesem EMEA Sector. Auf der EMEASEC treffen sich daher Interessierte und Wissende von Russland bis Südafrika und Israel bis England in Berlin zum Thema Systems Engineering. Industrie, Forschung und Lehre berichten über aktuelle und zukünftige Lösungsansätze zu den Themen der Digitalisierung und Vernetzung aus verschiedenen Industriebereichen. Die Konferenz findet alle zwei Jahre statt. Die letzte wurde parallel mit dem INCOSE Symposium in 2016 in Edinburgh veranstaltet. In 2020 wird die EMEASEC wieder zusammen mit dem International Symposium von INCOSE in Kapstadt organisiert.

In diesem Jahr fokussiert sich der Themenbereich auf die steigende Digitalisierung und den Nutzen von Systems Engineering im Bereich Internet der Dinge (IoT), Industrie 4.0 und der Vernetzung von Systemen. Viele Industrien haben in den letzten Jahren Systems Engineering Vorgehensweisen auf Grund steigender Software und Elektronikanteile in den Produkten eingeführt. Mit der Vernetzung zu sogenannten System-of-Systems, das eigene System ist abhängig von anderen selbstständig betriebenen Systemen, steigen die Parameter und die Komplexität weiterhin. Systems Engineering ist dabei die wesentliche Hilfe, um diesen Herausforderungen strukturiert zu begegnen und sie zu lösen. Das betrifft nicht nur die klassische Luft- und Raumfahrt, sondern auch die Medizintechnik, die Automobilindustrie und alle Transportsysteme, den Schiffbau, die Landmaschinenindustrie und die Schieneninfrastruktur. Neben den sicherheitskritischen Anwendungen steigt die Anzahl der Firmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau stetig, die SE nutzen. Die Vernetzung hält bei klassischen Produkten, wie Pumpen, Sägen und Bohrmaschinen, Verpackungsmaschinen, Fahrstühlen und auch in Krankenhäusern Einzug. Dabei sind sowohl die herzustellenden Produkte und Services mit eingebunden, als auch deren Produktionsund Prozesssysteme.

Die Konferenz besteht aus zwei Hauptelementen, dem Seminar- und Tutorialtag am 5. November und der zwei-tägigen Konferenz am 6. und 7. November. Der Tutorialtag ist kostenlos und in den Gebühren der Konferenz enthalten. Er bietet viele Möglichkeiten zum Einstieg sowie eine Vertiefung von Systems Engineering Themen an. So werden von erfahrenen Experten in vier stündigen Seminaren Themen zu modellbasierter Entwicklung mittels MBSE, Sicherheit in Systemen, Product Line Engineering und Architektur angeboten. Außerdem präsentieren die Hersteller von Softwarewerkzeugen in kurzen Seminaren ihre Lösungen zu einem Tool Vendor Project, das sich in den letzten Jahren als Referenzmodell und -projekt am TdSE etabliert hat. Neben diesen Seminaren gibt es auch die Möglichkeit für die Industrie sich zu einem internationalen Austausch mit dem GfSE Best Practice Circle (BPC) zu treffen. Dieser BPC besteht aus deutschen Industrievertretern der verschiedenen Branchen, die zum Beispiel die Anforderungen an zukünftige IT Software für die durchgängige Unterstützung der Entwicklung definieren. Zum Abschluss des Tages gibt es auf dem Marktplatz der Konferenz die Möglichkeit zum Kennenlernen und zu einem erstem Erfahrungsaustausch.

Der zweite Teil ist durch die eingeladenen Vorträge, den Industrie- und Forschungsvorträgen, den Podiumsdiskussionen und der Zeit zum Netzwerken geprägt. Unter den eingeladenen Vortragenden befindet sich der INCOSE Präsident Garry Roedler, der unter dem Titel „Shaping Systems Engineering and INCOSE for the Future“ etwas über die Vision 2025 von INCOSE berichten wird. Herr Roedler ist Programm Manager bei Lockheed Martin, einem der INCOSE Firmenmitglieder in den USA. Weiterhin wird Prof. Dr. Jochen Werner, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikum Essen einen Vortrag mit dem Titel „Smart Hospital – Challenges and Opportunities“ halten. Zum Abschluss wird Jan Harding Gliemann, Senior Direktor bei Grundfos A/S in Dänemark, über die Herausforderungen der Pumpenindustrie im Zusammenhang von vernetzten Städten und dem Einsatz von Systems Engineering berichten.

Weitere industrieübergreifende Vorträge zu den verschiedenen Themen des Systems Engineering, so zum Beispiel aus den Bereichen Anforderungen, Architektur, MBSE allgemein und PLE erwarten die Besucher. Am Mittwoch wird es wieder die Endrunde des GfSE Studentenwettbewerbes geben. Hier werden die besten fünf Finalrundenteilnehmer den Teilnehmern und dem Bewertungsgremium die Zusammenfassung ihrer Master- oder Bachelorarbeiten präsentieren. Der Preis wird in der Abschlussveranstaltung verliehen und ist insgesamt mit 5000 Euro dotiert.

Die Podiumsdiskussionen sind vielfältig und werden unter anderem Themen wie Systems Engineering of the Future, gewidmet werden und aus Kurzbeiträgen von Prof Heinz Stoewer, der in diesem Jahr die Simon Ramo Medaille von IEEE verliehen bekommen hat, Berber De Liefde-Vogt vom Ministry of Infrastructure & Water Management in Holland bestehen. William Miller vom Stevens Institute of Technology, einer der Pioniere des SE, ist der Moderator. Weiterhin gibt es eine Podiumsdiskussion von der INCOSE Oil & Gas Working Group, einen Beitrag „Overcoming MBSE adoption challenges“ mit den Experten Tim Weilkiens, Sven Kleiner und aus der Industrie Piotr Malecki von Thyssenkrupp Marine Systems. Martin Neff von der Audi AG, Nico Michels von Claas KGaA mbH, Georg Kraft und Mike Felten von Dassault Systèmes Deutschland GmbH geben Stellungnahmen zum Thema „Systems Engineering in Germany – Strategies for Introducing to Industrial Practice“ ab, die von Benno Stützel, Prozesswerk GmbH, moderiert wird.

Eingebettet sind diese einzelnen Highlights in viele Pausen und einem Konferenzdinner, das zum Intensivieren und Kennenlernen auf internationaler Bühne einlädt. Den Abschluss bildet optional eine Auswahl an technischen Touren in und um Berlin. eve

www.gfse.de


INFO

Zu dieser Rubrik

Die Gesellschaft für Systems Engineering (GfSE) e.V. als deutsches Chapter des International Council on Systems Engineering (INCOSE) ist seit 1997 die größte deutschsprachige Interessensvertretung rund um das Thema Systems Engineering. In der Rubrik ‚Aus der GfSE‘ berichten wir regelmäßig über aktuelle Aktivitäten und Initiativen. Mitglieder der GfSE erhalten die KEM Systems Engineering (ehemals develop3 systems engineering) digital im Rahmen ihrer Mitgliedschaft über den Newsletter der GfSE. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, ein Printabonnement zum ermäßigten Mitgliederpreis zu beziehen. Interessenten wenden sich dazu bitte mit dem Stichwort ‚Abo GfSE‘ an die Redaktion unter:

kem.redaktion@konradin.de


Bild: GfSE
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PLUS

Der nationale GfSE Workshop im März 2019

Während der EMEASEC Konferenz werden die Themen für den GfSE Workshop 2019 bekanntgegeben. Auf dem Workshop, der vom 7. bis 8. März in Hannover stattfindet, werden Kurzprojekte von den Arbeitsgruppen oder Mitgliedern durchgeführt. Die Projekte sind so angelegt, dass am Ende der zwei Tage alle Teilnehmer Ergebnisse und Erfahrungen mitnehmen und in der Firma direkt einbringen können. Das Programm und aktuelle Informationen sind auf der GfSE Homepage unter Veranstaltungen oder via Shortlink zu finden:

hier.pro/uJnvJ

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